Der Reuss mehr Raum geben
Soll der Ruess mehr Überflutungsraum zugestanden werden? Die Behörden von Sins, Mühlau, Oberrüti und Dietwil stehen dem kantonalen Ansinnen, auf ihrem Gemeindebann zwei Potenzialgebiete für den Auenschutzpark Aargau ...
Der Reuss mehr Raum geben
Soll der Ruess mehr Überflutungsraum zugestanden werden? Die Behörden von Sins, Mühlau, Oberrüti und Dietwil stehen dem kantonalen Ansinnen, auf ihrem Gemeindebann zwei Potenzialgebiete für den Auenschutzpark Aargau auszuscheiden, skeptisch bis ablehnend gegenüber.
Von den beiden potenziellen Gebieten in Reussegg und in Oberrüti/Dietwil hat dasjenige in Reussegg deutlich höhere Priorität. Es handelt sich bei den 34,5 Hektaren um die grössere Fläche als in Oberrüti/Dietwil, und in Reussegg wären keine baulichen Massnahmen notwendig. Die vier Gemeinden haben bei der Vernehmlassung mitgewirkt. Dietwil und Oberrüti lehnen eine Richtplanänderung ab, während Sins die Zustimmung an mehrere Bedingungen knüpft. Mühlau wollte gegenüber dem «Anzeiger» keine Angaben über die Stellungnahme machen.
Der Kanton Aargau ist der einzige Kanton mit einer verfassungsmässigen Grundlage zur Schaffung des Auenschutzparks. Er muss mindestens ein Prozent der Kantonsfläche belegen. Mit der beabsichtigten Richtplanänderung sind 1,1 Prozent oder 1’600 Hektaren erfasst.
Meilenstein für Sins: Spatenstich im Letten
Die Sinser Primarschüler vollzogen, zusammen mit den Behörden und den Bauausführenden, den Spatenstich für das neue Primarschulhaus auf dem Lettenareal. Gebaut wird nicht nur ein neues Primarschulhaus – es entsteht auch ein neuer Sportplatz. Die Infrastruktur für die sportbegeisterte Sinser Jugend kann damit erweitert werden.
Neuer Präsident für die Musikgesellschaft und neuer Dirigent für den Kirchenchor
Mühlau: An der Generalversammlung vom 12. Januar wurde der langjährige Präsident Martin Räber verabschiedet. Er konnte sein Amt an den amtierenden Vizepräsidenten übergeben. Einstimmig wurde Jürg Syfrig in das Amt des Präsidenten gewählt.
Sins: Der Kirchenchor Sins hat eine neue musikalische Leitung. Dirigent Gottfried Fischer übergab an der Generalversammlung das Zepter an Elisabeth Egle aus Wohlen weiter. Für seine Verdienste wurde er gebührend geehrt.
«Tempo 30 generell»
Die Volksinitiative «Strassen für alle» zielt unter dem sympathischen Vorwand einer grösseren Verkehrssicherheit darauf ab, die generelle Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer herabzusetzen. Gemäss TCS führt dieses aber weder zu einer deutlich besseren Luft noch zu weniger Verkehrslärm. Messungen haben ergeben, dass gegenüber Tempo 50 kaum Veränderungen vorliegen. Schlecht stünde es bei Tempo 30 generell um den öffentlichen Verkehr. Die Busse und Trams des ÖV wären gezwungen, sich an das neue Tempolimit zu halten. Dies würde die Fahrzeiten verlängern und die Betriebskosten erhöhen. Der TCS empfiehlt, die Initiative abzulehnen.
Quelle: Anzeiger Oberfreiamt / ci