Froher Gesang und Theaterstück zum Lachen
16.01.2026 SinsViele Besucher folgten der Einladung des Männerchors zu Konzert und Theater. Am Freitag- und Samstagabend war der Küngsmattsaal bis auf wenige Plätze besetzt. Trotz herrlichem Sonnenschein fanden sich auch am Sonntag zahlreiche Gäste ein.
IRIS ...
Viele Besucher folgten der Einladung des Männerchors zu Konzert und Theater. Am Freitag- und Samstagabend war der Küngsmattsaal bis auf wenige Plätze besetzt. Trotz herrlichem Sonnenschein fanden sich auch am Sonntag zahlreiche Gäste ein.
IRIS CAGLIONI
Mit «Null Problem» zeigte die Theatergruppe ein Lustspiel wie aus dem Leben gegriffen. Natürlich war alles etwas überspitzt, so soll es auf der Bühne ja auch sein. Aber die Thematik rund um die Familie und um Kinder, die flügge werden, war sicherlich vielen Besuchern bekannt. Denn Kommentare wie: «Bei uns war es fast auch so!» waren immer wieder zu hören.
Regie führte Edith Suter. Der Dreiakter aus der Feder von Ulla Kling entlockte dem Publikum viele herzhafte Lacher. Marie-Theres Erni spielte die überfürsorgliche Mutter Luise Obermüller. Ihr Ehemann Willi Obermüller, gespielt von Rolf Leu, setzte sich für seine Kinder ein. Die acht Theaterleute zeigten allesamt eine hervorragende Leistung. Sowohl die alteingesessenen und langjährigen Spieler wie auch die jungen Nachwuchstalente.
Darum ging es
Luise und Willi Obermüller sind liebevolle und extrem fürsorgliche Eltern von zwei Söhnen und einer Tochter. Charles (Stephan Brauchli), der Älteste, spielt in einer Band Saxofon und eckt daheim immer wieder damit an, weil er üben will. Er findet endlich eine Studentenbude und zieht aus, denn dort ist er frei. Den nervigen Mutterspruch: «Ich will mich ja nicht einmischen aber…» da ist Charles sich sicher, wird er dort nicht mehr zu hören bekommen.
Töchterchen Dorli (Gioya Kofler) bewarb sich vor Monaten als Au-pair und bekommt prompt eine Anstellung in London. Sie soll so schnell es geht den Job antreten. Im Nu hat sie einen Flug gebucht, gepackt und ist weg.
Und Felix (Liam O’Brien), der Jüngste, kommt endlich aus dem Militärdienst heim. Er erzählt begeistert von seiner neuen Flamme, der absoluten Liebe, bei der er bereits eingezogen ist.
So müssen sich die Eltern damit abfinden, dass am selben Tag alle drei Kinder Reissaus nehmen. Leer und still ist es im Haus. Luise leidet sieben Tode. Ihr Gatte Willi, angestiftet vom Nachbarn, zieht alle Register, um seine Frau aufzumuntern, vom noblen Restaurantbesuch bis zu Traumferien auf Hawaii.
Und manchmal kommt es anders als man denkt
Doch dann werden die Kinder aus ihren Träumen gerissen. Die Flamme von Felix entpuppt sich als dominant eingebildete Tussi. Der liebenswürdige Felix hat bald die Nase voll und zieht bei seiner Freundin Angi, herrlich gespielt von Svenja Küng, wieder aus.
Tochter Dorli hat Kämpfe mit ihrem übergriffigen Londoner Landlord und fliegt Hals über Kopf wieder in die Heimat. Und Charles gefällt es in der überfüllten WG auch nicht. Schlussendlich ist die Familie wieder vereint. Die Eltern aber wollen ihre neu wiedergewonnene Zweisamkeit nicht mehr hergeben und fliegen in die Ferien – aloah ei, aloah ei!
Das Konzert vor dem Theater
Kräftig und sicher sangen die 25 Männer des Männerchors Sins unter der Leitung von Steve Wächter ihre Konzertstücke. Zum Einstieg wählten sie den Titel «Butterfly», der im Oktober 1971 auf Platz 1 der Hitparaden von 14 Ländern war. Ihm folgte das Mainzer Fasnachtslied «So ein Tag, so wunderschön wie heute» und ein 60er Jahre Schlagerhit von Roy Black «Du bist nicht allein».
Der kraftvolle Song des Luzerner Künstlers Marco Kunz, «Chlini Händ», der Disco-Hit von Boney M. «Die Legende von Babylon» und der 1965er Ohrwurm «Aber dich gibt’s nur einmal für mich» der Nielsen Brothers rundeten das Konzert ab. Der langandauernde Applaus, den die Sänger für ihre Leistung erhielten, entlockte ihnen eine süsse und witzige Zugabe «s’Praline».
Rund um die Aufführungen
Mit zahlreichen Helfern stemmte der Verein auch den Service für die vielen Gäste. «Es war zwar keiner der Abende vollständig ausverkauft, doch wir können uns nicht beklagen. Wir hatten ein gefreutes Publikum und gutes Echo für den Gesang und das Theater», meinte Rolf Leu. Das Männerchor-Kulinarik-Angebot war auch dieses Jahr ein Hit, genauso wie die Tombola. In seiner kurzen Ansprache bedankte sich Präsident Leu bei allen, die neben, auf und hinter der Bühne mithalfen, diese drei Abende zu gestalten.
Rutschpartie vor dem Kulturhaus
Der Schnee hielt die vielen Besuchenden nicht davon ab, den Weg ins Kulturhaus unter die Füsse zu nehmen. Am Freitag hatte das Wetter selbst dafür gesorgt, dass die Schneemassen von Mitte Woche auf dem Vorplatz und den Treppenstufen des Kulturhauses weggefegt waren.
Prekär wurde es jedoch am Samstagabend. Der Werkdienst räumte zwar die Strasse, doch der Hauswart des Kulturhauses versäumte es, den Schnee vor dem Gebäudeeingang und vor allem auf den Stufen zu entfernen. Im Hinblick auf diesen Anlass, der auch viele ältere Menschen und Personen mit Gehhilfen anlockte, war dies ein Versäumnis, das gravierende Folgen hätte haben können. Zumindest war am Sonntag eine Schneise über die Treppen geräumt.
Kommentar: Iris Caglioni




