Die neue Erdkabelleitung zwischen dem Unterwerk Langacher Cham und dem Unterwerk in der Sinser Industrie Nord ist am Netz. Der Rückbau der 50 Kilovolt-Freileitung Cham Bibersee – Sins wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.
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Die neue Erdkabelleitung zwischen dem Unterwerk Langacher Cham und dem Unterwerk in der Sinser Industrie Nord ist am Netz. Der Rückbau der 50 Kilovolt-Freileitung Cham Bibersee – Sins wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.
IRIS CAGLIONI
Auf einer Länge von fünfeinhalb Kilometern wurde diese neue Hochspannungsleitung in den Boden verlegt. Die Erdkabelleitung ersetzt die bestehende Freileitung, verfügt über eine höhere Übertragungskapazität und wertet durch die Erdverlegung das Landschaftsbild in der Region auf.
Notwendig wurde der Ersatz der Leitungen mit Baujahr 1977/78, damit der Strom auch in Zukunft sicher und zuverlässig zu den nachgelagerten Energieversorgern transportiert werden kann.
Kanton und Gemeinden übernehmen Mehrkosten
Die neue Leitung zwischen Langacher und Sins stärkt die Versorgungssicherheit und die Leistungsfähigkeit der Netzinfrastruktur im Kanton Zug. Weiter ist sie ein bedeutender Meilenstein. «Denn auf diese Weise ist dies die erste Erdleitung im Kanton Zug, also mit finanzieller Zusammenarbeit des Kantons und zweier Gemeinden», informiert Axpo-Mitarbeiter Mario Geng.
Das rund 6,8 Millionen Franken schwere Projekt wird mit 3,73 Millionen Franken durch die Axpo finanziert, 3,06 Millionen Franken übernimmt der Kanton, wobei zehn Prozent des Beitrags des Kantons Zug von den Gemeinden Cham und Hünenberg getragen werden.
Regierungsrat und Baudirektor des Kantons Zug, Florian Weber, meinte in seiner Ansprache: «Das Projekt steht für ein modernes und leistungsfähiges Stromnetz und sorgt für eine Aufwertung des Landschaftsbilds.»
Vollständige Spannungsumstellung im Kanton Zug in Sicht
Die Verbindung der Unterwerke Langacher, betrieben durch die WWZ, und Sins, betrieben durch AEW, wurde am 19. Juni ans Netz genommen. Die Betreiber wollen im Juli 2027 die Spannungsumstellung von 50 auf 110 Kilovolt vornehmen. Damit wäre die vollständige Spannungsumstellung im Kanton Zug realisiert.
Sollte es Störungen im Leitungsnetz geben, müsste gegraben werden. Doch die zuständigen Fachpersonen relativieren: «Wir müssen dann mit Sensoren die Störung lokalisieren und buddeln», informierte Geng.