pd | Das Theater Arth ist ein pulsierender Treffpunkt für Operettenbegeisterte aus der ganzen Schweiz. Wenn sich der Vorhang hebt, strömen Menschen aus allen Himmelsrichtungen in das traditionsreiche Haus am Zugersee – und besonders viele aus dem Freiamt. In dieser Saison ...
pd | Das Theater Arth ist ein pulsierender Treffpunkt für Operettenbegeisterte aus der ganzen Schweiz. Wenn sich der Vorhang hebt, strömen Menschen aus allen Himmelsrichtungen in das traditionsreiche Haus am Zugersee – und besonders viele aus dem Freiamt. In dieser Saison lockt die spritzige Operette «Gasparone» von Carl Millöcker das Publikum in Scharen an, und die Vorfreude ist überall spürbar.
Doch dieses Jahr liegt ein besonderer Zauber in der Luft: Das Theater Arth feiert sein 175-jähriges Bestehen! Zu diesem Jubiläum entstand eine Festschrift, die nicht nur Zahlen und Fakten, sondern auch die Seele des Theaters einfängt. Federführend daran beteiligt ist der 72-jährige Alfred Naef aus Sins, ein Chormitglied und ehemaliger SBB-Personalbereichsleiter. Gemeinsam mit Christian Ballat und Thomas Bachmann tauchte Naef tief in die Archive ein, durchstöberte vergilbte Protokolle und Zeitungsseiten und förderte dabei so manche vergessene Geschichte zutage. Das Ergebnis ist eine Jubiläumsschrift, die das Herzblut und die Leidenschaft der Theaterfamilie auf jeder Seite spürbar macht.
Die Arbeit daran war eine Reise durch die Zeit – manchmal mühsam, oft überraschend, immer spannend. «Es war anspruchsvoll, aber auch unglaublich faszinierend», erzählt Alfred Naef. Das Stöbern in den Archiven glich einer Schatzsuche, bei der jedes gefundene Dokument ein neues Puzzlestück zur Geschichte des Theaters war. Die letzten 75 Jahre wurden aus alten Zeitungsartikeln, den Archiven der Theatergesellschaft und dem Schwyzer Staatsarchiv lebendig rekonstruiert. Besonders wertvoll waren die Protokolle der Vorstandssitzungen und die Jahresberichte der Präsidenten, die von Mut, Zusammenhalt und Durchhaltewillen erzählen.
Mit jeder Seite wuchs die Begeisterung: «Es hat mich richtig gepackt, zu entdecken, wie früher am Theater Arth gearbeitet wurde», schwärmt Naef. Die Geschichten von Kampfgeist und Gemeinschaft in den Anfangsjahren sind beeindruckend. Und auch heute ist der Zusammenhalt spürbar – viele Mitglieder sind seit Kindertagen dabei, stehen heute in verantwortungsvollen Positionen oder immer noch auf der Bühne. «Wir sind eine grosse Familie», hört man oft – und genau das macht das Theater Arth so besonders.
Nicht nur Operettenliebhaberinnen und -liebhaber aus dem Freiamt zieht es nach Arth. Auch im Orchester sind Sinserinnen unverzichtbar: Anette Knierim am Cello und Simone Glauser an der Klarinette sorgen in dieser Saison für musikalische Glanzlichter. Die Aufführungen, die vom 24. Januar bis 22. März laufen, versprechen höchste Qualität und unvergessliche Momente.
Alfred Naef selbst steht im Chor der Schmuggler auf der Bühne und schwärmt von der Inszenierung: «Die Operette entführt uns mitten im Winter ins sonnige Sizilien, wo der legendäre Meisterdieb Gasparone für Aufregung, Verwicklungen und grosse Gefühle sorgt.» Die moderne Inszenierung überrascht mit originellen Ideen und ist ein echtes Highlight für alle Sinne. Naef freut sich auf die Premiere – und ist überzeugt: Diese Operette sollte niemand verpassen.
Informationen und Tickets gibt es unter www.theaterarth.ch