Grandioses zweitägiges Dorffest
25.09.2026 MerenschwandDie jahrelangen Bauarbeiten im Dorfzentrum sind beendet. Dies war der Grund, um mit der Bevölkerung gebührend zu feiern. Am letzten Freitag und Samstag war das ganze Dorf auf den Beinen, auch bis tief in die Nacht hinein.
IRIS CAGLIONI
Es sollte ein ...
Die jahrelangen Bauarbeiten im Dorfzentrum sind beendet. Dies war der Grund, um mit der Bevölkerung gebührend zu feiern. Am letzten Freitag und Samstag war das ganze Dorf auf den Beinen, auch bis tief in die Nacht hinein.
IRIS CAGLIONI
Es sollte ein Fest für die Bevölkerung werden, wie es Merenschwand seit Jahrzehnten nicht gesehen hat. Die Alt-Gemeinderätin und OK-Präsidentin Claudia Dober hatte den Grundgedanken für ein Dorffest gelegt. Das war im Sommer 2024, da war sie noch im Amt und auch in der Kulturkommission tätig. «Es sollte ein Fest werden wie vor knapp 50 Jahren das Bü-Ba-Dorffest», erklärte sie.
Nicht, dass die Merenschwander keine Feste feierten im letzten halben Jahrhundert, nein! Dober erläuterte: «Wir feierten immer, Musikfeste, Turnfeste, Schulhauseinweihung und vieles mehr. Aber ein Dorffest wie dieses, von der Gemeinde organisiert, gab es schon sehr lange nicht mehr.»
Finanziert wurde der Anlass mit Sponsorengeldern, Spenden in Form von Naturalien und zwei grossen Einlagen. Eine der Einwohnergemeinde von 80’000 Franken und eine der Ortsbürgergemeinde von 40’000 Franken. «Damit bezahlten wir die Infrastruktur, die Sicherheit und die Acts», informierte Dober.
Helferstunden statt Vereinskasse
Das OK beschloss, die Vereine mit ins Boot zu holen. Doch der Erlös geht nicht einfach in die jeweiligen Vereinskassen, sondern kommt in einen
Topf, aus welchem die Helferinnen und Helfer pro geleisteter Stunde mindestens fünf Franken erhalten. «Wenn wir mehr erwirtschaften, wie angenommen, können wir auch mehr pro Stunde auszahlen. Plus kann jeder Helfer bestimmen, ob er das Geld behalten will oder welchem Verein er es überlassen möchte.» Diese Regelung galt nur für die Stände, die von Vereinen betrieben wurden. Die Stände der Gewerbetreibenden, mussten den Standplatz mieten.
Die nötigen Helfer zügig gefunden
Das 13-köpfige Organisationskomitee stellte auf dem Schulhausareal ein Fest auf die Beine, das unzählige Besucher anlockte, um mitzufeiern und das schöne neue Dorfzentrum zu geniessen. Der Name des Festes, «usepuzt» bringt es auf den Punkt, denn man sieht auf dem ganzen Gelände immer wieder Besen, ganz nach dem Fest-Motto. Dober lobte ihre Helfer: «Ich darf Ihnen sagen: Ich hatte ein solch unglaublich gutes OK an meiner Seite. Niemals hätte ich mir vorstellen können, wie viel diese Leute leisten würden. Sie haben die Hauptarbeit geleistet und dafür gebührt ihnen ein riesen Applaus!»
Ein Festgelände zum Wohlfühlen
Beim Gang über das Areal wurde klar, dass hier Organisationstalente am Werk waren. Festbänke zum Sitzen, Schatten spendende Sonnenschirme, Spielecken für die Jüngeren. Dank des herrlich sommerlichen Wetters strömten viele Begeisterte jeden Alters auf das Festgelände. Familien mit Kinderwagen, Senioren in Gruppen, man kannte sich und feierte ausgelassen.
Am Samstag vor dem Fest starteten die Aufbauarbeiten, am Dienstag nach dem Fest war das Gelände wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt.
Zusammensein, zusammen essen, trinken und einfach eine gute Zeit geniessen
Der kleine und grosse Hunger konnte in jeglicher Form gestillt werden. Sitzend in einem der Festbeizen oder draussen unter freiem Himmel: deftige Grilladen, ein feines Wildgericht, Pommes, Raclette, Risotto oder Paella. Zum Dessert stand Süsses zur Auswahl wie Magenbrot, Glacé oder Crêpes, jeder Geschmack fand seinen Foodstand oder seine Beiz.
Unterhaltung
In den Festzelten und draussen beim Bierwagen spielten unterschiedliche Formationen Musik für jeden Geschmack. «Wir waren darauf bedacht, dass sich die Musikspielzeiten und die Stilrichtungen nicht ineinander vermischten und konkurrenzierten», erklärte die OK-Präsidentin. Am Freitag startete das Fest nach den Eröffnungsreden mit dem Impro-Theater «anundpfirsich» im grossen Meryzält, und die Partyband «NoName» bestritt das Abendprogramm.
In der Ramba-Zamba-Bar legten DJ Ravez und DJ Simon Miles auf und sorgten für Stimmung bis zur Polizeistunde.
Der Samstag war geprägt von der Dorfolympiade und der Talentshow «Merischwand got Talent». Als abendliches Highlight galt der Auftritt von Nicole Bernegger & Band, ebenso im grossen Meryzält. Die aufgeheizte Stimmung und die vollen Ränge bestätigten die gute Wahl der Acts.
Dazwischen und in anderen Festlocations spielten die «Postlonzi Buebe», das «Schwyzerörgelitrio Betschart», die «Freiämter Dachse» oder «Brässkalation». Die Freudenberger Blaskapelle, die Benzenschwiler Dorfvereine und auch das «Quartett Waschächt» traten auf. Als letztes stand der ökumenische Gottesdienst am Sonntagfrüh auf dem Programm, danach war das Fest offiziell beendet.
Zwei Spezial-Events
Am Freitagvormittag fand auf dem Schulhausgelände das Jugendfest statt, und am Samstagvormittag durften die Neuzuzüger eine Stunde lang im Meryzält ihre Gemeinde kennen lernen. Diese beiden Anlässe waren nur für die Schülerinnen und Schüler, respektive die geladenen Neuzuzüger. Alle anderen Programmpunkte durften alle Besucher geniessen.
Fazit des Organisationskomitees
Claudia Dober meldete, dass das Fest absolut toll und das OK überwältigt von der wunderbaren Stimmung an diesem Wochenende war. Der Einsatz der Helferinnen und Helfer vor, während und auch jetzt nach dem Fest sei phänomenal und einfach nur schön gewesen. «Die Rückmeldungen sind positiv, wir sind während dem Fest und auch jetzt permanent mit Lob und Komplimenten überschüttet worden. Wir alle freuen uns riesig über all die Rückmeldungen, die uns gezeigt haben, dass all die Planung in den letzten zwei Jahren genau richtig war.»




