Zwei Tage voller Gesang und guter Laune
30.05.2025 SinsDas Kantonale Gesangsfest war ein voller Erfolg. Die rund 1’200 Sängerinnen und Sänger oder 48 Chöre trugen ihre Lieder dem breiten Publikum vor, die einen mit, die anderen ohne Bewertung durch Experten.
IRIS CAGLIONI
Seit Donnerstagabend ...
Das Kantonale Gesangsfest war ein voller Erfolg. Die rund 1’200 Sängerinnen und Sänger oder 48 Chöre trugen ihre Lieder dem breiten Publikum vor, die einen mit, die anderen ohne Bewertung durch Experten.
IRIS CAGLIONI
Seit Donnerstagabend stand für die Passanten und Anwohner fest, hier findet demnächst ein grosses Fest statt. Auf dem Schulhausplatz der Oberstufe Ammannsmatt und auf dem Parkplatz vor dem Gemeindehaus standen geräumige Festzelte und Kühlwagen für die Getränke bereit. Dank emsigem Treiben der Mitglieder des Männerchors Sins, verwandelte sich das Oberdorf in ein Sängerdorf mit Wegweisern, Beschilderungen und Infotafeln. Zwischen 10 und 11 Uhr am Vormittag trafen die Sängerinnen und Sänger ein, am Samstag waren das 26 und am Sonntag 22 Chöre.
Fahnengruss am Morgen
Das traditionelle Willkommen der einzelnen Chöre erfolgte vor der Mehrzweckhalle Ammannsmatt mit Fahnengruss, musikalischer Umrahmung durch die Musikgesellschaft Sins und einem spritzigen Apéro, damit die Stimmen auch schön geölt wurden. Zwischen 12 und 16 Uhr fanden die Gesangsvorträge in der Kirche und im Kulturhaus statt. Einsingen konnten die Chöre in verschiedenen Probelokalen. So zirkulierten hunderte von Sängerinnen und Sängern gut gelaunt durchs Oberdorf und freuten sich über den geleisteten oder gehörten Gesang. Und die Zuhörer taten es ihnen gleich.
Platzkonzerte und Bratwurstduft
So erstaunte es denn auch nicht, dass sich immer wieder an der einen oder anderen Stelle rund um das Festgelände ein Chor aufstellte und ein kleines Platzkonzert gab. Sänger und Besucher hatten genügend Zeit, einen Stopp bei der Festwirtschaft einzulegen. Insbesondere dann, wenn aus dem Festzelt heraus gesungen wurde.
Die vielen Helferinnen und Helfer wirbelten herum, servierten Getränke und Desserts. Für den grösseren Hunger stand der Sängerschar etwas Gluschtiges vom Grill zur Auswahl. Die Festwirtschaften waren jeweils gut besucht. In der Nachmittagssonne des Samstags war es so gemütlich auf dem Pausenplatz, dass die Organisatoren die Sänger regelrecht bitten mussten, sich in die Mehrzweckhalle zu begeben, damit der Festakt vollzogen werden konnte.
Festakt und anschliessendes Bankett
Drei kurze Ansprachen wurden gehalten. Dabei betonte jeder Redner, wie wertvoll und wohltuend Musik und vor allem Gesang für den Menschen ist. Rolf Leu, OK-Präsident des Sängertages, eröffnete den Festakt mit den Worten: «Unter dem Motto ‹Sins singt!› kamen wir hier zusammen, um zu singen und um Kameradschaft zu pflegen. Es ist wichtig für uns Chöre, dass wir den Gesang und die Lieder unter die Menschen bringen.»
Nach ihm folgten die Grussworte des Sinser Gemeindeammanns, Josef Huwiler. Nebst seiner Freude am Singen betonte Huwiler: «Eine der besten Bewertungen von heute soll Rolf Leu bekommen. Er verdient einen riesigen Applaus für die grossartige Organisation dieses Anlasses.»
Als letzter Redner überbrachte Heinz Lüscher, Präsident des Aargauischen Kantonalgesangvereins, Grussworte des Verbands. Nach jeder kurzen Rede sangen die rund 600 anwesenden Chormitglieder gemeinsam ein allseits bekanntes Lied. So ertönten in der Mehrzweckhalle drei klangstarke mehrstrophige Lieder, jeweils von einem der anwesenden Chorleiter angestimmt und dirigiert. Doch damit nicht genug. Den ganzen Abend über, ob während oder nach dem Essen, erklangen Lieder. Mal ein Chor allein, mal mehrere zusammen. Diese Gesänge zeigten die wunderbare und fröhliche Stimmung auf, die bereits den ganzen Tag über herrschte.
Der OK-Präsident ist zufrieden
«So gut wie der Samstag, lief auch der Sonntag. Es war ein super Fest an beiden Tagen.» Leu freut sich über das durchwegs positive Echo. «Wir dürfen stolz sein auf uns und was wir auf die Beine gestellt haben.» Stimmen aus der Bevölkerung und auch von Sängern und Chorleitern bestätigen die Aussage. So meinte zum Beispiel Silvia Baroni, Chorleiterin von Hagendorn und Hämikon: «Es war alles klar durchdacht und perfekt organisiert – ein grosses Kompliment!»




