Am Freitagabend war der Einhornsaal voller junger Erwachsener. Gefeiert wurden die neuen Rechte und Pflichten der Jungbürger mit dem Jahrgang 2006 und 2007. Zocken und anstossen gehörte auch dazu.
IRIS CAGLIONI
Alle zwei Jahre veranstaltet die ...
Am Freitagabend war der Einhornsaal voller junger Erwachsener. Gefeiert wurden die neuen Rechte und Pflichten der Jungbürger mit dem Jahrgang 2006 und 2007. Zocken und anstossen gehörte auch dazu.
IRIS CAGLIONI
Alle zwei Jahre veranstaltet die Gemeindeverwaltung eine Feier für die jungen Erwachsenen, die ihre Volljährigkeit erreicht haben. Die beiden Jahrgänge 2006 und 2007 wurden am letzten Freitagabend gefeiert. Von den rund 80 jungen Männer und Frauen folgten 21 der Einladung.
Gemeinderat Jakob Sidler meinte: «Es hat uns sehr gefreut, dass diejenigen, die nicht kommen konnten, sich abgemeldet haben. Das war in anderen Jahren nicht selbstverständlich.»
Eine sympathische Begrüssung der Gäste übernahm Livio Müller. Er informierte über den Ablauf des Abends: «Unser Thema ist das Casino. Da darf man dann auch hinein, wenn man 18 Jahre alt ist. Heute Abend könnt ihr das mal ausprobieren – ganz ohne euer eigenes Geld.» Nach den Ansprachen der Gemeinderäte wurden das Casino-Team und die Spiele vorgestellt. Doch bevor das Gambling-Fieber ausbrechen durfte, wurde das Nachtessen serviert.
Josef Huwiler machte den Anfang. Jeder Gemeinderat stellte sich und sein Ressort vor und erklärte mit einfachen Worten, was es heisst, erwachsen zu sein. Jakob Sidler argumentierte gar, dass es ja möglich sei, dass sich die jungen Leute vielleicht noch nicht heute, aber vielleicht in ein paar Jahren für ein politisches Amt interessieren könnten. «Wenn ihr Fragen habt zu den Tätigkeiten als Gemeinderat oder allgemeine Sachen rund um die Verwaltung, dann kommt und fragt uns. Wir geben gerne Auskunft.»
Essen im fast 200-jährigen Saal
Bevor das Buffet eröffnet wurde, stellte Stefano Florida, Wirt des Restaurant Einhorn Mexicano, sich und sein Haus kurz vor. «Es freut mich, euch hier begrüssen zu dürfen. Ihr befindet euch in einem Saal, der bald 200 Jahre alt ist. Der Saal wurde im Laufe der Zeit sanft saniert, bekam natürlich mal neue Farbe, neue Stromleitungen und eine adäquate Beleuchtung, aber er ist noch immer in seiner ursprünglichen Grösse.
Einige der teilnehmenden jungen Frauen sagten, sie wären noch nie in diesem Saal gewesen. Eine meinte auch: «Seit 18 Jahren bin ich hier in Sins, aber ich war noch gar nie im Restaurant Mexicano oder hier im Saal. Es ist aber sehr schön.»
Mini-Las Vegas – der Rausch des Geldes
Für das Casino-Gefühl wurden drei Casino-Spieltische aufgestellt. Einer für «Black Jack», einer für «Roulette» und einer für «Chuck-a-Luck». Die drei Dealer, zwei Herren und eine Dame, erklärten vor jeder neuen Gruppe die Spielregeln. An jedem Tisch konnten die Spieler jeweils sieben Runden spielen. Ihre Chips für die Einsätze waren abgezählt. Die besten der Tische wurden auf einer Liste notiert. Ziel war es natürlich, so viel wie möglich zu gewinnen. Die sieben besten Spieler traten in der Finalrunde gegeneinander an.
Anfänglich war die Teilnahme noch etwas verhalten. Doch plötzlich kamen die jungen Leute auf den Geschmack, machten mutig mit, jubelten, wenn sie gewonnen hatten, und wollten nochmals und nochmals spielen.
Die Zeit etwas überzogen
Geplant war die Finalrunde auf 23 Uhr. Doch die Zeit verging wie im Flug und ein lustiger Abend in entspannter und kollegialer Runde glitt in die Nacht hinein. Die Finalrunde fand erst kurz vor Mitternacht statt. Die drei glücklichen Gewinner Lino, Livio und Tamara durften Gutscheine des Gewerbevereins und Schöggeli mit nach Hause nehmen. Die vier Verlierer durften nebst dem erlebnisreichen Abend einen Trostpreis mitnehmen.
Die letzten gingen deutlich nach Mitternacht heim. Einer der Teilnehmer meinte: «Es war ein sehr angenehmer Abend und richtig lustig. Ich traf ehemalige Klassenkameraden und Kollegen aus der Parallelklasse. Das Essen war super. Ich persönlich bin kein Fan von Buffet-Essen, aber dieses Buffet war extrem fein.»