Ärger im Verkehr: Schuld sind die anderen
02.10.2026 InformationenFast die Hälfte der Bevölkerung ärgert sich mehrmals pro Woche oder täglich über andere Verkehrsteilnehmende. Besonders häufig ist da auf der Strasse der Fall. Im öffentlichen erkehr sorgen vor allem Lärm und liegengelassener Abfall für Unmut. ...
Fast die Hälfte der Bevölkerung ärgert sich mehrmals pro Woche oder täglich über andere Verkehrsteilnehmende. Besonders häufig ist da auf der Strasse der Fall. Im öffentlichen erkehr sorgen vor allem Lärm und liegengelassener Abfall für Unmut. Das zeigt der AXA Mobilitätstacho 2026.
pd | Rund die Hälfte der Befragten nervt sich mehrmals pro Woche (26 Prozent) oder täglich (23 Prozent) über andere Verkehrsteilnehmende. Wer vorwiegend auf der Strasse unterwegs ist, ärgert sich dabei häufi er als Personen, die hauptsächlich den öffentl - chen Verkehr nutzen.
Autofahrerinnen und Autofahrer stören sich besonders an dichtem Auffa - ren (63 Prozent), abgelenkten Personen am Steuer (59 Prozent), fehlendem Blinken (57 Prozent) und zu langsamem Fahren (51 Prozent). Wer zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs ist, nimmt hingegen rücksichtsloses Verhalten gegenüber Fussgängerinnen und Velofahrern sowie überhöhte Geschwindigkeiten besonders häufig als Ärgernis wahr. Umgekehrt sorgt auch das Verhalten von Velo- und E-Bike-Fahrenden für Unmut.
«Wer gestresst fährt, sich schnell aufregt oder aggressiv reagiert, ist weniger konzentriert und macht beim Fahren mehr Fehler», sagt Luca Genovese vom AXA Kompetenzzentrum Mobilität. Er rät dazu, ruhig zu bleiben und Rücksicht zu nehmen.
Lärm stört im ÖV
Im öffentli hen Verkehr ärgern sich fast drei Viertel der Nutzenden über lautes Telefonieren oder Medienkonsum ohne Kopfhörer. Auch liegengelassener Abfall (68 Prozent), Füsse auf den Sitzpolstern (55 Prozent) und starke Gerüche (53 Prozent) stören viele.
Die meisten Befragten fühlen sich unterwegs meistens oder immer sicher. Bei Personen auf dem Velo oder E-Bike ist das Sicherheitsgefühl allerdings geringer. Drei von vier haben mehr Angst davor, durch andere in einen Unfall verwickelt zu werden, als selbst einen zu verursachen.
Velofahrende besonders zufrieden
Am zufriedensten mit ihrem Hauptverkehrsmittel sind Velofahrerinnen und Velofahrer. Auch Autofahrende zeigen sich überwiegend zufrieden. Von den Personen, die hauptsächlich den ÖV nutzen oder zu Fuss gehen, würde sich dagegen beinahe die Hälfte lieber auf andere Weise fortbewegen.
71 Prozent der Befragten empfinden ihre tägliche Mobilität als wertvolle Zeit. Gleichzeitig bezeichnet rund die Hälfte das Unterwegssein als zumindest etwas belastend und erschöpfend. Am häufig ten fühlen sich ÖV-Nutzende belastet, am seltensten Personen, die hauptsächlich zu Fuss oder mit dem Velo beziehungsweise E-Bike unterwegs sind.
Für den AXA Mobilitätstacho 2026 befragte das Forschungsinstitut Sotomo im April 1’788 Erwachsene aus der Deutschschweiz und der französischsprachigen Schweiz online.
