Ein neuer Holzkessel mit einer Leistung von 700 Kilowatt konnte am vergangenen Donnerstag in der Heizzentrale Kestenberg in Mühlau in Betrieb genommen werden. Gemeindeammann Oliver Stöckli und der Präsident der Ortsbürgerkommission Urs Schärer konnten das Feuer ...
Ein neuer Holzkessel mit einer Leistung von 700 Kilowatt konnte am vergangenen Donnerstag in der Heizzentrale Kestenberg in Mühlau in Betrieb genommen werden. Gemeindeammann Oliver Stöckli und der Präsident der Ortsbürgerkommission Urs Schärer konnten das Feuer entfachen.
pd | Der Wärmeverbund der Ortsbürgergemeinde Mühlau ist seit dem Jahr 2015 in Betrieb. Die ersten Liegenschaften konnten damals entlang der Kestenbergstrasse bis und mit Schulhaus angeschlossen werden. Der eingebaute Holzkessel mit einer Leistung von 550 kW konnte auch die Wärme für die ersten Netzerweiterungen zur Rüstenschwilerstrasse 1 und 2 sowie für den Anschluss Schmittenplatz 1-3- 5 abdecken. Mit dem Anschluss der Kirche und dem Pfarrhaus im Jahr 2022 war aber die Leistungsgrenze der bestehenden Feuerung erreicht, und der Ausbau der Zentrale musste geplant werden.
Das weitere Potenzial für neue Anschlüsse war und ist auch in Zukunft aufgrund der sich abzeichnenden Bautätigkeit tendenziell vorhanden. Dies ergab eine Studie, welche von Holzenergie Freiamt im Jahr 2020 erstellt wurde. Neue Anschlüsse in unmittelbarer Nähe der Heizzentrale im Gebiet Roggächer Nord und Süd konnten vertraglich gesichert werden. Gemäss Oliver Stöckli, Gemeindeammann von Mühlau, wurde der Beschluss zum Ausbauprojekt mit einem zweiten Kessel und der Erweiterung Nord des Fernwärmenetzes anlässlich der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 28. Mai 2025 gefasst. Der Auftrag für die Ausführung wurde wiederum an die bereits bei der Erstellung der Anlage beauftragte Firma Amstutz Holzenergie in Emmen vergeben. Der Kessel mit 700 kW Leistung wurde Ende September geliefert und die nötigen Installationen seither erstellt.
Wichtiger Meilenstein erreicht
Mit der Inbetriebnahme wird ein wichtiger Meilenstein erreicht. Das Gebäude der Heizzentrale war von Anfang an für einen Ausbauschritt mit zweiter Kesselanlage vorgesehen. Ebenfalls wurde die Siloanlage für die Holzschnitzel, welche vom Forstbetrieb Reuss – Lindenberg geliefert werden, für diesen Ausbau dimensioniert. Nun ist man für die Zukunft gerüstet. Weitere Anschlüsse an das bestehende Fernwärmenetz als Netzverdichtung sind möglich, aber auch gezielte Netzerweiterungen können nach wirtschaftlichen Kriterien geprüft und allenfalls umgesetzt werden. Urs Schärer, Präsident der Ortsbürgerkommission, freut sich über die Inbetriebnahme: «Mit dem Betrieb des Wärmeverbundes leistet die Ortsbürgergemeinde Mühlau einen wichtigen Beitrag zu einer CO2-neutralen Wärmeversorgung mit dem lokal vorhandenen Brennstoff aus dem Wald».