Aufgrund des Unwetters vom 28. August sind bei der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) bisher knapp 10’000 Schadenmeldungen eingegangen. Die AGV schätzt die Schadensumme neu gegen 90 Millionen Franken. 75 Prozent der Meldungen sind erfasst und ...
Aufgrund des Unwetters vom 28. August sind bei der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) bisher knapp 10’000 Schadenmeldungen eingegangen. Die AGV schätzt die Schadensumme neu gegen 90 Millionen Franken. 75 Prozent der Meldungen sind erfasst und vorgeprüft.
pd | Zwei Wochen nach dem Unwetter wird dessen Ausmass zunehmend sichtbar. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 verzeichnete die AGV in den Bereichen Feuer und Elementar rund 4’700 Schadenmeldungen. Auch die historische Einordnung unterstreicht die Dimension: Mehrere Sturm- und Hagelzüge im Sommer 2021 führten zu rund 3’537 Fällen und einer vorläufig geschätzten Schadensumme von 35.40 Millionen Franken. Das Rekordjahr bleibt 2011 mit 20’600 anerkannte Hagelschäden im Umfang von rund 151 Millionen Franken.
Am Montag, den 31. August schätzte die AGV die Schadensumme zunächst auf 25 bis 30 Millionen Franken. Aufgrund der seither gestiegenen Zahl an Meldungen wird neu mit 90 Millionen Franken gerechnet. Diese Schätzung bleibt vorläufig.
Schadenbearbeitung läuft auf Hochtouren
Trotz des aussergewöhnlich hohen Volumens kommt die AGV bei der Erfassung gut voran. Rund 75 Prozent der eingegangenen Meldungen sind erfasst und vorgeprüft. Sie können nun von den zuständigen Schadenexpertinnen und -experten begutachtet und weiterbearbeitet werden. Um das hohe Schadenaufkommen zu bewältigen, hat die AGV ihre personellen Kapazitäten vorübergehend verstärkt. Mitarbeitende haben ihre Arbeitspensen aufgestockt oder zusätzliche Einsätze am Wochenende geleistet. Aufgrund der hohen Auslastung wird sich die Abwicklung über die kommenden Monate erstrecken. Die AGV bittet die betroffenen Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer um Verständnis.
Im Rahmen der weiteren Schadenbearbeitung können Besichtigungen vor Ort erforderlich sein. Alle Mitarbeitenden der AGV tragen bei solchen Einsätzen einen offiziellen Mitarbeiterausweis bei sich und zeigen diesen auf Verlangen vor.