Der Interkulturelle Abend vom vergangenen Samstag im reformierten Kirchgemeindesaal führte über 70 Menschen zusammen.
Im Zentrum stand die Region der Grossen Seen in Ostafrika – eine Region, in der bewaffnete Konflikte, wirtschaftliche Ausbeutung und ...
Der Interkulturelle Abend vom vergangenen Samstag im reformierten Kirchgemeindesaal führte über 70 Menschen zusammen.
Im Zentrum stand die Region der Grossen Seen in Ostafrika – eine Region, in der bewaffnete Konflikte, wirtschaftliche Ausbeutung und Flucht den Alltag vieler Menschen prägen.
Der Menschenrechtsaktivist Stanislas Mazibo Samuel aus Burundi sprach eindrücklich über die politischen Spannungen und die Rolle internationaler Akteure. Zur Sprache kam auch die Verantwortung westlicher Staaten und Konzerne: Der Abbau von Rohstoffen wie Kobalt oder Coltan, die auch für die Schweizer Industrie zentral sind, trägt wesentlich zu Gewalt und Vertreibung in der Region bei.
Viele der Anwesenden in Muri wissen aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, aus dieser Region fliehen zu müssen. Ihre Schicksale machten deutlich, dass die Folgen der Konflikte auch in der Schweiz spürbar sind. Fragen aus dem Publikum zeigten grosses Interesse an der Verbindung zwischen globaler Politik und dem Leben der Geflüchteten hier.
Ein burundisches Menü, frisch vor Ort zubereitet, sorgte für Begegnung auf kulinarischer Ebene. Zwei junge Köche aus Burundi kauften die Zutaten in Muri ein und bereiteten das Essen für alle Gäste zu – der Applaus war ihnen sicher.
Zum Abschluss erklangen Musik und Gesang. Für viele der anwesenden Flüchtenden war dieser Moment heilsam – ein Stück Heimat, das Kraft und Hoffnung schenkte.
Für den Verein: Marianne Kürsteiner