Löst das bei Ihnen ein Unbehagen aus?
Die einen sagen: Ja, ein schlimmes Datum. Die anderen meinen: Das ist ein Tag wie jeder andere! Diese ungerade Primzahl, die sechste in der Reihe, gilt sowohl als Glückswie auch als Unglückszahl.
Die irrationale, ...
Löst das bei Ihnen ein Unbehagen aus?
Die einen sagen: Ja, ein schlimmes Datum. Die anderen meinen: Das ist ein Tag wie jeder andere! Diese ungerade Primzahl, die sechste in der Reihe, gilt sowohl als Glückswie auch als Unglückszahl.
Die irrationale, abergläubische Furcht vor der Zahl 13 wird «Triskaidekaphobie» genannt. Menschen mit dieser Phobie meiden alles, was mit dieser Zahl in Verbindung steht. In unseren Breitengraden ist der Aberglaube rund um die 13 tief verwurzelt. Viele Fluglinien verzichten darum auf die Sitzreihe 13, in Hotels findet man nicht immer die Zimmernummer 13 oder in Hochhäusern fehlt das 13. Stockwerk.
Eine Interpretation des letzten Abendmahls verweist darauf, dass Jesus zusammen mit seinen 12 Aposteln am Tisch sass. Also waren es 13 Personen, und einer davon war der grosse Verräter Judas. Daher besteht hier eine Assoziation der Zahl 13 mit Unglück.
Im Judentum figuriert die 13 eher als Glückszahl. Zum Beispiel werden im 2. Buch Mose 13 Eigenschaften Gottes angeführt. Oder der jüdische Übergangsritus für Knaben «Bar Mitzwa» wird traditionell am 13. Geburtstag gefeiert.
Die 13 ist in den germanischen Sprachen die kleinste Zahl mit einem zusammengesetzten Namen, was im Kontext der Orthographie auch die erste Zahl bedeutet, die man als Ziffern schreiben soll. So besagt es zumindest eine alte Buchdruckerregel.
In der Mathematik ist unter anderem die 13 eine Zahl der Fibonacci-Folge, eine Primzahl und ebenso eine zirkulare Primazahl. Im Periodensystem ist die Gruppe 13 die Gruppe der Erdmetalle, dazu gehört auch die Ordnungszahl 13 = Aluminium.
Nun zurück zum Aberglauben. Ist der Tag wirklich so negativ behaftet? Erhebungen verschiedener Autoversicherer zeigten 2023, dass an einem Freitag, dem 13. weniger Unfälle im Strassenverkehr geschehen als an anderen Freitagen. Ob das damit zusammenhängt, dass die Abergläubigen an diesem Tag nicht Auto fahren, oder ob es ein Zufall des Universums ist, wird wohl nie wissenschaftlich belegbar sein.
Kommentar: Iris Caglioni