Fünf unvergessliche Tage in Schweden
12.06.2026 VereineWie kommt es, dass der Kirchenchor Oberrüti seinen Ausflug nach Stockholm, Schweden, macht?
Seit 2020 dirigierte Ulrika Mészáros, die aus Stockholm stammt, den Kirchenchor Oberrüti. Nachdem sie bekanntgegeben hatte, dass ihr Engagement im Frühling 2026 in ...
Wie kommt es, dass der Kirchenchor Oberrüti seinen Ausflug nach Stockholm, Schweden, macht?
Seit 2020 dirigierte Ulrika Mészáros, die aus Stockholm stammt, den Kirchenchor Oberrüti. Nachdem sie bekanntgegeben hatte, dass ihr Engagement im Frühling 2026 in Oberrüti enden wird, warf Ulrika die Idee in die Runde, dass der Chor sie im Juni in Schweden besuchen könnte. Sie erklärte sich bereit, ein schönes Programm für einen viertägigen Besuch in Stockholm zu planen und zusammen mit dem Vorstand zu organisieren. Der Kirchenchor nahm diese Idee spontan und mit Freude auf.
Nach der Bahnfahrt zum Flughafen und dem Nachtflug nach Stockholm bezogen alle zu später Stunde ihre Zimmer im Hotel «Zinkensdamm» im ruhigen, grünen Bezirk «Söder» am Rande der Grossstadt.
Am Donnerstagmorgen nach dem Frühstück gaben die 17 Sängerinnen und Sänger aus Oberrüti zusammen mit der einen Sängerin und den zwei Sängern aus Dietwil für die zehn Begleitpersonen und andere Hotelgäste und Passanten im Hotelpark ein kleines Chor-Konzert. Dies wiederholte sich jeden Morgen mit verschiedenen Liedern als Einstimmung auf den kommenden Tag.
Altstadt und Königsschloss
Am leicht «feuchten» Donnerstag besuchten wir die schöne Altstadt und die wunderschöne Schlossanlage. Vor dem Königsschloss gab’s natürlich auch ein kleines Chorkonzert. Die Schlossbesucher hielten an und staunten. Am Nachmittag erlebten wir eine kleine Schifffahrt zur Insel «Fjäderholmarna». Das war eine der 14 Inseln, auf denen Stockholm, das «Venedig des Nordens», gebaut ist. Nach einem nahrhaften Abendessen ging’s wieder zurück ins Hotel. Mit einem gemütlichen «Absacker» in der Hotelbar ging der Tag zu Ende.
Am Freitag ging’s nach dem gewohnten Ritual mit der U-Bahn nach Hamngatan, wo wir das Museum Hallwyl besuchen. Ein sehr interessanter Besuch, der uns die Verbindung zu «unserem» Schloss Hallwyl aufzeigte. Der Nachmittag wurde genutzt, um die Stadt individuell zu erkunden. Auf der anschliessenden Abendrundfahrt bis zur Insel Vaxholm und zurück genossen wir ein feines Nachtessen auf dem Schiff. Mit einem gemeinsamen «Schlummerbecher» liessen wir den Tag an der Hotelbar ausklingen.
Am Samstag erwartete uns nach Frühstück und dem kleinen «Chor-Konzert» ein weiterer spannender Tag. Wir fuhren mit U-Bahn und Fähre auf die Insel Djurgarden. Dort besuchten wir das «Vasa»-Museum. In diesem Museum stand das originalgetreu wieder aufgebaute Kriegsschiff «Vasa» aus dem 17. Jahrhundert, das auf der Jungfernfahrt 1628 sank. Ein eindrücklicher Anblick! Am Nachmittag war «Skansen», das sich mitten auf der Insel Djurgarden befindet, auf dem Programm. Ein Ort, an dem man die Natur und Kultur Schwedens hautnah erleben kann – im Hier und Jetzt, in der Vergangenheit, in der Zukunft. Skansen ist das älteste Freilichtmuseum der Welt. Im Restaurant «Tre Valv» genossen wir ein letztes Abendessen – natürlich mit Fisch – in Stockholm. Natürlich, wie bei allen gemeinsamen Mahlzeiten, gehörte auch hier, wie spontan an besonderen Treffpunkten und Plätzen, eine Gesangseinlage dazu. Mit viel Freude, Enthusiasmus und Stolz zeigt der Chor was er draufhat.
Am Sonntag nach dem Frühstück hiess es nach dem «Morgensingen» Abschied nehmen. Abschied von Ulrika und ihrem Mann Zoltan. Man konnte spüren, wie die Zeit, die Ulrika in Oberrüti war, den Chor geprägt hat und welche tiefe Bindung zwischen dem Chor und der Leiterin in dieser Zeit entstanden ist. Diese vier Tage waren ein schönes, spannendes, aber auch emotionales Ende dieser Beziehung. Sie haben auch die Bindung innerhalb des Chores gestärkt, und man kennt sich jetzt noch besser.
Einige aus dem Chor setzten ihren Nordtrip weiter und verabschiedeten sich. Für diejenigen, die direkt nach Oberrüti zurückkehrten, ging’s Richtung Flughafen und mit dem Flieger und der Bahn zurück in die Heimat. «Hej da, Schweden!»
Für den Verein: Beni Kreuzer

