Sechs Turnerinnen und Turner des STV Sins machten sich zusammen mit dem Bergführer Roman Fischli (Wildi) auf den Weg ins Engadin. Ziel der diesjährigen Bergtour war der Piz Tschierva. Was als sportliche Herausforderung geplant war, wurde zu einem Wochenende voller Lachen, ...
Sechs Turnerinnen und Turner des STV Sins machten sich zusammen mit dem Bergführer Roman Fischli (Wildi) auf den Weg ins Engadin. Ziel der diesjährigen Bergtour war der Piz Tschierva. Was als sportliche Herausforderung geplant war, wurde zu einem Wochenende voller Lachen, beeindruckender Naturerlebnisse, Geschichten und einem Geheimnis.
Bereits die Anreise sorgte für die ersten Lacher. Nachdem alle in Pontresina angekommen waren, ging es zu Fuss durch das märchenhafte Val Roseg. Erstes Tagesziel: Tschierva-Hütte.
Das Thermometer stieg auch in den Bergen unglaublich hoch. Der Aufstieg bis zur Tschierva-Hütte liess den Schweiss fliessen. Als kurz vor der Hütte die ersten Regentropfen fielen, bemerkte dies kaum jemand. Die Tropfen gingen im Schweiss auf den Armen beinahe unter.
Nach der kurzen Katzenwäsche wartete der gemütliche Hüttenabend auf die Gruppe. Bei einem Apéro, feinem Nachtessen und vielen Gesprächen wurde die Vorfreude auf den Gipfeltag geweckt. Der Bergführer Wildi erklärte nach dem Nachtessen die Route für den nächsten Morgen – Frühstück um fünf Uhr und Start um sechs Uhr, Ziel: der Gipfel des Piz Tschierva.
Über steinige Passagen, grosse Felsblöcke, anspruchsvolle Wegabschnitte und Gletscher führte der Aufstieg immer weiter nach oben. Gleichgewicht und Trittsicherheit wurden dabei ordentlich getestet.
Oben angekommen wurden die Strapazen belohnt: Der Piz Morteratsch, der imposante Bianco Grat (Aufstieg Richtung Piz Bernina) und der majestätische Piz Roseg präsentierten sich in voller Pracht. Auch der Blick weit hinaus ins Tal war traumhaft.
Der Abstieg verlangte nochmals volle Konzentration. Über Stock und Stein ging es wieder hinunter. Mit jedem Höhenmeter Richtung Tal wurde es spürbar wärmer. Derjenige, der am Morgen die kurze Hose eingepackt hatte, war klar im Vorteil. Doch spätestens auf der Hütte warteten für alle kurze Hosen, ein trockenes T-Shirt und die wohlverdiente Erfrischung.
Während des weiteren Abstiegs von der Tschierva-Hütte bis zum Hotel Roseg zeigte sich das Wetter nochmals in seiner ganzen Vielfalt. Während die ersten Regentropfen als angenehme Abkühlung wahrgenommen wurden, zeigte der Blick auf den Wetterradar: Da kommt noch mehr. So kamen auch Regenjacken zum Einsatz. Dank der verschiedenen Wettervariationen wurde festgestellt: Der Rucksack war perfekt gepackt. Alle Kleidungsstücke kamen während des ganzen Bergwochenendes einmal zum Einsatz. Man glaubt es kaum, sogar die Daunenjacke.
Nachdem die Gruppe mit dem 3PS starken Planwagen in Pontresina angekommen war, blieb gerade noch Zeit, um ein Wegbier zu kaufen und die nassen Bergschuhe gegen die trockenen Flip-Flops zu tauschen. Müde, aber glücklich und zufrieden kamen alle spät am Sonntagabend im Freiamt an. Im Gepäck: beeindruckende Bilder, lustige Momente, spannende Gespräche und ein Geheimnis, das bis Sonntagabend nicht gelüftet werden konnte. Die Bergtour 2026 des STV Sins auf den Piz Tschierva ist Geschichte – aber die Vorfreude auf das nächste Abenteuer ist bereits geweckt. Wohin die Bergtour 2027 wohl führen wird? Das bleibt vorerst noch offen, es wird aber kein Geheimnis sein.
Für den STV Sins: Sarina Baumgartner