Fasnachtsumzug mit Rekordbeteiligung
20.02.2026 BeinwilBereits vor einem Jahr waren in Beinwil 23 Fasnachtsnummern am Start. Dieser Rekord ist bereits wieder Geschichte. 25 Gruppen zogen am Samstagnachmittag durchs Dorf. Trotz leichtem Regen waren auch wieder viele Schaulustige am Strassenrand.
EDI ...
Bereits vor einem Jahr waren in Beinwil 23 Fasnachtsnummern am Start. Dieser Rekord ist bereits wieder Geschichte. 25 Gruppen zogen am Samstagnachmittag durchs Dorf. Trotz leichtem Regen waren auch wieder viele Schaulustige am Strassenrand.
EDI WIDMER
Eröffnet wurde der Fasnachtsumzug in Beinwil vom Turnverein. Als Wikinger verkleidet fuhren sie mit ihrem Schiff vorneweg. Wie auch im letzten Jahr war die Arbeit der Turner damit noch nicht beendet. Nach dem Umzug waren sie für die Festivitäten in der Unterkellerung des Schulhauses und den Foodtruck mit Burger und Pommes verantwortlich.
Doch wieder zurück zum Umzug. An zweiter Stelle folgte mit den Konfettipfusern Auw die erste von vier Guggenmusigen. Für die Musiker war der Regen eine besondere Herausforderung. Mit Kappen und Kapuzen versuchten sie, sich gegen das Ungemach von oben zu wehren.
Die einheimische Jugendgruppe wollte hoch hinaus und machte mit Fliegerbrillen und Kampfjet-Uniformen einen auf Top Gun. Kleinere Brötchen backte die Truppe des ELKI-Turnens mit ihrer Bäckerei. Ein Gläschen in Ehren gab es vom Weingut Lindenberg, orchestriert vom Chelefäld-Quartier.
Viele Guggenmusigen am Start
Nur noch am Umzug dabei war der Moto Club Lindenberg. Jahrelang waren sie für die Verpflegung und Unterhaltung nach dem Umzug zuständig. Wegen Personalmangel übergaben sie diese Aufgabe im letzten Jahr dem Turnverein. Den Umzug liessen sie sich jedoch nicht nehmen und thematisierten die Baumgasse in Beinwil.
Auf dem Traumschiff der Liebe gab es zwar keine Guggenmusig, aber mit der Formation Blächreiz dennoch Livemusik zu hören. Noch vor dem Einmarsch der Kindergarten-Mäuse zogen die Super Marios durch die Zuschauermenge. Super Mario gab es in diesem Jahr sogar zweimal. Die Höfesoiger boten später ein echtes Kartrennen mit ihren selbstgebastelten Fahrzeugen.
Die Unterstufenschüler gingen mit Zebras und Giraffen auf Safari. Von den 25 Nummern kamen 13 von auswärts, 12 Nummern stammten aus Beinwil. Offiziell waren vier Guggenmusigen am Start. Dazu gesellte sich noch eine inoffizielle. Nach dem Umzug gab es Platzkonzerte der Musikformationen. Für Speis und Trank sorgten die Häxe-Bar und der Food-Truck auf dem Schulhausplatz. Im Disponibelraum durften die Kleinen beim Kinderball die restlichen Konfettis verteilen, und in der Unterkellerung veranstaltete der Turnverein einen Maskenball mit Live-Musik.
Das Erfolgsrezept
Einzig das Wetter machte den organisierenden Beueler Häxe im Vorfeld Sorgen. «Wir haben am Vortag x-Mal die Wetter-App angeschaut», verriet Ursula Furrer, eine der beiden Oberhexen, «aber wir sind jetzt mega froh, dass es geklappt hat.» Das Erfolgsrezept für den grossen Andrang sieht Furrer in der Mund-zu-Mund-Propaganda: «Es hat sich ein bisschen herumgesprochen, dass wir einen familiären Umzug haben, wo man nicht zu lange Distanzen laufen muss.»
Auch ein Grund ist, dass es in anderen Gemeinden gar keinen Umzug mehr gibt, so wie in Gisikon-Root. Dort hat man kein OK mehr zusammengebracht. Solche Sorgen kennt man in Beinwil zum Glück momentan nicht. Einzig die Warteräume mussten wegen des Wachstums des Umzugs vergrössert und wegen Bauarbeiten bei Küng Sanitär umdisponiert werden.
Das Highlight der Fasnacht ist für die eine Oberhexe immer noch der Wagenbau. Das Motto bei den Beueler Häxe war die Asiatische Hornisse, die bereits auf dem Horben gesichtet wurde.
Der krönende Abschluss der Beinwiler Fasnacht fand wie immer am Dienstagabend im Restaurant Kreuz statt, wo bei der «Verslibrönzlete» alle Themen des letzten Jahres noch einmal in Versform zum Besten gegeben wurden.



