Neuzuzüger sehen mehr als erwartet
19.06.2026 SinsAm diesjährigen Neuzuzügeranlass lernten die Teilnehmenden die verschiedenen Ortsteile, die Geschichte und das vielfältige Dorfleben kennen. Dank einer kleinen Verwechslung des Carchauffeurs bekamen sie sogar noch etwas mehr zu sehen als ursprünglich geplant. ...
Am diesjährigen Neuzuzügeranlass lernten die Teilnehmenden die verschiedenen Ortsteile, die Geschichte und das vielfältige Dorfleben kennen. Dank einer kleinen Verwechslung des Carchauffeurs bekamen sie sogar noch etwas mehr zu sehen als ursprünglich geplant.
RAHEL HEGGLIN
Nach einer Begrüssung durch den gesamten Gemeinderat begaben sich die rund 30 Neuzugezogenen am vergangenen Samstagmorgen auf eine Carrundfahrt, quer durch die verschiedenen Ortsteile von Sins. Als Reiseleiter fungierte Gemeinderat Pius Vogel, der mit viel Charme und Fachwissen die historische Entwicklung der Gemeinde, ihre Rolle als regionales Zentrum und die Besonderheiten der einzelnen Weiler erklärte. So erfuhren die Gäste Interessantes über die Geschichte von Meienberg, die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur, die Bedeutung der Landwirtschaft und die hohe Lebensqualität in der Region.
Ein ungeplanter Umweg
Für einen zusätzlichen Programmpunkt sorgte unfreiwillig der Chauffeur. Statt zur Winterhalde in Sins führte die Route zunächst zur Winterhalde in Oberrüti. Der kleine Irrtum sorgte bei allen Beteiligten für Schmunzeln und beeinträchtigte die gute Stimmung keineswegs. Im Gegenteil: «Die Neuzuzüger kamen so in den Genuss eines weiteren Weilers und erhielten einen zusätzlichen Eindruck der Nachbargemeinde», freute sich Vogel.
Vogel spannte während der Tour immer wieder den Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zeigte auf, wie sich Sins in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat und welche Projekte die Gemeinde aktuell beschäftigen.
Lebendige Vereine und starke Gemeinschaft
Ein wichtiger Schwerpunkt der Rundfahrt wurde auch auf das gesellschaftliche Leben gelegt. Vogel betonte, dass Sins weit mehr ist als eine reine Wohngemeinde. «Über 70 Vereine aus den Bereichen Sport, Kultur, Musik und Gesellschaft prägen das Dorfleben. Hinzu kommen traditionelle Anlässe wie der Broggemärt, die Fasnacht, der Weihnachtsmarkt in Meienberg oder das zum ersten Mal geplante Open-Air-Kino beim Kulturhaus.» Weiter informierte er, dass sich dank einem breiten Bildungsangebot sowie zahlreichen ergänzenden Angeboten wie Bibliothek, Ludothek, Musikschule und vielfältige Freizeitmöglichkeiten, Familien rasch in Sins zu Hause fühlen.
Starker Wirtschaftsstandort
Nach rund der Hälfte der Rundfahrt legte die Gruppe im Restaurant Kaufmann in Alikon einen Halt ein, wo sie sich mit einem Kaffee, Gipfeli und Früchtespiessen stärkte. Zudem war Andreas Gnädinger, Vizepräsident des Gewerbevereins Sins und Umgebung, vor Ort und erklärte, wie wichtig es ist, die ansässigen Unternehmen zu unterstützen: «Wir haben hier ein starkes Gewerbe und ein starkes Handwerk. Die Region positioniert sich bewusst als Ausbildungsstandort und verfügt über eine grosse Vielfalt an Berufsmöglichkeiten», so Gnädinger. Dies unterstrich er mit Zahlen: Von den rund 170 Mitgliedsbetrieben des Gewerbevereins bilden etwa 60 Unternehmen Lernende aus und bieten Lehrstellen in mehr als 65 verschiedenen Berufen an. «Diese Vielfalt ist ein wichtiger Standortvorteil und eröffnet jungen Menschen attraktive Perspektiven direkt vor der Haustür.»
Auch die Zusammenarbeit innerhalb der Region wurde hervorgehoben. Der Gewerbeverein engagiert sich unter anderem als Gründungspartner der Standortinitiative «Freiamt Mittendrin» und setzt sich gemeinsam mit Gemeinden, Schulen und Unternehmen für die Stärkung der Region ein. Zum Abschluss seines Referates erhielten alle anwesenden Neuzuzüger einen Einkaufsgutschein, welchen sie in den lokalen Betrieben einlösen dürfen.
Zeichen für gelungene Integration
Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und erste Netzwerke aufzubauen. Während der Gespräche zeigte sich, dass der Grund für einen Zuzug häufig derselbe war. Entweder war es die Nähe zum Arbeitsort oder die bezahlbare Wohnung. Was aber alle gleich hatten: dass sie die Gemeinde, die Region mit ihrer Natur und den Freizeitangeboten sowie die Einladung zum Neuzuzügeranlass sehr schätzen.


