Kulturpreis geht an Josef «Sepper» Villiger
23.10.2026 SinsIm bis zum Bersten gefüllten Saal des Restaurants Einhorn Mexicano fand die 13. Verleihung des Kulturpreises statt. Nebst den Sportler- und Vereinsehrungen wurden Persönlichkeiten für herausragende Leistungen mit Rosen geehrt.
IRIS CAGLIONI
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Im bis zum Bersten gefüllten Saal des Restaurants Einhorn Mexicano fand die 13. Verleihung des Kulturpreises statt. Nebst den Sportler- und Vereinsehrungen wurden Persönlichkeiten für herausragende Leistungen mit Rosen geehrt.
IRIS CAGLIONI
Man könnte sagen: «Alle Jahre wieder»! Denn es ist jedes Jahr dieselbe Frage, welche die Gäste von «Seis und Gloria» umtreibt: Wer bekommt dieses Jahr den Kulturpreis?
Moderator Pius Vogel machte es denn auch wieder spannend. Seine Laudatio auf den neuen Kulturpreisträger zeigte auf, wie vielschichtig Villiger ist. «Sein Wirken ist im Dorfleben immer wieder sichtbar. Er fördert den Nachwuchs, unterstützt Traditionsvereine, stärkt soziale Institutionen und macht kulturelle und sportliche Veranstaltungen erst möglich, man denke da an die SIGA25!»
Die Nomination wurde wie jedes Jahr mit Spannungsmusik in die Länge gezogen, bevor Vogel den Namen bekannt gab. Mit einem bescheidenen Lächeln auf den Lippen und sichtlich gerührt von der Würdigung nahm Villiger den prestigeträchtigen und mit 1’000 Franken dotierten Kulturpreis entgegen. «Ich möchte allen vorgängigen Preisträgern für ihren Einsatz im Dorf gratulieren. Sie haben Grossartiges geleistet. Ich habe gelernt zu teilen, demütig zu sein. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen war für mich sehr lehrreich. Es ist ganz einfach: freundlich zueinander sein und miteinander gehen.»
Vereinsjubiläen und Einzelsportler
Drei Vereine feierten in diesem Jahr Jubiläen. Die Tambourengruppe Oberfreiamt feierte ihr 10-jähriges Bestehen, die Klausgesellschaft Sins gibt es bereits seit 50 Jahren. «Wir suchen Nachwuchs in unserem Verein, und bei uns kann man eine steile Karriere machen», meinte Samuel Bühlmann, Präsident der Klausgesellschaft.
Die Sportschützen wurden für ihr 100-Jähriges geehrt und Fabrice Ineichen, Präsident des Vereins, meinte: «Auf weitere 100 Jahre Sportschützen!»
Für herausragende sportliche Leistungen wurden Vereine und Einzelkämpfer geehrt. «Wir haben eine Weltmeisterin hier», klang es aus dem Lautsprecher. Mit diesen Worten wurde Leandra Wolfisberg gebeten, nach vorne zu kommen. Sie stellte sich kurz vor und war sichtlich überwältigt von dem grossen Applaus, den sie erhielt. Weiter wurden die Leichtathletin Melanie Stocker von Flüe und die Reiterin Ronja Huwiler für ihre sehr guten Leistungen geehrt.
Vereinsleistungen
Der Seilziehclub Sins, die Z-Fighters Sins-Oberrüti, der FC Sins, der STV Sins und der Jodlerklub Heimelig Sins wurden für ihre grossartigen Leistungen im Vereinswettkampf geehrt. Unzählige Podestränge und Vereinsleistungen wurden aufgezählt. Da waren Weltmeister, Schweizer Meister, Cup-Sieger, Vizemeister und Klasse-1-Jodler im Saal – ein kulturträchtiges und Podest erprobtes Publikum.
Rosen für Menschen, die grossartiges leisten
Seit zwei Jahren verteilt die Kultur- und Marketingkommission an diesem Anlass voller Auszeichnungen Rosen an Menschen, die Herausragendes leisten, einfach weil sie es wollen. «Dieses Jahr wurden erstmals nicht nur rote Rosen verteilt, sondern wir durften auch eine weisse und vier goldene überreichen», informierte Moderator Vogel. Rote Rosen bekamen die Spieler der Mannschaft Senioren 30+ des FC Sins. Die weisse Rose wurde Paul Wild überreicht. «Er leistet Grosses und steht doch nie im Rampenlicht – heute schon», meinte der Moderator. Paul Wild sammelt seit Jahren fast täglich Abfall auf dem Gemeindegebiet von Sins ein – einfach so. Auf die Frage, wer jeweils bei ihm sei, meinte Wild nur mit lachender Stimme: «Mein Velo.»
Die goldenen Rosen gingen an Alex Heeb und Thomas Eberhard sowie deren Gattinen. Ihre langjährige Vereinstätigkeit beim FC Sins hat den Verein geprägt, ihre Leistungen wurden vom Verband und vom Klub geehrt und ihr Wirken im Einhornsaal nochmals wertgeschätzt.
Ein fliegender Gast
Merkmal des Abends ist jeweils auch das Interview mit einer Persönlichkeit aus der Gemeinde. Am Donnerstagabend war Michael Lüthy Interview-Gast. Er wohnt mit seiner Familie in Sins. Sein Arbeitsplatz ist hinter dem Steuer des Bundesratsjets. Vogel versuchte auf jede erdenkliche Art, dem diplomatischen Piloten vielleicht doch eine brisante Geschichte zu entlocken – vergebens. Doch die Erzählungen über seinen beruflichen Alltag waren interessant. «Die unregelmässigen Arbeitszeiten verlangen viel Flexibilität auch von meiner Familie», meinte Lüthy.
Musikalische Einlage als Video
Musikalisch wurde die Band «Marije» vorgestellt. Die vierköpfige Band hat durch ihren Drummer Benjamin Bittel Bezug zu Sins. Bittel informierte über ihre Musik – Alternative Metal –, wie sie aktuell auf verschiedenen Kanälen unterwegs sind, sowie über ihre grossen Ziele, die sie im Visier haben. Anstelle des Live-Auftritts wurde der Videoclip des Songs «Snow White» gezeigt.
Im Anschluss an die offizielle Veranstaltung wurden Häppchen gereicht, und die Gäste genossen den Abend in geselliger Atmosphäre.



