Gelungene Premiere des Freilichttheaters
21.08.2026 BeinwilAm 7. August fand die Erstaufführung des Stückes «Keis Wunder – es Wunder» bei schönstem Sommerwetter in Beinwil statt. Eine Produktion des Vereins St. Burkard.
KATHRIN BURRI
Vor der Premiere lud der Verein St. Burkard Partner, ...
Am 7. August fand die Erstaufführung des Stückes «Keis Wunder – es Wunder» bei schönstem Sommerwetter in Beinwil statt. Eine Produktion des Vereins St. Burkard.
KATHRIN BURRI
Vor der Premiere lud der Verein St. Burkard Partner, Sponsoren, Gönner, Gemeindevertreter und Gäste aus Kirche, Politik und Wirtschaft zu einem Apéro ein. Darunter auch die ehemalige Bundesrätin und Bundespräsidentin Doris Leuthard. OK-Präsidentin Irene Hofstetter begrüsste die Anwesenden und bedankte sich auch gleichzeitig von Herzen für die vielseitige und geschätzte Unterstützung für dieses Projekt. Die acht Vereinsmitglieder, das sechsköpfige OK-Team, der Autor und Regisseur sowie die Schauspielenden zusammen mit den zahlreichen freiwilligen Helfern investierten viel Herzblut und Zeit in dieses einzigartige Theaterstück. Hofstetter führte aus, dass rund um die Aufführung viele Aufgaben entstanden und verteilt werden mussten. Beginnend mit der Suche nach Schauspielenden, Chor und freiwilligen Helfern sowie Absprachen mit Grundstückbesitzern, Pächtern und Anwohnern. Idee und Umsetzung der Kulissen, Kostüme, Deko, Licht und Ton, Gastronomiekonzept und Verkehrsregelung. Einhaltung und Durchsetzung von Sicherheit und Ordnung sowie die Führung der Finanzen, Administration und Ticketing. Alle Beteiligten agierten als grossartiges Team, und dafür ist Hofstetter sehr dankbar.
Man darf selber denken
Walter Küng, Autor und Regisseur, wurde vor rund zwei Jahren von Vreny Barmettler, eine Beinwilerin und gute Bekannte von ihm, angefragt, ob er ein Stück über den Heiligen Burkard schreiben könnte. Nach intensiver Recherche zum Heiligen Burkard und zu seinen Wundertaten drang Küng immer tiefer in dieses Thema ein und liess sich darauf ein, Wundern auf die Spur zu gehen. Was daraus entstand, erlebt man im Stück «Keis Wunder – es Wunder». Es geht den Fragen nach, was Wunder sind; ob Glaube und Wunder nur zusammen erfahren werden können; ob es für alles immer eine Erklärung braucht, und warum unsere heutige Gesellschaft Sehnsucht nach Wundern verspürt. Eine eindeutige Antwort auf diese Fragestellungen wird den Besuchenden am Ende des Theaters nicht geliefert. Vielmehr lädt das Theaterstück die Anwesenden dazu ein, neugierig aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtend, ihre eigene Wahrheit zu finden.
Die etwas andere Bühne
Die Aufführungen finden nicht auf einer klassischen Bühne statt, denn das Freilichttheater Beinwil verwandelt verschiedene Plätze im Dorf und sogar die Wege dorthin in kleine bis grosse Handlungsorte. Auf einem rollstuhlgängigen Rundgang von einem Kilometer begibt man sich auf die Spuren der Wunder von früher und heute. Die Kulisse dieses Theaters im Freien wird geprägt durch den Blick in die Natur, in die Ferne und auf das Dorf Beinwil. Alle Beteiligten hoffen sehr, dass sich das Wetter für alle Vorstellungen von der besten Seite zeigen wird.
Über 50 Theaterleute und über 100 Helfende
Die meisten Schauspielenden sind Laien und kommen aus Beinwil selbst oder aus der näheren Umgebung. Einige haben schon einmal in einem Theater mitgespielt, für andere war die Premiere der erste Theaterauftritt überhaupt. Zusammen mit dem Chor zählt die Gruppe 50 Personen. Vom Schul- bis zum Pensionsalter sind alle Altersgruppen vertreten. Die Schauspieler Andreas Bürgisser, alias Dorfhistoriker Bissig, und Stephan Wottreng, alias «Schagg», führen die Zuschauenden zu den Schauplätzen und lassen sie teilhaben an ihren Fragen, Bedenken und Überlegungen.
Küng erklärt am Apéro, dass die Spielenden, Singenden und über hundert Helfenden dieses Ereignis zu einem Erfolg machen würden. Er sei überwältigt, wie diese beachtliche Zahl an Mitwirkenden aus dem kleinen Dorf Beinwil eine so grosse Begeisterung für dieses Projekt zeige. Weiter führt er aus, dass er vor der Premiere die Schauspielenden besuche und den dyonischen Brauch ausübe. Er wünsche der Gruppe dabei «toi toi toi», und als Ausdruck des Dankes würde über die eigene Schulter gespuckt. Küng: «Ich darf dann die Verantwortung an die Schauspieler abgeben. Es ist wie eine Art Geburt.» Wie es Brauch ist, bleibe er der Premiere als Zuschauer fern und sehe sein Team erst danach wieder.
Ein voller Erfolg, und zwei Zusatzvorstellungen komplett ausverkauft
Hofstetter ist hoch erfreut über die erfolgreiche Premiere und die positiven Rückmeldungen der Zuschauenden. Aufgrund der grossen Nachfrage und weil bereits alle 15 Vorstellungen vor der Premiere restlos ausverkauft waren, entschied das OK nach der Erstaufführung, zwei Zusatzvorstellungen anzubieten. Auch diese Karten waren innert Kürze bereits wieder ausverkauft. Falls kurzfristig Tickets freigegeben würden, könne man diese direkt an der Theaterkasse beim Einlass erwerben, so Hofstetter. Das Theaterzelt öffnet an den Spieltagen jeweils um 16.30 Uhr und ist für alle offen. Auch wer kein Ticket kaufen konnte, ist zu Speis und Trank herzlich willkommen. Infos unter www.freilichttheater-beinwil.ch




