Neue Willkommenstafeln für Dorf und Weiler
23.01.2026 BeinwilSeit 20 Jahren begrüssen am Dorfeingang von Beinwil silbrige Tafeln die Menschen, die in das Gemeindegebiet kommen. Nun sollen neue Tafeln mit LED-Beleuchtung diese ablösen. Zusätzliche Gelder benötigt die Gemeinde dafür nicht.
RAHEL HEGGLIN
...Seit 20 Jahren begrüssen am Dorfeingang von Beinwil silbrige Tafeln die Menschen, die in das Gemeindegebiet kommen. Nun sollen neue Tafeln mit LED-Beleuchtung diese ablösen. Zusätzliche Gelder benötigt die Gemeinde dafür nicht.
RAHEL HEGGLIN
Die 30-tägige Auflagefrist für das Projekt zur neuen Dorfeingangsgestaltung ist seit dem 6. Januar abgeschlossen, Einsprachen sind während dieser Zeit keine eingegangen. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Erneuerung der Willkommenstafeln getan, die künftig Beinwil repräsentieren sollen. «Das Ziel der neuen Tafeln ist eine identifikationsstiftende Lösung für das grossflächige Gemeindegebiet, inklusive Horben», erklärt Gemeindeammann Stefan Zemp. Neben den eigentlichen Stelen sind vorproduzierte Einschubtafeln vorgesehen, die für Botschaften wie Hinweise auf Gemeindeversammlungen genutzt werden können. «In Absprache mit den Vereinen haben wir auf eine weitergehende Informationsübermittlung verzichtet. Die Vereine bewerben ihre Veranstaltungen weiterhin individuell», so Zemp. Ebenso wird bewusst auf eine digitalisierte Darstellung der Informationen verzichtet.
Weiler und Gestaltung
Die Gemeinde nutzt die Neugestaltung, um zusätzliche Standorte mit den gleichen Tafeln auszurüsten. «Damit wollen wir die Identität des Dorfes und den Zusammenhalt mit den umliegenden Weilern widerspiegeln», erklärt der Gemeindeammann. Entsprechend werden die Weiler Brunnwil, Wallenschwil, Winterschwil, Wiggwil und auch der Horben ins Konzept eingebunden. Zemp erklärt: «So wird auch auswärtigen Besucherinnen und Besuchern klar, dass der Horben zur Gemeinde Beinwil gehört.»
Gestalterisch bleibt das Gemeindewappen das zentrale Element. Es nimmt Bezug auf die Linde, die Verwurzelung und die Natur. Das Wappen wird aus Blech ausgestanzt und mit einer indirekten LED-Beleuchtung versehen, sodass es auch bei Nacht seine Wirkung entfaltet.
Bewilligungsverfahren
Über mehr als ein Jahr hat sich der Gemeinderat gemeinsam mit einer Projektgruppe intensiv mit dem Vorhaben beschäftigt. Zu den Hauptarbeiten gehörten die Ausarbeitung der Idee, die Absprache mit den Vereinen bezüglich der Publikation von Vereinsanlässen, die grafische Umsetzung, die Suche nach Partnern für die Realisierung sowie der Bau und das Testen eines Prototyps. «Es braucht viel, damit eine Nicht-Standardlösung umsetzbar wird», sagt Zemp. Deshalb ist er froh um die gefunden Partner Profilpress, BKW Energie AG und den Grafiker Andreas Iten, die die Gemeinde bei ihrem Vorhaben unterstützen. Weiter freut er sich, dass auch die Zustimmung der Landeigentümer unisono erfolgte: «Dort, wo die Tafeln nicht auf Gemeindeland stehen, war die Zustimmung der Landeigentümer erforderlich. Diese wurde in allen Fällen erteilt, wofür ich mich im Namen der Gemeinde bedanke.»
Da die Eingangstafeln mehrheitlich in der Landwirtschaftszone, in der Weilerzone oder entlang von Kantonsstrassen stehen, ist für die Baubewilligung die Zustimmung des Kantons notwendig. Der zeitliche Aufwand für diese Prüfung hängt von der aktuellen Arbeitslast beim Kanton ab.
Keine zusätzlichen Kosten
Finanziert wird das Projekt über den Kulturfonds. Dieser stammt aus den Einnahmen des Deponiebetriebs. Wie hoch die Kosten für die neuen Willkommenstafeln sind, hängt davon ab, in welchem Umfang das projektierte Konzept umgesetzt werden kann. Insbesondere hinsichtlich der Anzahl Standorte und der LED-Beleuchtung. «Pro Eingangstafel rechnet die Gemeinde mit Gesamtkosten von rund 8’000 Franken. Da wir diese Ausgaben über den Kulturfonds decken können, bleibt die Erfolgsrechnung aufwandneutral», bestätigt Zemp.
Mit der Umsetzung startet die Gemeinde, sobald alle Bewilligungen vorliegen. Nach aktuellem Stand wird davon ausgegangen, dass mindestens die Dorfeingangstafeln in diesem Jahr realisiert werden können.



