Steuersenkung von drei Steuerpunkten
21.11.2025 AuwAn der Gemeindeversammlung am Freitagabend nahmen 113 Stimmberechtigte teil. Alle Traktanden wurden einstimmig und ohne Diskussionen angenommen und stehen unter dem fakultativen Referendum. Zu reden gab die Freistellung des Försters Stefan Staubli.
IRIS CAGLIONI
...An der Gemeindeversammlung am Freitagabend nahmen 113 Stimmberechtigte teil. Alle Traktanden wurden einstimmig und ohne Diskussionen angenommen und stehen unter dem fakultativen Referendum. Zu reden gab die Freistellung des Försters Stefan Staubli.
IRIS CAGLIONI
Nach der Genehmigung des Protokolls der Sommergemeinde stellte Christoph Villiger zwei Kreditanträge, beide in Bezug auf den Abwasserverband Oberfreiamt.
Zum einen soll die Erneuerung der Heizung inklusive Blockheizkraftwerk vorgenommen werden. Villiger erklärte: «Das bestehende Blockheizkraftwerk ist am Ende seiner Lebensdauer und soll durch ein leistungsfähigeres Heizsystem ersetzt werden.»
Die Gesamtkosten für die Projektumsetzung mit Projektierungs- und Baukosten belaufen sich auf 972’900 Franken. Davon beträgt der Anteil der Gemeinde Auw im Verhältnis zur Einwohnerzahl 34,12 Prozent oder 331’953 Franken.
Der zweite Kreditantrag galt für die Überwachung des Entwässerungsnetzes. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Ara Oberfreiamt ist die Sanierung der Sonderbauwerke ein zentrales Thema. «Die hydraulische Auslastung bestimmter Leitungsabschnitte sollen neu überprüft und überwacht werden können», erklärte Villiger. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 680’000 Franken und der Kostenanteil von 34,12 Prozent, auch hier im Verhältnis zu der Einwohnerzahl, beträgt 232’000 Franken.
Budget mit Steuerfuss von 103 Prozent
Claudia Huwiler stellte das Budget vor: «Die Auswirkungen der letzten Steuerfusssenkung von 108 auf 106 Steuerprozent warteten wir ab, bevor wir weitere Senkungen vornehmen wollten.» Die Prüfung der Zahlen im Sommer war positiv. Darum erstellte das Gremium diverse Modellrechnungen mit verschiedenen Steuersätzen unter Berücksichtigung wichtiger Neuanschaffungen und Erfahrungswerte der letzten Jahre. Das traktandierte Budget mit einem Steuerfuss von neu 103 Prozent weist ein Gesamtergebnis ohne Spezialfinanzierungen im Minus auf. Der Aufwandüberschuss beträgt 152’500 Franken. Auch die beiden Spezialfinanzierungen Abwasserbeseitigung und Abfallwirtschaft werden jeweils mit einem Aufwandüberschuss budgetiert.
Eine würdige Verabschiedung von Erich Leu
Mit viel Achtung für das Geleistete richtete Marlis Villiger ihre Dankensworte an den abtretenden Leu. Sie zeigte auf, wie und in welchen Bereichen er wirkte und was er mit viel Engagement erreicht hatte. «Er leitete vier Jahre lang das Ressort Soziales, welches in seiner Wichtigkeit meist unterschätzt wird, weil es nur selten Traktanden dazu hat. Hier geht es unmittelbar um Menschen, die Hilfe brauchen und in Not sind.»
Ab 2022 wechselte Leu zum Ressort Hochbau und Liegenschaften. Villiger meinte: «Unzählige Baugesuche hast du betreut und bis zum Schluss begleitet.» Sie zählte diverse Projekte auf, welche Leu in seiner Amtszeit zum Abschluss brachte und schloss ihre Rede mit:
«Erich, für deinen grossen Einsatz, dein tiefes Engagement und deine Kraft zugunsten unserer Gemeinde während deiner Amtszeit danke ich dir herzlich im Namen aller.» Leu selbst verabschiedete sich mit einer kurzen Rede von den Stimmberechtigten und betonte: «Ich durfte an den Erfahrungen, die ich während meiner Amtszeit machte, persönlich wachsen. Die Tätigkeit im Gemeinderat erfordert mehr als nur Präsenz, es braucht Energie und Hingabe.» Er bedankte sich bei der Bevölkerung, der Verwaltung und bei seinen Amtskollegen. Sein grösster Dank ging an seine Ehefrau Edith. «Edith, du warst meine wichtigste Beraterin, mein Ruhepol und mein Rückhalt.»
Infos aus den Ressorts und Abschiede
Im Januar startet der Aufbau der Stahlkonstruktion beim Recycling-Center. Katja Zimmermann informierte: «Im April soll eröffnet werden. Im kommenden Jahr wird die Schule Auw noch zwei Mal eine Karton- und Papiersammlung durchführen, danach finden diese Sammlungen nicht mehr statt.»
Gemeindeammann Villiger informierte über das Ende von Taxito und die Beweggründe des Unternehmens, den Betrieb einzustellen. Die Kirchenpflege will das Pfarrhaus der Einwohnergemeinde verkaufen. An der kommenden Kirchenpflegeversammlung soll darüber abgestimmt werden. Für die im Pfarrhaus wohnenden Schwestern soll nach dem Erwerb eine gute Wohnlösung gefunden werden. Weiter informierte Villiger über die diversen Demissionen in den Kommissionen.
Einige Fragen zum Thema «Revierförster»
Seit der Information im Anzeiger über die sofortige Freistellung des Revierförsters von Wald Kommunal+, Stefan Staubli, kursieren Gerüchte im Dorf. So war es nicht verwunderlich, dass in der letzten Fragerunde eine Erklärung dazu eingefordert wurde. Hier verwies Gemeindeammann Villiger auf die Stillschweigevereinbarung, die zwischen den beiden Parteien getroffen wurde. Doch es stand nicht nur die Frage des «Warum» im Raum, sondern auch der Fakt, dass Staubli nun sechs Monatsgehälter beziehen werde, ohne dafür Leistung zu erbringen.
Villiger hielt die Diskussion im eng gesteckten Rahmen und konnte die Gemeindeversammlung nach einer knappen Stunde schliessen.


