Ruhiges Jahr und klare Mehrheiten an der Generalversammlung
01.05.2026 VereineAm Freitag, 24. April hat die Wasserversorgungs-Genossenschaft Oberrüti (WGO) im Vereinslokal ihre 128. ordentliche Generalversammlung durchgeführt. Der Vorstand konnte den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern ein erfreulich ruhiges Betriebsjahr präsentieren – und zu ...
Am Freitag, 24. April hat die Wasserversorgungs-Genossenschaft Oberrüti (WGO) im Vereinslokal ihre 128. ordentliche Generalversammlung durchgeführt. Der Vorstand konnte den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern ein erfreulich ruhiges Betriebsjahr präsentieren – und zu allen Sachgeschäften die Zustimmung der Versammlung einholen.
Ein ruhiges Jahr im Netz
Nachdem das Vorjahr stark von der Suche nach grösseren Lecks geprägt war, fiel die Bilanz 2025 deutlich entspannter aus. Im Berichtsjahr blieb das Netz weitgehend ohne nennenswerte Vorfälle.
Die Wirkung der gezielten Lecksuche der Vorjahre zeigt sich auch in den Zahlen: Im Dorf wurden 140’053 m³ gepumpt und 120’917 m³ verkauft, was einem Verlust von 15,8 Prozent entspricht – nach 29,73 Prozent im Vorjahr fast eine Halbierung. In der Winterhalden lagen die Verluste bei 7,6 Prozent. Versorgt werden rund 1’600 Einwohnerinnen und Einwohner von Oberrüti.
Auch die Wasserqualität gibt keinen Anlass zur Sorge: Die Kontrollen 2025 fielen tadellos aus, das Grundwasser kann unbehandelt ins Netz abgegeben werden. Die Wasserhärte liegt im Dorf bei 14,8 °fH (weich), in der Winterhalden bei 36,5 °fH (hart). Die Nitratwerte bewegen sich mit 2,4 bzw. 26 mg/Liter klar unter dem Toleranzwert von 40 mg/Liter.
Investitionen tragen Früchte
Mehrere Grossprojekte der vergangenen Jahre konnten 2025 abgeschlossen oder in Betrieb genommen werden: Die neuen Schaltschränke in Pumphaus und Reservoir laufen, die vollautomatisierte Steuerung ist in Betrieb, und der Zählerschacht im Wiestal überträgt seine Daten direkt ins Reservoir. Der angepasste Vertrag mit Fenkrieden, der bisherige stammte aus dem Jahr 1993, regelt neu auch die Rückspeisung: Rund 3’500 m³ pumpt die WGO über das Reservoir nach Fenkrieden zurück.
Bei der grossen Pumpe gibt es einen Wermutstropfen: Eine Revision war nicht mehr wirtschaftlich, weshalb eine Neubeschaffung läuft. Bis zur Installation übernimmt die kürzlich revidierte kleine Pumpe den Betrieb.
Erwähnt wurde an der Versammlung auch eine Anfrage aus Ballwil: Die Nachbargemeinde kämpft weiterhin mit erhöhten Chlorothalonil-Werten und prüft, über Oberrüti und Sins zusätzlich rund 130’000 m³ Wasser pro Jahr zu beziehen. Da Oberrüti seine Konzessionsmenge erst zu rund einem Drittel ausschöpft, wäre eine Lieferung möglich.
Alle Geschäfte angenommen
Die Versammlung folgte dem Vorstand bei sämtlichen Abstimmungsgeschäften:
– Die Kreditabrechnung «Digitalisierung Leitungskataster» wurde genehmigt. Die Pläne sind weitgehend digitalisiert, einzelne ungenaue Stellen sollen in den kommenden Wochen direkt vor Ort per GPS nachvermessen werden.
– Auch die Kreditabrechnung «Netzverbund» fand Zustimmung.
– Der neu ausgehandelte Konzessionsvertrag mit der Gemeinde Oberrüti wurde gutgeheissen.
– Die Versammlung genehmigte den von der Revisionsstelle beantragten Teuerungsausgleich auf der Vorstandsbesoldung.
– Die Versammlung nahm zudem die Jahresrechnung 2025, die mit einem Verlust schliesst, sowie den Revisionsbericht ohne Gegenstimme an.
Fazit
Mit deutlich tieferen Wasserverlusten und abgeschlossenen Grossprojekten kann der Vorstand auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Alle Sachgeschäfte wurden, bei zwei Enthaltungen bei einem Geschäft, angenommen. Die WGO ist technisch auf dem aktuellen Stand und bleibt mit ihrer Konzessionsreserve auch für regionale Anfragen wie jene aus Ballwil gut gerüstet.
Danksagung
Dass die Genossenschafter trotz langer Traktandenliste bestens gelaunt blieben, lag nicht zuletzt am ausgezeichneten Essen und am charmanten Service des Damenturnvereins Oberrüti. Herzlichen Dank!
Für die Genossenschaft: Marcel Jauk

