Sins An den Kirchenpflegeversammlungen im Pastoralraum Oberes Freiamt wurde auch der neue Pastoralraumleiter vorgestellt. Damit er als solcher ab dem 1. Januar 2025 seine Arbeit aufnehmen kann, musste er in allen sechs Gemeinden gewählt werden.
IRIS CAGLIONI
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Sins An den Kirchenpflegeversammlungen im Pastoralraum Oberes Freiamt wurde auch der neue Pastoralraumleiter vorgestellt. Damit er als solcher ab dem 1. Januar 2025 seine Arbeit aufnehmen kann, musste er in allen sechs Gemeinden gewählt werden.
IRIS CAGLIONI
Sins war das Zünglein an der Waage. Als letzte der sechs Gemeinden wählten auch die Stimmberechtigten der katholischen Kirchgemeinde Sins Johannes Frank als Pastoralraumleiter. Frank stellte sich persönlich vor und erzählte von seinem Werdegang, seiner Familie und wie er zur Kirche kam. Er überzeugte die Anwesenden, dass er eine gute Portion Humor mit in die Kirche bringen wird und mit ihm ein volksnaher Seelsorger in die Gemeinde kommt.
Dass es nicht selbstverständlich ist, einen Nachfolger für den Pastoralraumleiter Thomas Zimmermann zu finden, zeigte Martina Suter auf. Sie legte Zahlen vor, die deutlich machten, wie viele Diakone, Priester und Seelsorger in den nächsten Jahren schweizweit in Pension gehen werden und wie viele nachkommen werden. «Da sieht jeder, dass es nicht selbstverständlich ist, jemanden für unsere Region zu finden. Wir haben hier sechs Pfarreien mit allem, was dazugehört.» Suter zählte eindrücklich auf, was es bedeutet, diesen sechs Gemeinden mit so wenig Personal gerecht zu werden. Darum würden in Zukunft auch die Angebote etwas umstrukturiert. «Wir wollen in Zukunft nicht mehr parallel feiern.» Anhand mehrerer Beispiele erklärte sie die bevorstehenden Änderungen.
Jahresrechnung und Budget
Anfangs der Versammlung begrüsste Kirchenpflegepräsident Andreas Bühlmann total 65 anwesende Stimmberechtigte und stellte fest, dass sämtliche Beschlüsse dem fakultativen Referendum unterliegen. Das Protokoll und die Jahresrechnung 2023, die mit einem Plus von rund 189’000 Franken schloss, wurden einstimmig angenommen. Ebenso wurde dem Budget 2025 mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 20 Prozent zugestimmt. «Das Budget wurde mit einem Ertragsüberschuss von 35’400 Franken kalkuliert. Das ist möglich, weil wir Mehreinnahmen durch die Mieteinnahmen des Kinos haben werden und auch von höheren Steuereinnahmen ausgehen», meinte die Kirchenpflegerin Beatrice Huber.
Investitionen in Wald und Toiletten
Robert Amhof informierte über den möglichen Kauf von 2’055 Quadratmeter Wald, und er stellte die Umstände dafür vor. Der Kaufpreis liegt total bei rund 5’000 Franken und die Versammlung bewilligte den Kauf mit grosser Mehrheit.
Josef Villiger stellte seine beiden Traktanden vor. Die öffentlichen Toiletten, die sich hinter dem Haus von Albert Amstutz befinden, sind dringend renovationsbedürftig. Diese Toiletten stehen auf 44 Quadratmeter Land, welches an das Grundstück der Familie Amstutz anstösst. Familie Amstutz möchte dieses Land kaufen. Der Verkaufspreis sei 500 Franken pro Quadratmeter und der Rückbau der alten WC-Anlagen würde vom Käufer übernommen. Dem Verkauf wurde vorbehaltlos zugestimmt.
Als Ersatz dafür soll im Untergeschoss des Pfrundhauses eine öffentliche WC-Anlage eingebaut werden. Dafür wird ein Kredit von 100’000 Franken benötigt, die Einnahmen durch den Landverkauf an Amstutz fliessen in diese Rechnung. Auch dieser Kreditantrag wurde von den Stimmberechtigten genehmigt.
Wahlen und personelle Änderungen
Nebst dem neuen Pastoralraumleiter wählten die Anwesenden ein neues Mitglied in die Finanzkommission. Ewald Leibacher tritt Ende Jahr zurück, und als Ersatz wurde einstimmig Trix Villiger von Fenkrieden gewählt. Sie übernimmt das Amt ab 1. Januar 2025. Ramona Arnold begrüsste auch den neuen Abwart, Rainer Betschart, der in einem Vollzeitpensum arbeitet. «Er übernimmt auch die Tätigkeiten von Mila Märchy. Märchy titt aus unserem Dienst aus.» Ebenso informierte Arnold, dass Beatrice Steinger als Organisatorin der Sternsinger im Januar am Familiengottesdienst verabschiedet wird.
Nach einer Stunde lud die Kirchenpflege zum grosszügigen Apéro ein.