Luzerner Pfadikinder geniessen das Freiamt
17.07.2026 Auw, Mühlau, SinsAktuell ist das Pfadi-Corps Musegg zu Besuch im Freiamt. Seine Lagerbauten erstrecken sich gleich über drei Gemeindsgebiete: Auw, Mühlau und Sins. Rund 500 Kinder geniessen eine Auszeit im Grünen und erleben viele Abenteuer!
MANUELA ROTH
Wahnsinn, ...
Aktuell ist das Pfadi-Corps Musegg zu Besuch im Freiamt. Seine Lagerbauten erstrecken sich gleich über drei Gemeindsgebiete: Auw, Mühlau und Sins. Rund 500 Kinder geniessen eine Auszeit im Grünen und erleben viele Abenteuer!
MANUELA ROTH
Wahnsinn, was hier in kurzer Zeit aufgebaut wurde! Joel Herzog, Präsident des Pfadi-Corps Musegg und Lager-OK-Präsident, erzählte, was es für ein solch grosses Lager alles braucht: Die Lagerleitung von rund 30 Personen hat drei Wochen ihrer Ferienzeit ins Lager investiert. Fünf Jahre dauerte die Planungszeit des siebenköpfigen Ok und eine Woche die Aufbauarbeiten für das riesige Pfadilager, wobei zirka 100 Personen geholfen haben. Zwei Wochen sind die Grossen, rund 300 Kinder («Pfadis» genannt), anwesend, eine Woche lang kommen die weiteren 100 Kleineren («Wölflis») noch dazu.
Nebst Transporten, Material, Essen, Wasserleitung zum Duschen, Wasserleitung fürs Trinkwasser, mobilen WC-Lösungen usw. war vor allem auch Zusammenarbeit gefragt. Jede und jeder bringt sein Know-how ins Lager mit ein. Das aktuelle Lager ist das grösste, das die Organisation je veranstaltet hat. Hochbauten, Küchen, Saranis und alles, was es für ein gelungenes Lagerleben braucht, wurden innert weniger Tage aufgebaut. Nebst den üblichen Bauten gibt es zwischen Auw und Mühlau einen Kiosk, eine Bühne sowie den Maya-Tempel – passend zum Lagerthema. In vielen weiteren Stunden haben die beiden Lagerleiter Joel und Samuel sogar einen «Wellness-Bereich» aufgebaut: eine Sauna plus Hot-Pot wurde erstellt!
Die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, Bauern, Förstern, der Feuerwehr und der Polizei hat gemäss Herzog bestens funktioniert. Die Gesuche mussten aufgrund des Lagerplatzes gleich bei drei Gemeinden eingereicht werden. Weil alles bewilligt wurde, konnte das Lager in diesem Umfang realisiert werden. Das Tempo auf der angrenzenden Strasse wurde für die Zeit des Lagers von 80 auf 30 gedrosselt, um die Sicherheit der Kinder zu garantieren.
Die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, Bauern, Förstern, der Feuerwehr und der Polizei hat gemäss Herzog bestens funktioniert. Die Gesuche mussten aufgrund des Lagerplatzes gleich bei drei Gemeinden eingereicht werden. Weil alles bewilligt wurde, konnte das Lager in diesem Umfang realisiert werden. Das Tempo auf der angrenzenden Strasse wurde für die Zeit des Lagers von 80 auf 30 gedrosselt, um die Sicherheit der Kinder zu garantieren.
Mehrere Pfadis in einem Lager
Das Pfadi-Corps Musegg vereint Pfadis aus den Gemeinden Ebikon, Buchrain, Littau, Reussbühl, zwei Pfadis aus der Stadt Luzern sowie Adligenswil und Udligenswil. Diese sind verteilt auf vier Lagerplätzen. Am vergangenen Samstag sind die ersten Teilnehmer eingetroffen. Einige zu Fuss, andere mit dem Velo. Auf dem Areal stehen nur wenige Parkplätze für die Lagerleitung zur Verfügung. Das naturnahe Leben und der respektvolle Umgang mit der Umwelt stehen im Pfadilager im Vordergrund. Sechs Tonnen Lebensmittel wurden für die erste Lagerwoche angeliefert. Danach wird bestellt und eingekauft was fehlt, um Food Waste am Lagerende zu vermeiden. Berücksichtigt werden dabei, wenn immer möglich, lokale Geschäfte.
100 Jahre Pfadi-Corps Musegg
Das Pfadi-Corps Musegg feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Dieses wird am kommenden Samstag ausgiebig gefeiert. Auf der extra aufgebauten Bühne zwischen Auw und Mühlau werden zwei Bands spielen. Zu den Lagerteilnehmer kommen nochmals rund 100 Altpfadianer als Gäste dazu.
Für eine Woche werden zudem zehn spezielle Pfadi-Teilnehmer eingeladen. Auch Kindern mit geistiger oder körperlicher Behinderung soll Zugang zum Pfadilager ermöglicht werden. Die Kinder sind in der PTA-(Pfadi-Trotz-Allem)-Abteilung ab Mittwoch ebenfalls mit dabei.
Finanziert wird das Pfadilager mit Beiträgen aus Stiftungen, Natural- und Geldspenden von Firmen und Privatpersonen, dem J+S und den Beiträgen der Kinder. In der Grösse mit 500 Kindern findet es nur alle 20 Jahre statt.
Unendliche Motivation
Auf dem Lagerplatz ist die Stimmung friedlich: Die einen turnen, andere spielen, hören Musik, sitzen gemütlich zusammen, kochen, essen oder liegen in ihren Hängematten. Die Programme der Pfadis sind unterschiedlich, der grösste Teil der Zeit wird mit Spielen auf den Plätzen verbracht. Aber auch ein Badi-Besuch oder sonstige Ausflüge und Besichtigungen stehen auf dem Programm.
Man spürt es bei den Bauten, der Stimmung, dem Programm, dem Engagement in der Pfadiküche – alle sind top-motiviert dabei und geben ihr Bestes. Die Motivation ist für einmal nicht Geld, sondern Zusammengehörigkeit und der Wille, die schönen Stunden, die man selbst als Kind in der Pfadi erleben durfte, auch anderen zu ermöglichen. Die Teilnehmerzahlen der Pfadi haben sich in den letzten 20 Jahren mehr als vervierfacht!
Das Pfadilager dauert noch bis zum 25. Juli, danach wird das ganze innert weniger Tage wieder abgebaut – die Erinnerungen dürften aber ein Leben lang bleiben!






