Sicher unterwegs mit dem Velo – dank guter Sichtbarkeit
30.10.2026 InformationenSeit der Zeitumstellung am letzten Sonntag wird es auf Schweizer Strassen früher dunkel. Nässe und Laub erhöhen zudem die Sturzgefahr. Die Suva zeigt, wie Velo- und E-Bike-Fahrende sicher durch den Herbst kommen.
pd/red | Sehen und gesehen werden ...
Seit der Zeitumstellung am letzten Sonntag wird es auf Schweizer Strassen früher dunkel. Nässe und Laub erhöhen zudem die Sturzgefahr. Die Suva zeigt, wie Velo- und E-Bike-Fahrende sicher durch den Herbst kommen.
pd/red | Sehen und gesehen werden ist im Strassenverkehr entscheidend. Wer mit dem Velo unterwegs ist, sollte deshalb auf eine gute Beleuchtung, Reflektoren und helle Kleidung achten. Das erhöht die Sicherheit bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit. Doch welche Ausrüstung ist gesetzlich vorgeschrieben und welche zusätzlichen Massnahmen sind sinnvoll? Wir bringen Licht ins Dunkel.
Gut sichtbar – auch bei Dunkelheit
Wie eingeschränkt unsere Sicht bei Dämmerung und Dunkelheit ist, wird oft unterschätzt. Wer nachts dunkle Kleidung trägt, wird von anderen Verkehrsteilnehmenden erst aus rund 25 Metern Entfernung erkannt. Bei höherem Tempo oder unübersichtlichen Strassenverhältnissen kann das gefährlich werden. Ein vorschriftsgemässes Velolicht hingegen ist bereits aus 100 Metern Entfernung sichtbar. Das verschafft allen Beteiligten wertvolle Reaktionszeit und kann Unfälle verhindern.
Diese Ausrüstung ist vorgeschrieben
Gemäss der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) muss ein Velo in der Schweiz über folgende Ausrüstung verfügen:
– Weisses, ruhendes Vorderlicht, bei Dunkelheit aus mindestens 100 Metern sichtbar
– Rotes, ruhendes Rücklicht
– Weisser Reflektor vorne (mindestens 10 cm²)
– Roter Reflektor hinten (mindestens 10 cm²)
– Orange Rückstrahler an den Pedalen
– Zwei funktionstüchtige Bremsen
– Intakte, ausreichend gepumpte Reifen mit genügend Profil
Für E-Bikes gilt zusätzlich eine Tagfahrlichtpflicht. Bei schnellen E-Bikes ist seit dem 1. April 2024 zudem ein Geschwindigkeitsmesser vorgeschrieben. Für bereits im Verkehr stehende Fahrzeuge läuft die Nachrüstfrist bis zum 1. April 2027.
Zusätzlicher Schutz auf zwei Rädern
Neben der obligatorischen Ausstattung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die eigene Sichtbarkeit und Sicherheit weiter zu verbessern. Empfehlenswert sind:
– Speichenreflektoren
– Leuchtwesten und reflektierende Accessoires wie Handschuhe oder Armbänder
– Velohelme mit integriertem Licht
– Reifen mit reflektierenden Seitenstreifen
– Eine Veloklingel
Eine gute Veloweste schützt nicht nur vor Wind, leichtem Regen und Kälte. Modelle in auffälligen Farben mit reflektierenden Elementen sorgen gleichzeitig dafür, dass Velofahrende besser wahrgenommen werden. Damit erfüllt die Weste gleich zwei wichtige Aufgaben.
Wann muss das Velolicht eingeschaltet sein?
Bei Dämmerung, Dunkelheit und eingeschränkter Sicht – etwa bei Regen, Nebel oder in Tunnels – ist eine funktionierende Velobeleuchtung Pflicht. Das weisse Vorderlicht und das rote Rücklicht müssen bei guten Wetterverhältnissen nachts aus mindestens 100 Metern erkennbar sein. Dabei dürfen sie andere Verkehrsteilnehmende nicht blenden. Zusätzliche Blinklichter sind erlaubt.
Für E-Bikes und E-Mountainbikes gilt auf öffentlichen Strassen, Wegen und Trails auch tagsüber eine Lichtpflicht.
Tipp: Die Beleuchtung sollte regelmässig kontrolliert werden. Besonders wichtig sind ein geladener Akku, eine sichere Befestigung und die richtige Ausrichtung. Denn selbst die beste Lampe nützt wenig, wenn sie verrutscht oder plötzlich ausgeht.
Bei Regen aufmerksam sein
Regen erschwert die Sicht im Strassenverkehr erheblich. Wassertropfen streuen das Licht von Strassenlampen und Autoscheinwerfern. Dadurch entsteht ein Lichtschleier, der Kontraste abschwächt und Velofahrende schlechter erkennbar macht.
Hinzu kommen Spiegelungen auf nassen Fahrbahnen. Sie können blenden und dafür sorgen, dass sich Personen auf dem Velo kaum noch vom Hintergrund abheben.
Besonders ungünstig ist bei solchen Bedingungen dunkle Regenbekleidung, da sie wenig Licht zurückwirft. Helle oder fluoreszierende Farben schaffen dagegen einen stärkeren Kontrast zur Umgebung. Reflektierende Elemente bleiben auch bei Regen wirksam und verbessern die Sichtbarkeit zusätzlich.
Deshalb lohnt es sich, beim Kauf von Regenbekleidung auf gut sichtbare Farben und reflektierende Streifen zu achten. So ist man auch bei schlechtem Wetter sicher unterwegs.

