Sanfte Klänge und ein rüüdig lustiges Volksstück
17.04.2026 SinsDie Premiere der Konzert- und Theaterreihe des Jodlerklub Heimelig Sins war ein voller Erfolg. Die Besucher konnten einen gemütlichen Abend mit feinem Essen, herzerwärmendem Gesang und mit viel Lachen geniessen.
IRIS CAGLIONI
Am Freitagabend ...
Die Premiere der Konzert- und Theaterreihe des Jodlerklub Heimelig Sins war ein voller Erfolg. Die Besucher konnten einen gemütlichen Abend mit feinem Essen, herzerwärmendem Gesang und mit viel Lachen geniessen.
IRIS CAGLIONI
Am Freitagabend öffneten sich die Türen des Küngsmattsaals zum ersten Konzert- und Theaterabend in dieser Saison. Bereits ab 18.45 füllte sich der Saal mit Begeisterten und unzähligen Delegationen, die sich noch vor den Aufführungen ein Abendessen gönnten. Bis zum Konzertstart und auch im Anschluss an das Theater sorgten das Schwyzerörgeli-Trio Betschart für volkstümliche Unterhaltung.
Im ersten Teil des Abends führte der Klub ein abwechslungsreiches Liederprogramm auf. Unter der Leitung von René Arnold sangen die Jodler wunderbar getragene und heimatbehaftete Lieder, darunter auch die bekannte Rockballade von Span «Louenesee». Ein Lied, welches vom Terzett Edith Siedler, René und Roger Arnold gesungen wurde, rundete den Konzertteil harmonisch ab.
Mit grosser Freude begrüsste Präsident Thomas Huwiler fünf neue Mitglieder im Verein.
Nach dem Konzert führte die Theatergruppe des Jodlerklubs ein Volksstück in vier Akten auf. «Es freut uns, das Theaterstück «Evelyn und Florian» von Josef Brun aufführen zu können. Dieses Stück mit Gesangseinlagen, geschrieben von unserem verstorbenen Ehrenmitglied, führen wir mit freudigem Andenken an Seppi auf», erklärte Huwiler.
Darum geht es
Der Vierakter handelt von zwei Kindern, die ihre Eltern verloren haben und als Vollwaisen von Pflegefamilien abhängig sind. Evelyn (Sarina Arnold) und ihr kleiner Bruder Florian (Levin Anderegg) wollen nicht mehr zu den ersten Pflegeeltern, den Chrattigers, zurück. Bauer Chrattiger (Pascal Anderegg) und seine tussige Frau Rosa (Nicole Hofer) hatten die Kinder nur wegen des Geldes aufgenommen.
Dann ist da das Ehepaar Loosli. Theres Loosli (Priska Hürlimann) hätte die Kinder liebend gerne aufgenommen, doch ihr Gatte, Schmiedemeister Kaspar Loosli (Matthias Steiner) stellt sich stur dagegen, denn er will keine fremden Kinder im Haus. Gemeindeammann Jakob Rogger (Martin Bachmann) kann nur hoffen, dass sich eine gute Lösung für die Kinder findet.
Die Lachmuskeln hatten viel zu tun
Das Stück lebt von vielen lustigen Episoden rund um das Wohl der Kinder. Dass alles am Ende gut wird, wie es sich für ein solches Volksstück gehört, dafür sorgen auch die kratzbürstige Schwester des Schmieds Chesänzi (Erika Huwiler), der Pfannenflicker Schaggomo (Urs Etter) mit seinem herrlichen Italo-Deutsch und seinem störrischen Esel. Auch die Grossmutter der Kinder, Frau Bonetti (Pia Rickenbacher), ist besorgt und versucht alles, um den Kindern zu helfen, genauso wie der schlurfende, Pfeife rauchende Geselle des Schmieds, Andreas (Willi Peter).
Grossartige Leistungen der
Theaterspieler
Alle Mitwirkenden, und speziell die beiden mitwirkenden Kinder, haben eine bemerkenswerte Leistung gezeigt. Spezialeffekte auf und hinter der Bühne gaben dem Stück die nötige Würze. Zu sehen und hören waren scharfzüngiger Humor und ein Hauch krimineller Energie, gepaart mit Familienknatsch, fehlgesteuertem Stolz und Liebesgesülze. Das Publikum quittierte die Leistungen aller mit viel Lachen und tosendem Applaus. Die Premiere in einem ausverkauften Haus konnte als erfolgreich verbucht werden.
Ein positives Fazit
Präsident Thomas Huwiler zeigte sich sehr zufrieden über die ersten Aufführungen. «Es hat alles wunderbar geklappt.» Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden auf, neben und hinter der Bühne, die es möglich machten, dass so viele Aufführungen überhaupt durchführbar sind. «Allen voran möchte ich dem seit Jahren treuen Publikum danken, aber auch dem Seilziehclub Sins für die langjährige Bereitschaft, im Service mitzuhelfen.» Für die bevorstehenden Aufführungen sind noch vereinzelte Plätze frei.
Freitag, 17. April, 20 Uhr. Samstag, 18. April, 20 Uhr. Sonntag, 19. April, 13.30 Uhr



