pd | Der Herbst ist traditionell die Zeit der Jagd. Jagd findet im Aargau zwar zu jeder Jahreszeit statt. In der Zeit von Oktober bis Dezember werden aber in den Aargauer Wäldern gross angelegte Bewegungsjagden durchgeführt. Mit dem Ziel, dass der gesetzliche Auftrag der Jagd ...
pd | Der Herbst ist traditionell die Zeit der Jagd. Jagd findet im Aargau zwar zu jeder Jahreszeit statt. In der Zeit von Oktober bis Dezember werden aber in den Aargauer Wäldern gross angelegte Bewegungsjagden durchgeführt. Mit dem Ziel, dass der gesetzliche Auftrag der Jagd einerseits und die Freizeitaktivitäten im Erholungsraum Wald anderseits möglichst konfliktfrei und sicher nebeneinander stattfinden können, hat Jagd Aargau, die Organisation der Aargauer Jägerschaft, in einem Merkblatt unter dem Titel «Sicher im Wald während der Jagd» Informationen und Hinweise zusammengefasst. (Das Merkblatt ist auf der Webseite von Jagd Aargau www.ajv.ch abrufbar.)
Warnschilder beachten
Im Merkblatt wird darauf hingewiesen, dass bei den grossen Bewegungsjagden, die während der Tageszeit stattfinden, an den Waldzugängen orange Faltsignale oder Hinweistafeln «Achtung Jagd» aufgestellt werden. Diese Schilder stellen zwar kein generelles Betretungsverbot dar, sie sind aber eine dringende Warnung, dass ein aktiver Jagdbetrieb stattfindet und dieses Gebiet gemieden werden sollte.
Informationen zu jagdlichen Aktivitäten können von dem für das jeweilige Revier zuständigen Jagdaufseher erhalten werden. Die Kontaktdaten finden sich auf der Webseite von Jagd-Aargau.
Hinweise für das Verhalten
Das Merkblatt «Sicher im Wald während der Jagd» gibt auch Hinweise für das Verhalten bei Freizeitaktivitäten im Wald. Biker, die wegen ihres oft geräuschlosen Auftauchens für Wildtiere, wie auch für den Jagdbetrieb, eine besondere Herausforderung darstellen, werden an die Bestimmung im Aargauer Waldgesetz erinnert, wonach das Velofahren im Wald nur auf befestigten Wegen gestattet ist.
Hundehalterinnen und Hundehalter werden darauf hingewiesen, dass Hunde auch ausserhalb der Brut- und Setzzeit (April bis Juli) unter direkter Kontrolle stehen, das heisst, im Sichtbereich bleiben und abrufbar sein müssen und während einer laufenden Jagd an der Leine bleiben sollten. Reiterinnen und Reitern wird empfohlen, Gebiete mit Jagdwarnschildern konsequent zu meiden.
Über die grossen Herbstjagden hinaus empfiehlt das Merkblatt als goldene Regel, im Wald die Dämmerung zu meiden: «Die meisten Wildtiere sind in der Morgen- und der Abenddämmerung aktiv», so das Merkblatt. «Dies ist auch die Hauptzeit für die Einzeljagd, bei der keine Warnschilder aufgestellt werden. Wenn Sie den Wald in der Dämmerung und in der Nacht meiden und auf den Hauptwegen bleiben, geben Sie dem Wild Ruhe. Zudem tragen Sie zu einer sicheren Jagd bei.»
Das Merkblatt verweist schliesslich darauf, dass es sich im Aargau bei der Jagd um die Ausführung eines staatlichen Auftrages zur Regulierung der Wildbestände, und damit zum Schutz des Waldes, aber auch zur Vermeidung von Seuchen und zum Erhalt gesunder Wildbestände handelt, und dass vorsätzliche Störungen des Jagdbetriebs mit Bussen geahndet werden.
Möchten Sie wissen, wer in Ihrem Gebiet jagt oder ob eine Jagd geplant ist?
Ansprechpartner: Über die Webseite von JagdAargau finden Sie die Kontaktdaten des zuständigen Jagdaufsehers. Dieser gibt Ihnen gerne Auskunft über geplante Aktivitäten.
Im Zweifelsfall wenden Sie sich an die Kantonspolizei (117), welche die zuständige Jagdaufsicht kontaktiert.
Mehr Information unter: www.ajv.ch