Zügige Budget-Gemeindeversammlung
07.11.2025 MühlauAm Dienstagabend bewilligten die Stimmberechtigten zwei Bruttoverpflichtungskredite und sie stimmten der Änderung des Gebührenreglements im Bauwesen zu. Zudem wurde ein 12-Jähriger eingebürgert.
IRIS CAGLIONI
Für die ...
Am Dienstagabend bewilligten die Stimmberechtigten zwei Bruttoverpflichtungskredite und sie stimmten der Änderung des Gebührenreglements im Bauwesen zu. Zudem wurde ein 12-Jähriger eingebürgert.
IRIS CAGLIONI
Für die Herbst-Gemeindeversammlung fanden sich 71 von 841 Stimmberechtigten in der Turnhalle ein. Somit unterstehen alle Beschlüsse bis auf die Einbürgerung dem Fakultativen Referendum. Alle Anträge wurden einstimmig oder mit grosser Mehrheit angenommen.
Die Einbürgerung des 12-jährigen Neo Seehafer zog Gemeindeammann Oliver Stöckli vor und handelte das als erstes Traktandum ab. Dem in Mühlau geborenen und wohnhaften Schüler wurde einstimmig und mit Applaus das Gemeindebürgerrecht zugesichert. Mit Stolz nahm er die Gratulation des Gemeindeammann entgegen.
Kostenbeteiligung ARA Giessenmatt
Gemeinderat Herbert Brunner stellte im Zusammenhang mit der ARA Giessenmatt zwei Anträge für Bruttoverpflichtungskredite.
Der erste vorgelegte Kredit dient der Erweiterung der elektronischen Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Die Gesamtkosten mit Projekt- und Baukosten belaufen sich auf 680’000 Franken. Diese Kosten werden im Verhältnis der Einwohnerwerte zwischen den Verbandsgemeinden aufgeteilt. Für Mühlau bedeutet das 10,97 Prozent oder 74’600 Franken.
Der zweite Kredit steht für das Projekt «Erneuerung der Heizung inklusive Blockheizkraftwerk und Gaseinpressung in der ARA Giessenmatt». Die Gesamtkosten mit Projektumsetzung und Baukosten belaufen sich für den Abwasserverband Oberfreiamt auf 972’900 Franken. Anteilsmässig gemäss Einwohnerwert von 10.97 Prozent ergibt dies eine Beteiligung für Mühlau von 106’800 Franken.
Budget, Steuerfuss und Reglement
Stöckli präsentierte das Budget. Das operativer Ergebnis wird mit einem Plus von 87’200 Franken angenommen. Dieser Betrag wird in die Vorfinanzierung einfliessen, ebenso wie das positive Ergebnis aus dem Budget 2025 von 130’100 Franken. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 117 Prozent.
Das Reglement über die Gebühren im Bauwesen bedarf einer Revision. Im Zusammenhang mit einem Baubewilligungsverfahren musste festgestellt werden, dass nach gerichtlicher Beurteilung die rechtlichen Grundlagen für die Verrechnung der entstehenden Gebühren ungenügend waren. Damit die Bauherrschaft im Voraus abschätzen kann, welche Kosten durch das Einreichen eines Baugesuchs entstehen, ist ein Wechsel zurück zur Gebührenbemessung aufgrund der Baukosten nötig.
Im Reglement wurde generell neu formuliert, welche Dienstleistungen kostenpflichtig sind, was sie für Leistungen enthalten und welche Dienstleistungen zulasten des Gesuchstellers gehen.
Informationen zu laufenden Geschäften
Gemeindeammann Stöckli informierte über Aus- und Eintritte bei den Gemeinderäten und Kommissionen. Anita Stern und Michelle Käppeli von der Finanzkommission beenden ihre Tätigkeit. Für sie begrüsste Stöckli Rolf Bill und Margrit Fuchs. Ivo Bucher gibt die Energiekommission ab, an seine Stelle tritt Stephan Müller.
Johanna Jutz demissionierte als Gemeinderätin. Ihre Nachfolge ist noch offen. Die beiden Kandidaten, Jürgen Steinbichler und Susanne Thomann, die sich am 30. November zur Wahl stellen, waren anwesend und wurden von Stöckli begrüsst: «Je nachdem, wie stark die beiden Kandidaten Wahlkampf führen, wird es ein hitziger oder ruhiger Wahlkampf. Wir sind gespannt, wer unser neues Gemeinderatsmitglied in der kommenden Legislatur sein wird.»
Weitere Neuigkeiten aus der Verwaltung waren die Begrüssung von Doris Fischer als Verwaltungsleitung und Gemeindeschreiberin, die Infos zu der Pensionsplanung von Thomas Isler, der Austritt von Myriam Suter und Jolanda Willimann sowie die Abwägung der Schalteröffnungszeiten der Kanzlei.
Herbert Brunner informierte über die Sanierung der Luzernerstrasse, über den Abschluss der Arbeiten am Abwasser-Trennsystem an der Bahnhofstrasse und über die Einweihung des neuen Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr. In Abwesenheit von Hanna Hoenig präsentierte Peter Suter die Informationen zum Friedhof und zum Ende des Projekts Taxito.
Lachen erlaubt
Suters langjähriges Geschäft «SBB Perron2» läuft seit 2021 und ist mittlerweilen so weit, dass Ende Jahr die technischen Abklärungen abgeschlossen sein sollten. Bis Ende März 2026 sollte der Entscheid des Bundesamtes für Verkehr vorliegen, ob die geplante Rampe ohne die Perronerhöhung machbar ist. Die SBB informierte, sie seien bemüht, den Bauunternehmer zu finden.
Suter zitierte aus einem Schreiben die SBB: «Die Umsetzung der Perronerhöhung und damit das Erreichen einer Baukonformität des Bahnhofs Mühlau erfolgt bis spätestens 2039.» Weiter informierte er über den Stand der neuen Reussbrücke, der 30er-Zone im Oberdorf und zur Schulraumerweiterung.
Johanna Jutz lud zur Neujahresfeier am 1.1.2026 ein und verabschiedete sich von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern mit wertschätzenden Worten.


