Was Freundschaft ist und wie sehr Farben zählen
10.07.2026 SinsIn den Primarschulhäusern Letten und Aettenschwil wurden einstudierte Darbietungen gezeigt und Klassen sowie Lehrpersonen verabschiedet.
IRIS CAGLIONI
Mit vielen Parallelen, und doch gänzlich unterschiedlich, wurde in den beiden Schulhäusern der ...
In den Primarschulhäusern Letten und Aettenschwil wurden einstudierte Darbietungen gezeigt und Klassen sowie Lehrpersonen verabschiedet.
IRIS CAGLIONI
Mit vielen Parallelen, und doch gänzlich unterschiedlich, wurde in den beiden Schulhäusern der Sinser Primarschule das Ende das Schuljahres zelebriert. Die Schulleiterinnen Sibylle Mahler und Denise Sonderegger sowie Gemeinderat Pius Vogel waren an beiden Feiern anwesend und hielten kurze Ansprachen. Dazu nahmen sie auch jeweils das Motto des Schuljahres auf und entlockten den Schülerinnen und Schülern lautstarke Antworten.
In Sins wurden zwei sechste Schulklassen und die beiden Einführungsklassen verabschiedet. In Aettenschwil war der Abschied deutlich einschneidender. Nebst der obligaten sechsten Klasse musste sich auch die gesamte Mittelstufe verabschieden. Ab dem kommenden Schuljahr werden an der Aettenschwiler Schule nur noch Kindergarten und Unterstufe unterrichtet. Die Schulleiterinnen und der Gemeinderat gaben den Kindern gute Wünsche für das kommende Schuljahr mit auf den Weg. «Jetzt könnt ihr fünf Wochen lang geniessen, keine Hausaufgaben, ausschlafen, reisen und auch mal Langeweile haben. Aus der Langeweile entsteht viel Energie für Neues. Wir wünschen allen schöne Ferien und viel Freude im neuen Schuljahr», sagten Mahler und Sonderegger. Einen grossen Dank richteten sie auch an die Lehrerschaft und die Eltern.
Aettenschwil «Tausend Farben hat die Welt»
Im fast schon intimen Aettenschwiler Rahmen zeigten die Kinder aller Stufen ein gemeinsam einstudiertes Theaterstück. Dabei ging es darum, dass die Welt doch bitte bunt und vielfarbig sein und bleiben soll.
Die in grauem Farbton daherkommenden Kinder proklamierten: «Alles egal, alles egal, Farben sind uns eine Qual. Grau ist unsere erste Wahl.» Sie wollten alles vereinfachen und einheitlich machen. Doch ein paar Aufsässige gingen durch die Welt, sammelten die Farben Rot, Blau, Gelb und Grün sowie Schwarz und Weiss wieder ein, um der ganzen Welt wieder tausend Farben geben zu können.
Dafür wurden Plakate gebastelt und Elemente in den diversen Farbtönen gezeigt. Die schlichte Deko war liebevoll und mit sehr viel Sorgfalt gemacht. Alle Kinder waren ins Theater einbezogen mit kleinen oder grösseren Rollen.
Die Eltern verwöhnen
Vor dem Theaterstück reichten alle Kinder, vom Kindergarten bis zu den Sechstklässlern, den Anwesenden einen kindergerechten Apéro mit Früchte-Sirup-Bowle, Speckzopf, Crackers, Gemüsedips und Tomaten-Mozzarella-Spiesschen. Nach dem offiziellen Teil verkaufte der Verein Schule Aettenschwil zum Selbstkostenpreis Würste vom Grill, Brot und Getränke. Diese liebgewonnene Tradition nutzten viele Familien, um so das Mittagessen zu geniessen.
Sins «Freundschaft ist…»
Die Doppelturnhalle auf dem Lettenareal war bereit, die vielen Schülerinnen und Schüler mit ihrem Gefolge und natürlich die Lehrpersonen aufzunehmen, um eine kurzweilige Schulschlussfeier abzuhalten. Mittig war ein freier Platz, um welchen sich die Kinder klassenweise einreihten. Die Nervosität war spürbar, es wurde geschnattert und gelacht, die letzten Instruktionen wurden erteilt. Nach den kurzen offiziellen Ansprachen folgten die Darbietungen der Kinder. Dabei zeigten sie ihre Geschicklichkeit in Gesang, Tanz und Dichtkunst.
Besondere Aufmerksamkeit bekamen die Schüler der beiden sechsten Klassen. Die eine zeigte Sprung-Akrobatik und sang einen selbstgeschriebenen Rap über die Schulzeit, die zweite performte den «Alpenflug» von Mani Matter und danach eine neue Version von «Der Erlkönig» als Rap. Den Sechstklässlern übergaben die Klassenlehrpersonen ein Abschiedsgeschenk. Und die Erstklässler schenkten ihren Gottis und Göttis ebenso eine Kleinigkeit zum Schulende.
Keine Chance gegen die Lehrer
Pius Vogel meinte schon zu Beginn der Feier: «Die Darbietungen sind super und die Musik zeitgemäss.» Der grosse Applaus bestätigte den Kindern, dass sich die Mühen der Vorbereitung auch gelohnt haben.
Nach der Turnhalle fand der legendäre Fussballmatsch Sechstklässler gegen Lehrer statt. «Wir, das Schulleiterduo, haben auf euch Kinder gewettet», feuerte Sibylle Mahler die Schülermannschaft an. Doch trotz allem Support vom Spielfeldrand aus unterlagen die Sechstklässler mit 0:3.


