Neues Feuerwehrlokal mit Nebennutzung
25.09.2026 AuwAm Info-Anlass am Dienstagabend informierte der Gemeinderat zum Kreditantrag, der für die Planung eines neuen Feuerwehrlokals mit Nebennutzung an der nächsten Gemeindeversammlung traktandiert ist. Die Anwesenden diskutierten angeregt mit.
IRIS CAGLIONI
...Am Info-Anlass am Dienstagabend informierte der Gemeinderat zum Kreditantrag, der für die Planung eines neuen Feuerwehrlokals mit Nebennutzung an der nächsten Gemeindeversammlung traktandiert ist. Die Anwesenden diskutierten angeregt mit.
IRIS CAGLIONI
Die Auwer Gemeinderätin Katja Zimmermann informierte über die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrgebäudes. Die Platzverhältnisse sind aktuell nicht mehr genügend, dies wurde auch in den Inspektionsberichten der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) von 2018 und erneut 2024 vermerkt.
Zimmermann erklärte: «In den letzten 40 Jahren hat sich die Bevölkerungszahl von Auw mehr als verdoppelt.» Sie zeigte auf, wie sich das Gemeindewachstum auf die Feuerwehr auswirkte. Die AGV stufte aufgrund des Gemeindewachstums die Feuerwehr von der Grössenklasse 2 in die Grössenklasse 3 ein, was zur Folge hatte, dass Anschaffungen nötig wurden. «Wir mussten ein grösseres Tanklöschfahrzeug anschaffen, ein Mehrzweckfahrzeug und ein Pionierfahrzeug. Die Anforderungen an die Mannschaft und das Material wurden grösser und verlangen Anpassungen.» Was 1987 genügend Platz bot, sei heute mit den zusätzlichen Fahrzeugen ein extrem beengter Raum.
Möglicher Bezug im Herbst 2030
Der Gemeinderat hat auf der Parzelle neben dem Recyclingcenter mittels einer Machbarkeitsstudie den optimalen Platz für ein neues Feuerwehrlokal gefunden. Es bietet sich an, dort als Aufbau ein Obergeschoss mit multifunktionalem Ausbau zu erstellen. Diese Räume können mittelfristig als Unterkunft für Schutzbedürftige genutzt werden. Denn der aktuelle Raum für sie wird in den nächsten Jahren knapp und herausfordernd.
Im Optimalfall und ohne Einsprachen gehen die Behörden davon aus, dass der Bau 12 Monate dauert und im Herbst 2030 bezugsbereit ist.
Angeregte Diskussionsrunde
Die Ausführungen wurden aufmerksam von den anwesenden Auwerinnen und Auwern angehört und lösten eine spannende Diskussion aus. Man solle grösser denken und ein weiteres Geschoss obendrauf bauen. Hier informierte der anwesende Architekt Daniel Zehnder, dass dies grundsätzlich auch mit der Statik möglich wäre. «Sinnvoll wäre es allerdings, dies von Anfang an zu planen. Und das würde natürlich das ganze Projekt verteuern.» Eine weitere Stimme meinte, man könnte doch das ganze Gebäude grösser bauen, damit auch andere Nutzer darin Räume finden würden. Diese wären allenfalls bereit, sich finanziell zu beteiligen. Dazu meinte die zuständige Gemeinderätin: «Wir könnten uns vorstellen, dass das heutige Feuerwehrgebäude umgenutzt wird, zum Beispiel vom Werkdienst, Bauamt, Wald kommunal+ oder auch von der Wasserversorgung. Aber wir nehmen diesen Input mit.»
Alternative Bauplätze
Die Parzelle oberhalb des heutigen Feuerwehrgebäudes waren auch geprüft worden. Hier sind Parkplätze angedacht. «Die Parkplätze, die aufgrund des Neubaus wegfallen, ersetzen wir auf dieser Wiese. Auch das Militär braucht den Platz, um seine Fahrzeuge zu stellen», informierte Zimmermann. Als Bauplatz für das neue Feuerwehrgebäude sei diese Wiese jedoch ungeeignet. Architekt Zehnder meinte dazu: «Das wird ein Gebäude, das gut in eine Gewerbezone passt, aber unschön ist mitten in der Wohnzone. Der Bau wird zirka fünf bis sechs Meter hoch, wenn nur ein Geschoss als Nebennutzung darauf gebaut wird.»
Meinungen zur Finanzierung
Der Planungskredit über 400’000 Franken beinhaltet 50’000 Franken für das Planerwahlverfahren und 350’000 Franken als Projektierungskredit.
Der Baukredit liegt schätzungsweise bei 5,1 Millionen Franken. Zimmermann informierte weiter, dass die AGV zirka 30 Prozent der Kosten für den Anteil des Feuerwehrlokal beisteuern wird.
Diese 400’000 Franken seien doch zu viel, nur um zu planen, meinte einer der Anwesenden. Zehnder relativierte und empfahl den Anwesenden, den Planungskredit nicht zu senken, denn genaues Planen zahle sich schlussendlich aus.
Gemeinderätin Claudia Villiger, die den Ressort Finanzen betreut, meinte, dass noch weitere grosse Investitionen auf die Gemeinde zukommen werden. «Die von uns angedachte Grösse des Baus können wir finanziell auch stemmen.»



