Auf dem Fussballplatz gibt es viele Tore – grosse, kleine, mittlere. Jedes dieser Tore hat zwei treue Begleiter, die Torpfosten. Ohne sie würde das Tor nicht stehen, und so stehen sie oft im Mittelpunkt. Besonders, wenn es richtig scheppert auf dem Platz.
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Auf dem Fussballplatz gibt es viele Tore – grosse, kleine, mittlere. Jedes dieser Tore hat zwei treue Begleiter, die Torpfosten. Ohne sie würde das Tor nicht stehen, und so stehen sie oft im Mittelpunkt. Besonders, wenn es richtig scheppert auf dem Platz.
Heute haben wir die seltene Gelegenheit, einen dieser stillen Helden, den Torpfosten, zu einem exklusiven Interview zu bitten. Mal sehen, was er zu sagen hat!
bb/red | Hallo, Torpfosten! Schön, dass du dir die Zeit für ein Interview nimmst.
Torpfosten: Kein Problem, ich steh eh meistens nur rum.
Fangen wir mal direkt an. Wer ist dein bester Freund auf dem Spielfeld?
Torpfosten: Ganz klar, das ist die Latte! Wir hängen immer zusammen ab. Ohne die Latte wäre das Leben als Torpfosten ziemlich langweilig. Sie ist auch immer die Erste, die die Bälle abkriegt, wenn sie hochfliegen. Da kann ich mich zum Glück raushalten.
Autsch! Apropos abkriegen: Tut es eigentlich weh, wenn ein Ball gegen dich prallt?
Torpfosten: Weh tut es nicht, aber es ist schon nervig. Besonders, wenn der Ball volle Kanne kommt. Dann gibt es so einen lauten Knall und alle starren mich an, als ob ich was falsch gemacht hätte. Dabei mach ich doch nur meinen Job!
Verständlich! Und wie ist dein Verhältnis zum Netz?
Torpfosten: Das Netz und ich sind unzertrennlich! Wir sind ja wortwörtlich miteinander verbunden. Das Netz sorgt dafür, dass die Bälle nicht einfach abhauen, und ich... na ja, ich steh halt rum und sehe gut aus. Ohne Netz würde ich mich aber ziemlich nackt fühlen.
Klingt nach einer soliden Partnerschaft. Was hältst du eigentlich von den Spielern?
Torpfosten: Ach, die Spieler... Manchmal gehen sie schon etwas rau mit uns um, besonders dann, wenn sie nach einer Niederlage uns Tore noch in die Ecke stellen müssen. Die denken immer, sie hätten das Spiel im Griff. Aber am Ende des Tages bin ich es, der entscheidet, ob der Ball drin ist oder nicht. Da hilft das beste Training nichts, wenn ich nein sage, bleibt der Ball draussen!
Gibt es ein Spiel, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Torpfosten: Ja, das war dieses spezielle Spiel, wo der Stürmer, ich glaub es war ein Uruguayaner, den Ball drei Mal hintereinander gegen mich geschossen hat. Erst links, dann rechts, und dann wieder links. Ich hab dann den Ball einfach ins Aus geschickt, weil ich dachte, er hätte was gegen mich. Die Fans haben sich halb totgelacht!
Das ist ja grossartig! Eine letzte Frage noch: Gibt es etwas, das du dir von den Schiedsrichtern wünschst?
Torpfosten: Ja, dass sie mich mal für meine Arbeit loben würden! Immer sind nur die Spieler die Helden oder die Schuldigen. Dabei bin ich es, der oft über Sieg oder Niederlage entscheidet. Ein kleines «Danke, Torpfosten für deinen Einsatz!» wäre doch mal nett, oder?
Absolut! Vielen Dank für das Interview, Torpfosten. Du machst einen tollen Job!
Torpfosten: Danke, danke! Es war mir eine Ehre, endlich mal zu Wort zu kommen.