Am letzten Samstagmorgen trafen sich acht Frauen im Alter von Ende zwanzig bis über achtzig Jahren zu einem Taping-Kurs. In bequemer Kleidung und voller Motivation wollten sie lernen, wie die bunten Klebestreifen bei Beschwerden und Verspannungen eingesetzt werden können.
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Am letzten Samstagmorgen trafen sich acht Frauen im Alter von Ende zwanzig bis über achtzig Jahren zu einem Taping-Kurs. In bequemer Kleidung und voller Motivation wollten sie lernen, wie die bunten Klebestreifen bei Beschwerden und Verspannungen eingesetzt werden können.
Geleitet wurde der Kurs von Simone Käch-Röösli, Sportphysiotherapeutin und Profi durch und durch. Entsprechend praxisnah ging es bereits nach einer kurzen Einführung zur Sache. Die ersten Tapes wurden zugeschnitten und an Körperstellen angebracht, die im Alltag häufig zwicken oder schmerzen. Ellbogen, Knie, Rücken und Nacken waren schon bald fast flächendeckend mit Tapes beklebt und leuchteten in den unterschiedlichsten Farben.
Um die richtige Technik anzuwenden, waren einige anatomische Kenntnisse von Vorteil. Wann wird ein Tape mit oder ohne Zug angelegt? Wo befindet sich der Anker? So einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist das Tapen nämlich nicht. Doch nach zwei Stunden Üben, Ausprobieren und Nachfragen wurden die Teilnehmerinnen immer sicherer und geschickter. Dabei halfen insbesondere Simones verständliche Erklärungen, ihre Geduld und ihr grosses Fachwissen.
Da sich viele Tapes nicht selbst anbringen lassen, waren sich die Frauen am Ende des Kurses einig: Eigentlich hätte man besser die Männer geschickt, damit auch die Frauen zu Hause in den Genuss eines professionell angelegten Tapes kommen. Ob die Männer dabei allerdings genauso viel Spass gehabt hätten wie die Teilnehmerinnen an diesem Samstag? Beim Entfernen der Tapes wären wohl deutlich mehr Schmerzenschreie zu hören gewesen – das Epilieren gibt es schliesslich gratis dazu.
Für den Frauenbund Dietwil: Christina Diebold