Kifasi-Umzug – das ganze Dorf feiert Fasnacht
20.02.2026 SinsPetrus hatte gute Laune, zum Glück für die Fasnachtsbegeisterten. Das angekündigte stürmische Regenwetter wartete bis zum Umzugsende. Alle 31 Nummern begeisterten die vielen Zuschauer.
IRIS CAGLIONI
Pünktlich um 14 Uhr fiel der ...
Petrus hatte gute Laune, zum Glück für die Fasnachtsbegeisterten. Das angekündigte stürmische Regenwetter wartete bis zum Umzugsende. Alle 31 Nummern begeisterten die vielen Zuschauer.
IRIS CAGLIONI
Pünktlich um 14 Uhr fiel der Startschuss, und der farbenfrohe und laute Umzug nahm seinen Lauf. Die altbewährte Umzugsroute konnte wieder begangen werden. Vom Küfermattkindergarten die Schulstrasse bis zur Aarauerstrasse, dann weiter bis zum Kreisverkehr beim Einhornplatz, die Kirchstrasse hoch und auf den Pausenplatz.
Angeführt wurde der Umzug von den Sinser Rüüsstalschränzern. Von den insgesamt 31 Nummern waren sechs regionale Guggenmusigen. Eine weitere schlagkräftige Gruppe waren die Tambouren Adelburg aus Muri, ganz im Zeichen Indiens mit ihren bunten Turbanen.
Viele Gruppen aus dem Schulbetrieb
Zwölf Nummern aus 15 Schul- und Kindergartenklassen machten den Umzug bunt. Ob frisches Gemüse oder Pinguine, Tic Tac oder dahin schmelzende Schneemänner – alle liessen sich etwas einfallen, die einen bastelten mehr, die anderen weniger.
Auch individuelle Gruppen wie die Säuliämtler Chnuschtis aus Maschwanden, die Vill-Brothers aus Reussegg oder die Boswiler Wagenbandi machten den Umzug farbenfroh und unterhaltsam mit ihrer Satire.
Prämierung der besten Nummern
Da ist es nicht erstaunlich, dass die Sieger des Tages die Vill-Brothers wurden. Mit ihren Päcklibergen spiegelten sie die Einkaufsmoral der heutigen Zeit, und der Bestattungs- und Friedhofswagen verdeutlichte das Lädeli-Sterben in Sins.
Zweitplatzierte waren die «Diversen Familien» mit dem Titel «Beueler Piraten», und auf dem dritten Platz landeten die Wagenbaugruppe Höfesoiger mit ihrem Titel «Super Mario». Die Gewinner durften Gutscheine vom Gewerbeverein Sins und Umgebung entgegen nehmen.
Die Präsidentin des Vereins Kifasi, Ramona Arnold, meinte: «Wir bewerten alle Gruppen anhand derselben Kriterien. Dazu gehören Unterhaltung und Gestaltung, der Aufwand und wie kreativ sie sind. Und natürlich kommt auch die Aktualität des Sujets mit in die Bewertung. Der Altersunterschied der Teilnehmer wird selbstverständlich berücksichtigt.»
Laut und fetzig
Immer sehr beliebt, aber wettertechnisch etwas eingeschränkt war das Monsterkonzert auf dem Pausenplatz. Die Sinser Rüüsstalschränzer und die Oberrüter Ratteschwänz konnten noch vor dem Regen spielen, die Väntilwörger gaben ihre Stücke dann in der Halle zum Besten, wo auch die Konfettipfuser von Auw, die Tambouren Adelburg aus Muri und die Junggugge Rütifäger von Oberrüti ihre Konzerte gaben. Danach startete der letzte Ball der Sinser Dorffasnachtstage, der Dorfball.
Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht
Doch der Umzug hat allgemein gut gefallen. Verschiedenste Zuschauer bestätigten die Freude daran, und vor allem schätzten sie den Aufwand, der betrieben wurde. So auch der Sinser Kilian Schmid: «Mir hat der Umzug sehr gefallen. Es ist jedes Mal eine Freude. Wenn man bedenkt, wie viel Arbeit das Herstellen der Wagen und der Masken gibt, das ist lobenswert. Und dass es noch Leute gibt, wie die vom Kifasi-Komitee, die diesen Umzug organisieren, ist grossartig.»
Fazit des Kifasi-Komitees
Arnold erzählte begeistert: «Wir hatten so ein grosses Glück mit dem Wetter. Der Umzug ging praktisch trocken über die Bühne. Ich meine, es waren vielleicht etwas weniger Leute am Strassenrand als sonst, aber es blieben viele nach dem Umzug und feierten in der Halle.»
Ein Kränzchen ist auch dem Bauamt zu winden. Auf der Umzugsstrecke waren unzählige Abfalleimer aufgestellt, und bereits am Montagabend waren die Konfetti und der Güsel auf den Strassen weggeräumt. Die umtriebige fünfte Jahreszeit ist bereits Geschichte, doch die nächste kommt bestimmt.
Drei Tage im Ausnahmezustand
Die organisierenden Vereine dürfen auf ein rundum gelungenes Fasnachtswochenende zurückblicken.
Samstagabend - Schränzerball
Der legendäre Schränzerball eröffnete das Fasnachtswochenende, und die Halle zeigte eine anspruchsvolle und genial gebaute Deko. Präsident Lucas Rüttimann erzählte: «Mit dem Ergebnis sind wir Schränzer sehr zufrieden, und die Besucher konnten dieses bestätigen. Trotz einem kurzzeitigen Ausfall der Kaffeemaschine und schlechtem Wetter zog es die Leute nach Sins. Das Motte des Balls, Living in America, verwandelte die Kaffeestube in einen Saloon, die Halle wurde New York nachgebaut, auf der Bühne konnte man sich an Spielautomaten wie in Las Vegas fühlen.»
Guggen- und Dorfball
Am Samstagabend herrschte Dank DJ Dubi eine grandiose Stimmung und die Tanzfläche war durchgehend gefüllt. Die Feierlaune hing spürbar im Raum.
Als letzter Streich in Sins fand am Montag, im Anschluss an den Umzugs der Dorfball statt. Nochmals feierten die Fasnachtsfans ausgelassen in der Halle und in der Kaffistube. «Das Wetter hat uns in die Hände gespielt. Die Leute, die nach dem Umzug zur Ammannsmatthalle kamen, gingen beim Einsetzen des Regens hinein und blieben lange sitzen an der Wärme», erklärte Manuela Bühlmann, Präsidentin der Musikgesellschaft Sins.
Das Frauenquartett «nÖrgeler» sorgte am Abend in der Kaffistube für beste Unterhaltung und einen stimmungsvollen Abschluss. Die organisierenden Vereine, Seilziehclub Sins und Musikgesellschaft Sins, durften zahlreiche positive Rückmeldungen entgegennehmen.









