Auch in diesem Schuljahr begleitet das gemeinsame Jahresmotto «Time to Play» die Schule Oberrüti durch das Schuljahr. Es wird vom Kindergarten bis zur 6. Klasse aktiv im Schulalltag gelebt.
Seit den Sommerferien ist das Motto «Time To Play» in ...
Auch in diesem Schuljahr begleitet das gemeinsame Jahresmotto «Time to Play» die Schule Oberrüti durch das Schuljahr. Es wird vom Kindergarten bis zur 6. Klasse aktiv im Schulalltag gelebt.
Seit den Sommerferien ist das Motto «Time To Play» in den Schulzimmern präsent. Denn: Spielen ist Lernen – und Lernen ist ohne Spiel nicht denkbar. Diese Haltung wurde auch am Projekttag einige Wochen nach Schulstart sichtbar. Der ganze Tag stand unter dem Zeichen des Spiels.
So sah der Tag aus
Am Morgen wurde in den Klassen gebastelt und gestaltet. Spielkarten für das beliebte «Werwölfle», neue Spiele für die Pause, eine geordnete Pausenkiste, Wimpel und Dekorationen für das Schulhaus.
Am Nachmittag folgte eine Schnitzeljagd mit gemischten Gruppen, bei der die Kinder verschiedene Posten absolvierten: Barfussweg, Achtsamkeitsübungen im Wald, Knoten binden, ein Hand-Klatsch-Spiel, Mandalas aus Naturmaterialien, Eierlauf, Löffeltransport, Sackhüpfen, Meditation und Trinkpause. Neben Geschicklichkeit war vor allem Teamarbeit gefragt.
Das Motto wird das ganze Schuljahr über in Projekten, Unterrichtseinheiten und besonderen Anlässen aufgegriffen. Es schafft eine gemeinsame Identität und fördert spielerisch wichtige Kompetenzen.
Warum Spielen so wichtig ist – Ein Blick in die Forschung
Spielen ist weit mehr als nur Freizeitbeschäftigung – es ist ein zentraler Bestandteil des kindlichen Lernens. Die Bildungsforschung zeigt klar: Kinder lernen durch Spiel, weil es ihnen erlaubt, Erfahrungen zu machen, Probleme zu lösen, kreativ zu denken und soziale Fähigkeiten zu entwickeln.
Laut dem Entwicklungspsychologen Jean Piaget ist das Spiel ein Motor der kognitiven Entwicklung. Kinder konstruieren ihr Wissen aktiv – und das Spiel bietet ihnen die ideale Umgebung dafür. Auch neuere Studien, etwa von Hirnforscher Gerald Hüther, betonen: «Im Spiel sind Kinder hoch konzentriert, intrinsisch motiviert und emotional eingebunden, also ideale Voraussetzungen für nachhaltiges Lernen.»
Indem die Schule das Motto «Time To Play» ins Zentrum stellt, schafft sie Raum für genau diese Lernprozesse – und zeigt, dass Lernen nicht nur im Sitzen und Zuhören passiert, sondern im Tun, im Erleben und im gemeinsamen Spiel. Ein sichtbares Zeichen dafür wird die Neugestaltung des Pausenplatzes, welche im Frühling, nach der nass-kalten Zeit, stattfindet. Er wird mit verschiedenen Spielfeldern und Bewegungsangeboten bemalt, die in den Pausen aktiv genutzt werden können – für mehr Spiel, mehr Bewegung und mehr Miteinander.
Wir freuen uns auf ein lebendiges, spielerisches Schuljahr – und sind gespannt, welche Ideen noch entstehen werden.
Andrea Matter, Schulleitung Oberrüti