Die Organisatoren hätten sich ein milderes Herbstwetter gewünscht. Doch die Stimmung auf und neben der Bühne war trotz Regen und Wind gemütlich. Die Abwechslung der Musikstile lockte ein breites Publikum an.
IRIS CAGLIONI
Auf der Anhöhe ...
Die Organisatoren hätten sich ein milderes Herbstwetter gewünscht. Doch die Stimmung auf und neben der Bühne war trotz Regen und Wind gemütlich. Die Abwechslung der Musikstile lockte ein breites Publikum an.
IRIS CAGLIONI
Auf der Anhöhe über dem Bahnhof Mühlau stellten die Organisatoren des Mettlerfield zum fünften Mal in Folge ihr Festivalgeläde auf. Blachen an den Zäunen verdeckten den Einblick, so hatten die Besucher in ihren Zelten die nötige Privatsphäre. Viele Camper waren nicht anwesend. 40 hartgesottene Festivalbesucher buchten für das ganze Wochenende im Voraus und kamen auch trotz schlechter Wetterlage.
Sie liessen sich die Stimmung nicht nehmen, schliesslich war dies die Zeit zum Feiern, zu gutem Metal-Sound Tanzen und einfach Zeit mit Gleichgesinnten und Freunden Geniessen. Im grossen Zelt konnte man sich verköstigen. Auf der Menükarte standen unter anderem knusprige Pommes, Käsespätzli oder Käseschnitte, Thai-Curry oder Chili sin Carne und noch einiges mehr. Und im Zelt stieg die erste Party am Donnerstagabend – wetterbedingt.
Das Rocktoberfest in Mühlau
«Der Donnerstagabend ist immer für unsere Gäste aus der Region gedacht, da spielen wir kein Metal. Dieses Jahr waren wir in Oktoberfestlaune und darum hiess der Abend Rocktoberfest», informierte Silvana vom OK. «Es war urchig und gemütlich, auch wenn es kein Rock war», meinte einer der Besucher. Weil es ohne Unterbruch regnete, beschlossen die Organisatoren, die Musiker im Zelt aufspielen zu lassen. Bei geschlossenen Blachen entstand eine richtig stimmige Zeit. Das Trio Betschart und die Musikgesellschaft Mühlau zauberten gemütliche, rassige und auch lüpfige Musik ins Zelt.
Freitag und Samstag rockten sie die Bühne
Vier Bands heizten den Festivalbesuchern am Freitagabend ein. Die ersten waren die vierköpfige Rock Band Shrinx aus Zürich. Ihnen folgten drei Heavy Metal Bands: die Badener «Vicious Rain», «Mindcollision» aus Cham und die Ostschweizer «Unlsh». Sie alle hatten wohl Einfluss auf den Regen mit ihrem Sound, denn sobald sie spielten, stellte der Regen ab und die Besucher feierten.
Am Samstag begannen die Konzerte bereits um 14 Uhr. «EKK», der Geheimtipp aus Winterthur, machte den Auftakt. Ihnen folgten die explosiven «D’Or». Die Jungs von «Creeon» waren laut und stimmgewaltig, aber auch melodiös, im Anschluss stand die sechsköpfige Band «Emerald» als letzte Nachmittagsband auf der Bühne, bevor es mit den Luzernern «Kissin’Black, und «Royal Desolation» weiterging. Die Stimmung wurde mit dem Auftritt von «Chaoseum» als letzter Band nochmals richtig aufgeheizt.
Die Organisatoren sind zufrieden
Als Highlights nannte das OK am Freitag die Band «Unlsh» und am Samstag die «Royal Desolation». Silvana meinte: «Die haben unglaublich überzeugt. Aber auch die anderen Bands waren fantastisch, und durch die Abwechslung der verschiedenen Stile wurde ein breites Publikum angesprochen. Am Samstagnachmittag kamen trotz Regen auch viele Familien vorbei. Zum Glück liess der Regen jeweils nach, sobald die Bands ihre Auftritte hatten.
Wir legten Stroh auf der Wiese vor der Bühne aus. So konnte sich das Publikum bewegen und tanzen, ohne auszurutschen.» Auch sonst verliefen die Tage friedlich. Die Organisatoren fanden es toll, dass keine Zwischenfälle stattfanden. «Es gab keine Pöbeleien. Das zeigte uns wieder einmal, wie friedlich die hart aussehenden Rocker doch sind.»