KI trifft auf Dietwiler Gewerbe
11.09.2026 DietwilRund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus 16 Unternehmen haben am Dienstagabend am Gewerbe-Anlass teilgenommen. Gastgeberin war dieses Mal die Suter Pumpen AG. Neben einem KI-Referat und einer Firmenvorstellung standen persönliche Gespräche und der Austausch im Zentrum. ...
Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus 16 Unternehmen haben am Dienstagabend am Gewerbe-Anlass teilgenommen. Gastgeberin war dieses Mal die Suter Pumpen AG. Neben einem KI-Referat und einer Firmenvorstellung standen persönliche Gespräche und der Austausch im Zentrum.
RAHEL HEGGLIN
Der Gewerbeanlass findet in Dietwil alle vier Jahre statt und wurde in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal durchgeführt. Da Gemeindeammann Theo Kern noch an einer Sitzung war, übernahm Vizeammann Andrea Gwerder kurz nach 18 Uhr die Begrüssung. Sie hiess die Gäste in den Hallen der Suter Pumpen AG willkommen und bedankte sich bei den Gastgebern dafür, dass sie ihre Türen öffneten sowie die Getränke und den abschliessenden Imbiss sponserten.
Nach der kurzen Begrüssung stand ein KI-Referat mit dem Titel «Möglichkeiten von KI für Unternehmen» auf dem Programm. Weil jedoch die Technik streikte und sich der Laptop nicht mit dem Monitor verbinden liess, wurde kurzerhand der dritte Programmpunkt vorgezogen: die Vorstellung der Gastgeberfirma mit einem Rundgang durch die Räumlichkeiten.
Einblick in die Suter Pumpen AG
Aufgeteilt in drei Gruppen zeigten die Geschäftsführer Martin und Christian Suter sowie Lars Felber den Gästen die grosse Bandbreite des Pumpengeschäfts. Zum Sortiment gehören Anlagen für Abwasser und Schmutzwasser ebenso wie Systeme für Trink- und Regenwasser. Auch Lösungen zur Versickerung und Retention gehören dazu. Sie helfen etwa dabei, Kanalisationen bei starken Niederschlägen zu entlasten. Die grossen Tanks, die im Lager auf ihren Einsatz warten, sowie die zahlreichen Pumpen und Ersatzteile sorgten für Staunen und die eine oder andere Frage. Beim Rundgang zeigte sich auch, dass bei Suter Pumpen AG das Wohlbefinden der Mitarbeitenden einen hohen Stellenwert hat.
Grosszügige Aufenthaltsräume, eine Terrasse mit Grill und sogar eine eigene Bar bieten Raum für Pausen und den Austausch untereinander. So kommt neben der Arbeit auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz.
Nach diesen Einblicken kamen die drei Gruppen wieder zusammen. Inzwischen waren die technischen Probleme behoben, sodass der Abend mit dem ursprünglich früher vorgesehenen KI-Referat fortgesetzt werden konnte. Dafür hatte man Haskiyel Can von Microsoft Schweiz gewinnen können. Sein Fokus lag weniger auf theoretischen Zukunftsszenarien als auf der Frage, wie KI bereits heute im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann.
KI übernimmt konkrete Arbeiten
Can zeigte auf, dass KI inzwischen weit mehr kann, als auf eingegebene Fragen Antworten oder Texte zu liefern. Systeme können Daten analysieren, Dokumente und Präsentationen vorbereiten oder mit automatisierten Abläufen verbunden werden. Ein Grundsatz bleibe dabei jedoch zentral: «Human is in the loop», sagte Can. Damit ist gemeint, dass der Mensch jeden KI-generierten Output lesen, überprüfen und freigeben muss.
Mit eigens erstellten Beispieldaten demonstrierte Can, wie sich Kunden-, Produkt-, Lager-, Wartungs- oder Servicedaten auswerten lassen. Zudem präsentierte er einen KI-Agenten, den er eigens für den Gewerbe-Anlass gebaut hatte. Sein Name: «Suti Agent».
Der «Suti Agent» erkannte den Inhalt einer E-Mail, prüfte die vorhandenen Angaben und bereitete automatisch eine Antwort vor. Fehlten Informationen, konnte er eine entsprechende Rückfrage formulieren. Can demonstrierte, dass KI-Agenten zunehmend ganze Geschäftsprozesse unterstützen können.
Gemeinde und Gewerbe im Austausch
Zwischenzeitlich war auch Gemeindeammann Theo Kern am Gewerbeanlass eingetroffen. Nach dem KI-Referat informierte er die Anwesenden kurz über die wichtigsten Projekte des Gemeinderats. Dazu gehören unter anderem Arbeiten rund um die ARA Oberfreiamt, der Hochwasserschutz, der Generelle Entwässerungsplan sowie die geplante Erweiterung der Deponie. Zudem liess es sich Kern nicht nehmen, sich mit einem Präsent beim KI-Referenten Can sowie bei den Gastgebern zu bedanken. Zum Abschluss machten Martin Niederberger, Präsident des Gewerbevereins Sins und Umgebung, sowie Andreas Gnädinger, Präsident der Wirtschaftskommission der Repla, auf die Qualitäten des regionalen Wirtschafts-, Wohn- und Lebensraums aufmerksam. Beide betonten in ihren Reden, wie wichtig gute Rahmenbedingungen für die ansässigen Unternehmen sind. Gnädinger wies unter anderem auf ein aktuelles Projekt zum Areal- und Flächenmanagement hin. Dabei werden verfügbare Areale und Arbeitsflächen in den 19 Repla-Gemeinden zentral erfasst und sichtbar gemacht. «So entsteht eine Grundlage, um Anfragen von Unternehmen gezielter zu bearbeiten und geeignete Flächen schneller vermitteln zu können.» Unternehmen, die Flächen für ihren Betrieb suchen, finden die entsprechenden Kontakte auf der Webseite der Repla Oberes Freiamt.
Nach dem offiziellen Teil luden die Gastgeber der Suter Pumpen AG alle Anwesenden zum Imbiss und zum geselligen Teil des Abends ein.
Familienunternehmen Suter Pumpen AG
Seit 2021 befindet sich das Familienunternehmen in einem modernen Firmengebäude an der Schwettistrasse in Dietwil. Die Räumlichkeiten wurden so konzipiert, dass Lager, Werkstatt und Logistik ineinandergreifen und die Mitarbeitenden ihre Einsätze effizient vorbereiten können. Von Dietwil aus sind die Servicetechniker in der ganzen Deutschschweiz unterwegs.
Hinter dem Betrieb steckt eine über 25-jährige Geschichte: Franz Suter gründete das Unternehmen 1999 in Abtwil. Heute führen seine Söhne Martin und Christian Suter gemeinsam mit Lars Felber das Familienunternehmen in zweiter Generation.



