Gamer-Duelle und leckere Pizza an der Jungbürgerfeier
25.09.2026 OberrütiAm Donnerstag, 17. September folgten elf Volljährige der Einladung zur Jungbürgerfeier der Gemeinde.
KATHRIN BURRI
Zur diesjährigen Jungbürgerfeier, welche alle zwei Jahre stattfindet, haben sich elf junge Erwachsene angemeldet. 45 Einwohner ...
Am Donnerstag, 17. September folgten elf Volljährige der Einladung zur Jungbürgerfeier der Gemeinde.
KATHRIN BURRI
Zur diesjährigen Jungbürgerfeier, welche alle zwei Jahre stattfindet, haben sich elf junge Erwachsene angemeldet. 45 Einwohner mit den Jahrgängen 2007 und 2008 waren eingeladen. Die Gemeindevertreter von Oberrüti waren sehr erfreut, dass der geplante Anlass durchgeführt werden konnte. Sah es doch zuerst aus, als ob sich zu wenige Teilnehmende angemeldet hätten.
Rahmenprogramm als Überraschung
Der Abend startete mit der Besammlung vor dem Gemeindehaus, wo sich die sechs jungen Frauen und fünf Männer mit Händedruck oder einer Umarmung begrüssten und auf den Gemeindeamman Urban Stenz, die zwei Gemeinderäte Roland Meier und Marcel Jauk sowie Nicole Huber, Gemeindeschreiber-Stv., trafen. Nach einer kurzen Begrüssung und Vorstellung der anwesenden Gemeindevertreter wurde das Geheimnis gelüftet und der Ablauf des Abendprogramms vorgestellt.
Gamer-Duelle
Die Fahrt ging nach Obfelden zu «Actionworld», wo auch Gemeinderat Pius Hofstetter zur Gruppe stiess. Dort angekommen hiess es, sich mittels eigenen Handys zu registrieren, um bei der Spielattraktion «Gamer» mitzumachen. Die Spiele lassen sich am besten als interaktiver Multidisziplinen-Wettstreit beschreiben. Nach einer kurzen Einführung war allen klar, dass per Zufallsprinzip ein Gegner pro Spiel zugewiesen und gegen welchen dann eine Partie gespielt wird. Freudig und gespannt begab man sich in die verschiedenen Räume. Die anfänglich eher zurückhaltende Stimmung wich bald einer ungezwungenen Atmosphäre, in der die Begeisterung für die anstehenden Herausforderungen spürbar wuchs. Lachen, höchste Konzentration und Kämpfergeist prägten die Spiele. Für Gespräche untereinander blieb während der Wettkämpfe kaum Zeit, und auch die Wechsel zur nächsten Herausforderung waren kurz. Doch das machte nichts – später würde sich noch genügend Gelegenheit zum Austausch bieten. Die Turniere erforderten unter anderem Geschicklichkeit, Taktik, Schnelligkeit, Glück, aber auch Reaktion und Wissen. Nach den verschiedenen Duellen konnten sich alle die Rangliste auf ihren Handys anzeigen lassen. Bis zur Rangverkündigung musste aber noch etwas gewartet werden. Shannon erzählte: «Wir waren gemeinsam in der Sek und haben uns deshalb zu dritt angemeldet».
Gemütlicher Abend im Rössli
Zurück in Oberrüti begaben sich alle ins Restaurant Rössli, wo auch Gemeinderat Hai Le zur Gruppe stiess. Als erstes wurde der Durst gestillt, bevor die drei besten Spieler mit einem Präsent geehrt wurden. Gewinner des Abends war Marcel Jauk vom Gemeinderat, bester Jungbürger Lean Kochendörfer alias «Brösmeli». Die Stimmung im Rössli war sehr gut - die jungen Menschen unterhielten sich eifrig miteinander und es gab einige Lachmomente. Hatte man sich doch seit der Schulzeit teilweise nicht mehr gesehen, weil die Wege auseinander gegangen waren.
Der offizielle Teil des Abends mit Rangverkündigung
Jeder Gemeinderat stellte sich mit seinem Ressort kurz vor, und Stenz wies auf die Rechte und Pflichten hin, die mit dem Erreichen der Volljährigkeit verbunden sind. Die volle Handlungsfähigkeit wird erlangt, was bedeutet, dass die Volljährigen rechtlich völlig unabhängig von den Eltern entscheiden dürfen. Ab diesem Zeitpunkt ist auch die eigene Unterschrift rechtsgültig. Zwei weitere Rechte sind das Stimm- und Wahlrecht und die medizinische Selbstbestimmung. Rechte bringen aber auch Pflichten mit sich wie zum Beispiel die Steuerpflicht, die Dienstpflicht für Schweizer Bürger und die Pflicht, Prämien der Krankenkassen zu bezahlen sowie die volle Haftung für Verträge und Schulden zu übernehmen.
Zum Stimm- und Wahlrecht wurde kurz über den Abstimmungssonntag vom 27. September gesprochen, und Stenz stellte erfreut fest, dass die jungen Menschen schon gut informiert waren. Jeder konnte eine Musterabstimmung in die Hand nehmen und das Couvert aufreissen, damit es dann im «Ernstfall» auch problemlos klappt. Stenz erklärte dazu die Unterlagen und zeigte, wie die verschiedenen Zettel richtig ausgefüllt werden. Die Jungbürger wurden zur nächsten Einwohnergemeindeversammlung vom 18. November eingeladen, und spontan abonnierten alle den neuen WhatsApp Kanal der Gemeinde. Dieser Kanal ist seit August in Betrieb und informiert über Veranstaltungen und Neuigkeiten aus dem Gemeinderat und der Gemeinde. Er kann von Interessierten mittels QR-Code über die Webseite der Gemeinde Oberrüti in der Rubrik «Verwaltung» abonniert werden.
Gemeinsamer Ausklang
Nach einem Salat als Vorspeise kamen verschiedene Pizzen auf den Tisch, und alle konnten sich nach ihren Vorlieben bedienen. Ein Dessert rundete das Essen ab, ehe der Abend in gemütlicher Runde ausklang. Es blieb genug Zeit für rege Gespräche sowie Austausch über vergangene und kommende Zeiten. Am Ende des Abends mit den Jungbürgern meinte Gemeindeammann Stenz freudig zu seinen Ratskollegen: «Eifach alles gueti, jongi Lüt, mega!» Erst um zirka 23 Uhr gingen alle geschlossen nach Hause.


