Der Familientag ist ins Wasser gefallen – und das bei strahlendem Sonnenschein. Trotz langer Planung und engagierter Vorbereitung blieben die Organisatoren unter sich. Am Angebot hat es sicher nicht gelegen.
ANNETTE KNÜSEL
Der dritte Sonntag im ...
Der Familientag ist ins Wasser gefallen – und das bei strahlendem Sonnenschein. Trotz langer Planung und engagierter Vorbereitung blieben die Organisatoren unter sich. Am Angebot hat es sicher nicht gelegen.
ANNETTE KNÜSEL
Der dritte Sonntag im September ist der Bettag. Und am Samstag davor findet der Aargauer Familientag statt. So ist das seit vielen Jahren.
Pech für die Gemeinde Mühlau, die in diesem Jahr zum ersten Mal beim Familientag mitmachte. Denn leider fanden – zumindest in diesem Jahr – am Bettag-Samstag auch eine Löschhelikopter-Vorführung in Hünenberg, das Merenschwander Dorffest und diverse Mühlauer Vereinsreisen statt.
Das war wohl zu viel das Guten, denn diese Attraktionen führten dazu, dass die meisten Einwohner Mühlaus ausgeschwärmt waren und nicht zum Familientag kommen konnten.
Mit viel Engagement vorbereitet
Das war schade, denn die Verantwortlichen hatte sich ins Zeug gelegt: die Tische mit Blumen liebevoll dekoriert, das Buffet gut ausgestattet mit vielen feinen Kuchen, die Kaffeemaschine leistungsfähig und einsatzbereit. Die Regionale Integrationsfachstelle Oberes Freiamt, der Turnverein STV Mühlau, die Musikgesellschaft Mühlau und der Frauenbund Mühlau hatten Informationsstände aufgebaut. Dort konnte man sich informieren, ein Pläuschchen halten und auch etwas erleben: Beim STV konnte man seine Kraft unter Beweis stellen, bei der Musikgesellschaft sein Wissen über den Verein, und beim Frauenbund luden zwei herrliche Spielkasten zum Buddeln und Umdekorieren ein. Draussen in der Sonne warteten gestapelte Blechbüchsen darauf, scheppernd zerschossen zu werden. Und eine riesige, knallbunte Piratenhüpfburg lud die Kinder ein, ganz weit nach oben in Richtung Himmel zu klettern.
Gemeinderätin Hanna Hoenig hatte den Familientag eigentlich schon 2024 nach Mühlau holen wollen. Damals war sie zu spät dran, deshalb sollte es 2026 auf jeden Fall klappen. Doch sie merkte irgendwann, dass der Mühlauer Familientag kein Selbstläufer ist. So schaltete sie sich ehrenamtlich in die Organisation ein und brachte die Vorbereitungen zum bestmöglichen Ende, zusammen mit dem neuen stv. Gemeindeschreiber Yanick Hofer. «Insgesamt waren ein paar Personen an dem Projekt beteiligt», schätzt Hofer, «Dazu haben wir noch viel Unterstützung von den Vereinen erhalten.»
Nachbereitung ist genauso wichtig
So weit also alles tiptop. Bloss, dass das Fest eben kaum Besucher hatte. «Wir werden im November ein Debriefing machen, Kosten und Nutzen sorgfältig abwägen – und wahrscheinlich keinen neuen Familientag planen», sagt Hoenig selbstkritisch. Der Wille zum Familientag in Mühlau ist da, doch bisher hat er reichlich Gegenwind.