Premiere für Gemeindeammann Jakob Sidler
12.06.2026 SinsVon 2’887 Stimmberechtigten fanden sich 118 im Küngsmattsaal ein, um der Sommergemeindeversammlung beizuwohnen. In knapp 45 Minuten wurden sämtliche Traktanden vorgestellt und einstimmig verabschiedet.
IRIS CAGLIONI
Mit Worten über die ersten ...
Von 2’887 Stimmberechtigten fanden sich 118 im Küngsmattsaal ein, um der Sommergemeindeversammlung beizuwohnen. In knapp 45 Minuten wurden sämtliche Traktanden vorgestellt und einstimmig verabschiedet.
IRIS CAGLIONI
Mit Worten über die ersten fünf Monate mit dem neu zusammengesetzten Gemeinderat und Informationen zur Planung der Legislaturperiode eröffnete Gemeindeammann Jakob Sidler die Gemeindeversammlung. In Bezug auf die globale geopolitische Lage meinte Sidler: «Es ist anzunehmen, dass auch wir und unsere KMU unter den stetig steigenden Energiekosten zu leiden haben. Wir werden uns mit höheren Kosten und geringeren Einnahmen auseinandersetzen müssen.»
Jahresrechnung
Die Jahresrechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von rund 1’370’500 Franken. Der Betrag wird den kumulierten Ergebnissen der Vorjahre entnommen. Im Budget 2025 wurde mit einem Aufwandüberschuss von 882’450 Franken gerechnet. Folglich wird ein um 488’000 Franken schlechteres Ergebnis ausgewiesen. Vizeammann Marco Meier erörterte die Jahresrechnung und begründete das negative Rechnungsergebnis mit den höheren Ausgaben in den Bereichen «Umweltschutz und Raumordnung», «Verkehr» und «Soziale Sicherheit».
Spezialfinanzierungen
Die Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 382’000 Franken und weist ein Vermögen von knapp fünf Millionen auf. Die Abfallbewirtschaftung hingegen schliesst mit einem Aufwandsüberschuss von rund 40’000 Franken. «Dieser Betrag wird aus der Reserve entnommen», so Meier.
Kreditabrechnung
Die Baukostenabrechnung wurde durch die Katholische Kirchgemeinde geführt. Sie zeigt eine Kreditunterschreitung von Fr. 474’278.80. Meier erörterte: «Im Wesentlichen ist die Kreditunterschreitung auf die vorteilhaften Arbeitsvergaben und die Ausgabendisziplin zurückzuführen.»
Die Beteiligung der Katholischen Kirchgemeinde hat sich auf ein Kostendach beschränkt. Die günstigere Kostenabrechnung geht damit zugunsten der Einwohnergemeinde. Die Zusammenarbeit zwischen der Kirchgemeinde und der Einwohnergemeinde betreffend dem Kulturhaus Küngsmatt ist in einem Dienstbarkeitsvertrag geregelt.
Informationen aus den Ressorts
Jakob Sidler informierte zu den personellen Belangen der Kanzlei. Neu eingestellt wurden Thomas Liechti als Gemeindeschreiber II und Raphael Weinberger als Sachbearbeiter. Am 1. Juli nimmt Ursula Staubli ihre Arbeit auf als Leiterin der Finanzverwaltung, und Mitte August startet Sarina Balmer als Sachbearbeiterin.
Bei den Hauswartungen musste der gesamte Bereich wegen vieler unfallund krankheitsbedingter Ausfälle sowie einer Pensionierung neu organisiert werden. Adrian Bachmann wurde die Leitung übergeben, und ab 1. September startet Samuel Schwarzenberger im Team.
Das Projekt «Busbahnhof mit neuem Bahnhofplatz» ist weit fortgeschritten. «Wir hoffen, das Projekt an der kommenden Wintergemeinde vorstellen zu können.» Der Abwasserverband hat die neue Eigentümerstrategie erarbeitet und wird sie an der kommenden Wintergemeinde vorstellen. Sidler meinte auch: «Seit Anfang Mai ist klar, dass auch Oberrüti und Dietwil zu unserem Verband dazustossen werden. Diese beiden Gemeinden wurden durch uns in allen Planungen schon immer miteinbezogen. Somit entstehen keine Rückschritte in unserer Planung.»
Ressorts von Marco Meier und Pius Vogel
Der Verkaufsprozess der Langweid Nord sollte nach den Sommerferien starten können. Die Statuten der Wohnbaugenossenschaft sind erstellt. «In den nächsten Wochen wird diese Genossenschaft gegründet und später werden wir mit einer Info-Veranstaltung an die Bevölkerung gelangen.» Zum Thema «Sprachstandserhebung und Förderbedarf» meinte Vogel: «Die Erhebung müssen wir machen, doch die Entscheidung, die Massnahmen zu nutzen, liegt bei den Eltern.» Die Mittelstufenschüler der Primarschule Aettenschwil müssen neu nach Sins in die Schule. Aktuell werden ein Transportkonzept erarbeitet und die Tagesstrukturen überprüft und allenfalls angepasst.
Die Pilotphase der Jugendförderung ist beendet. An der Wintergemeinde soll abgestimmt werden, wie es weitergehen soll. Vorausschauend informiert er zu kommenden Anlässen wie Seis und Gloria im Oktober, zum Generationen-Workshop im November, zum Jodlerfest im Juni 2028 und über die neuen zusätzlichen Kommunikationskanäle der Gemeinde in den gängigen sozialen Medien, welche nach den Sommerferien aufgeschaltet werden.
Ressorts von Roger Arnold und Chiara Bühlmann
Arnolds Informationen bezogen sich auf den Gestaltungsplan an der Kirchstrasse beim «Areal Villiger-Druckerei». «Der Stand des Perimeters Kirchstrasse ist so, dass wir bis Ende September die Richtprojekte präsentiert bekommen.» Weiter meinte Arnold, dass eine Strategie zur Revision der Nutzungsplanung im Laufe der Legislatur ins Auge gefasst werden könnte.
Bühlmann berichtete, dass aktuell geprüft wird, die Sozialen Dienste zu regionalisieren. Sie zeigte die damit verbundenen Vorteile auf. Weiter rief sie in Erinnerung, dass jeweils am dritten Dienstag des Monats eine kostenlose Rechtsberatung zur Verfügung steht.
Der abschliessende Dank des Gemeindeammanns galt den Spendern des Apéros, den Mitgliedern des neu gegründeten Kegelvereins Sins.


