Sammelstelle Abwasserpumpwerk; Änderung Öffnungszeiten, Korrigenda
Bei der Veröffentlichung in der vergangenen Woche hat sich ein Fehler eingeschlichen: Die Sommeröffnungszeiten der Sammelstelle beim Abwasserpumpwerk gelten jeweils vom 1. April (und nicht ...
Sammelstelle Abwasserpumpwerk; Änderung Öffnungszeiten, Korrigenda
Bei der Veröffentlichung in der vergangenen Woche hat sich ein Fehler eingeschlichen: Die Sommeröffnungszeiten der Sammelstelle beim Abwasserpumpwerk gelten jeweils vom 1. April (und nicht bereits vom 1. März) bis zum 31. Oktober. Noch bis Ende dieses Monats ist die Sammelstelle wie folgt geöffnet: Montag von 7.30 bis 9 Uhr und Samstag von 10 bis 11.30 Uhr.
Die Gemeindeverwaltung bittet diese Fehlinformation zu entschuldigen.
Der Kiebitz – seltener Brutvogel in der Mühlauer Reussebene
Da sich in der Mühlau Reussebene einige der letzten Kiebitz-Brutplätze im Aargau befinden, hat der Gemeinderat Herrn Roland Temperli, Fachspezialist Naturschutzunterhalt, darum gebeten, diesen Vogel kurz vorzustellen. Hier sein Artikel:
«Mit ihrer Federholle, der farbenfrohen Gefiederzeichnung sowie ihrer Stimme sind Kiebitze unverkennbar. Als ‹Watvogelart› bewohnen sie feuchte Offenlandschaften. Baumfreie und strukturarme Flächen bieten dieser bodenbrütenden Art den nötigen Überblick, um zeitig auf Fressfeinde wie den Fuchs reagieren zu können. Feuchte und lückige Böden mit niedriger Vegetation, bieten dem Kiebitz bestmögliche Bedingungen, um seine nestflüchtenden Jungvögel aufzuziehen.
Nur noch rund 200 Kiebitzpaare brüten in der Schweiz. Die Art gilt als ‹stark gefährdet› und konnte sich in den letzten Jahren nur aufgrund verschiedener schweizweiter Förderprojekte in ihrem Bestand halten. Im Aargau sind die letzten regelmässig besuchten Brutplätze in der Reussebene zwischen Bremgarten und Mühlau zu finden. Etwa 15 Brutpaare zählt der Aargau noch, wovon rund ein Drittel die Mühlauer Reussebene bewohnt.
Ab Ende Februar kehrt der Kiebitz jeweils aus seinen Überwinterungsgebieten im Mittelmeerraum an seinen angestammten Brutplatz zurück. So auch in Mühlau. Einzelne Paare brüten im Rüssschacher Naturschutzgebiet, andere auf angrenzenden offenen Ackerflächen verschiedener Landwirtschaftsbetriebe.
Um die letzten Aargauer Kiebitze zu erhalten, hat der kantonale Unterhaltsdienst der Abteilung Landschaft und Gewässer 2018 ein Förderprojekt gestartet. Verschiedene Massnahmen wurden seither umgesetzt. Vor einigen Wochen konnte als Beispiel innerhalb des Naturschutzgebiets Rüssschachen eine wichtige Brutinsel saniert werden. Und in Zusammenarbeit mit den lokalen Landwirtschaftsbetrieben wurden Fördermassnahmen umgesetzt. Unter anderem konnten in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Kiebitze auf Ackerflächen der Familie Müller (Allmend Mühlau) schlüpfen, und einige wurden auch flügge.
Nach Ihrer Rückkehr aus den Überwinterungsgebieten können die Kiebitze wieder im Mühlauer Rüssschachen beobachtet werden. Um die Kiebitze und andere Tiere nicht zu stören, ist das Verlassen der Wege ein Tabu. Ebenso gilt die Leinenpflicht für Hunde, unter anderem in und entlang der Naturschutzgebiete. Für die Beobachtung der zirka ‹taubengrossen› Kiebitze ist ein Verlassen der Wege aber auch nicht nötig. Die auffälligen Balzflüge der Männchen sind bei einem Spaziergang von den Flurwegen nicht zu übersehen und zu überhören.»