Sonntagsfeiern mit leeren Bänken, eine Kirche im Rückzug – dieses Bild hört und sieht man oft. Am 9. August sah es in der Pfarrkirche Sins anders aus: gut gefüllte Reihen, viele Familien, und mittendrin 23 Kinder und Jugendliche, die feierlich als neue Ministrantinnen ...
Sonntagsfeiern mit leeren Bänken, eine Kirche im Rückzug – dieses Bild hört und sieht man oft. Am 9. August sah es in der Pfarrkirche Sins anders aus: gut gefüllte Reihen, viele Familien, und mittendrin 23 Kinder und Jugendliche, die feierlich als neue Ministrantinnen und Ministranten aufgenommen wurden.
23 neue Minis – bei 58 Erstkommunionkindern dieses Jahres. Fast jedes zweite Kind, das im Frühling zur Erstkommunion ging, hat sich entschieden, weiterhin am Altar mitzuwirken. Für die katholische Kirche im Oberen Freiamt mit ihren sechs Pfarreien ist das ein starkes Zeichen: Sie kommt bei jungen Menschen und ihren Familien an – nicht als Pflichtübung, sondern als etwas, bei dem man dabei sein will.
Mehr als Kerzen tragen
Wer den Gottesdiensten im Oberen Freiamt beiwohnt, kennt sie: die Minis, die mit Kreuz und Kerzen einziehen, Texte und Gaben bringen, den Ablauf mittragen. Ihre Präsenz prägt den Gottesdienst mit: lebendiger, jünger, von mehreren Generationen zugleich getragen. Für viele Besucherinnen und Besucher sind sie deshalb ein kleines, spürbares Geschenk.
Das Ministranten-Dasein endet nicht am Altar: Es gibt ein eigenes, abwechslungsreiches Jahresprogramm – von regelmässigen Treffen bis zum Highlight, dem gemeinsamen Ausflug in den Europapark Rust. Wer mitmacht, erlebt also nicht nur Verantwortung im Gottesdienst, sondern auch Gemeinschaft und Freundschaften.
Ein Zeichen für die ganze Region
Dass sich so viele Kinder freiwillig für dieses Engagement entscheiden – und ihre Eltern sie dabei unterstützen –, ist keine Selbstverständlichkeit. Es zeigt: Im Oberen Freiamt gibt es eine Kirche, die junge Menschen anspricht, in der Familien einen Platz finden und Gemeinschaft konkret erlebbar wird. Die Aufnahmefeier vom 9. August in Sins war dafür ein sichtbares Beispiel.
Wer gerne regelmässig darüber informiert sein möchte, was in der Kirche im Oberen Freiamt alles läuft, kann per QR-Code einem unserer beiden WhatsApp-Kanäle beitreten: dem Familien-Kanal oder dem allgemeinen.
Johannes Frank, Pastoralraumleiter