Das grosse Jubiläum – 170 Jahre Kirche Mühlau – feierten die Verantwortlichen am letzten Sonntag nicht nur in der Kirche, sondern auch bei einem Apéro auf dem Pausenplatz. Bischof Felix Gmür reiste für dieses grosse Fest aus Basel an.
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Das grosse Jubiläum – 170 Jahre Kirche Mühlau – feierten die Verantwortlichen am letzten Sonntag nicht nur in der Kirche, sondern auch bei einem Apéro auf dem Pausenplatz. Bischof Felix Gmür reiste für dieses grosse Fest aus Basel an.
IRIS CAGLIONI
Der Jubiläumsanlass lockte am Sonntag viele Gläubige nach Mühlau und in die Kirche der heiligen Anna. Schnell füllten sich die mit Sonnenblumen geschmückten Bänke.
Ein solch grosses Jubiläum wurde denn auch gebührend gefeiert. Dazu gehörte ein Festgottesdienst, ein reichhaltiger Apéro, musikalische Umrahmung in der Kirche und am Apéro und natürlich die Menschen, die sich zur Mühlauer Kirchgemeinde zugehörig fühlen.
Mit Weihrauch und stimmigen Worten
Zelebriert wurde der Festgottesdienst von Bischof Felix Gmür, zusammen mit dem ganzen Seelsorgeteam von Sins. Der volksnahe Bischof nahm mit seiner charismatischen Art den Raum beim Altar ein. Ihm galt die ungeteilte Aufmerksamkeit der Kirchgänger. Denn er hielt mit ihnen Blickkontakt und zelebrierte nicht nur eine Messe, sondern sprach die Menschen direkt und mit klaren Worten an. So liess er es sich am Ende der Messe nicht nehmen, die Gemeinde von Bischof Josef Stübi zu grüssen. «Mein Kollege beneidet mich immer, wenn ich ins schöne Freiamt reisen darf. Er lässt herzlich grüssen», meinte Gmür.
Passend, bodenständig und klangvoll erhaben sangen die Jodlerinnen des «Rüüstaler Jodelchörli», begleitet von Oskar Betschart an der Handorgel. Die übrige Kirchenmusik gestalteten Viktor und Heidi Andermatt.
In einer kurzen Ansprache der Mühlauer Kirchenpflegepräsidentin Claudia Burkard, erhielten die Gäste einen kurzen Abriss der Entstehungsgeschichte der Kirche: «Das erste Gotteshaus hier in Mühlau war eine hölzerne Kapelle. 1654 verlegte man sie an den Standort der heutigen Kirche. Gewidmet war die Kapelle der heiligen Anna. Sie ist unsere Kirchenpatronin. 1849 startete der Bau der neue Kirche, welche am 16. Juni 1856 feierlich eingeweiht wurde.»
Gemütliches Beisammensein
Burkard bedankte sich herzlich bei allen, die den Tag mitgestaltet haben, und lud die ganze Gemeinde zum anschliessenden Apéro riche auf den Pausenplatz ein. Gemütlich pilgerten die Kirchgänger nach dem Auszug zum Schulhausareal, wo kühle Getränke, perfekte Apéro-Häppchen und gluschtige Bratwürste vom Grill auf sie warteten.
Die Musikgesellschaft Mühlau sorgte für einen musikalisch zackigen Empfang. So wurde das Jubiläum nicht nur sakral abgehandelt, sondern zu einem kleinen Dorffest. «Ich war positiv überrascht. Es kamen so viele Menschen, aus dem ganzen Pastoralraum und darüber hinaus», teilte Burkard mit. Das schöne Wetter lud dazu ein, länger zu verweilen, die Sonnenstrahlen zu geniessen und so bis in den Nachmittag hinein sitzen zu bleiben und Gemeinschaft zu leben.