Erstkommunion im Pastoralraum Oberes Freiamt
09.05.2025 KirchlichesAn den vergangenen zwei Wochenenden wurden die Erstkommunionfeierlichkeiten im Pastoralraum mit den Gottesdiensten in Abtwil, Auw, Mühlau, Oberrüti und Sins gefeiert.
In Abtwil waren es acht Kinder und in Auw 12, welche das erste Mal zur Kommunion gehen ...
An den vergangenen zwei Wochenenden wurden die Erstkommunionfeierlichkeiten im Pastoralraum mit den Gottesdiensten in Abtwil, Auw, Mühlau, Oberrüti und Sins gefeiert.
In Abtwil waren es acht Kinder und in Auw 12, welche das erste Mal zur Kommunion gehen durften. In Oberrüti feierten sieben Kinder gemeinsam mit vier Kindern aus Dietwil. In Mühlau waren es 16 Kinder und in Sins 20, welche mit ihren Familien diesen besonderen Tag genossen.
Petrus war in diesem Jahr trotz der unsicheren Wetterprognosen dem Oberen Freiamt sehr wohl gesinnt. So konnte überall zu den festlichen Klängen der Musikgesellschaften in die Kirchen eingezogen werden.
Einheitliches Thema für alle
Die Gottesdienste zelebrierte der leitende Priester Bartek Migacz jeweils gemeinsam mit den zuständigen Katechetinnen Marina Henseler, Priska Peter, Marlen Schärer und Martina Suter. Es bereitet Pfarrer Migacz sichtlich Freude, mit den Kindern und Familien dieses Fest zu feiern, er strahlte mit den Kindern um die Wette.
«Ich bin ein Fisch im Schwarm von Jesus», so lautete das Thema der Erstkommunion im ganzen Pastoralraum. Die fünf Pfarrkirchen waren entsprechend liebevoll und festlich dekoriert. Überall fand man farbig gestaltete Fische, welche in einem Netz zappelten oder aber als Schwarm unterwegs waren. Gut erkennbar jeweils ein besonders grosser, farbiger oder goldener Fisch, als Zeichen für Jesus. Als Andenken hatten die Kinder im Vorfeld mit ihren Eltern Ton-, Glas- oder Holzkreuze sowie in Abtwil, Auw und Sins Brotbretter in Fischform gestaltet, welche die Familien mit Brennstäben verzierten. In Mühlau schwamm ein besonderer Fisch – seine Schuppen bestanden aus je einem Silberplättchen, auf welchem der Fingerabdruck je eines Kindes war. Dieses Plättchen war zugleich auch der Anhänger zu einer Halskette, welche die Kinder als Andenken erhielten.
Woher stammt das Symbol des Fisches?
Pfarrer Migacz wählte für das Evangelium den Text bei Lukas 5,1 bis 5,11. Da bittet Jesus den Fischer Simon Petrus, trotz einer erfolglosen Nacht nochmals zum Fischen hinauszufahren, woraufhin sie eine riesige Menge Fische fangen. Beeindruckt von diesem Wunder, verlassen Simon, Jakobus und Johannes alles und folgen Jesus nach. In seiner Predigt ging Pfarrer Migacz auf das Symbol des Fisches ein. Er erklärte den Kindern und Familien, warum der Fisch im Christentum eine besondere Bedeutung hat und was dieses Symbol mit Jesus zu tun hat. Das griechische Wort für Fisch ist «ICHTHYS». Dahinter steckt ein echtes Geheimnis: Jeder Buchstabe dieses griechischen Wortes steht für etwas ganz Wichtiges. «Jesus Christus Theou Yios Soter» heisst: Jesus Christus, Gottes Sohn, der Retter. Deshalb ist der Fisch ein Zeichen für alle, die an Jesus glauben. Für die ersten Christen in der Zeit der Verfolgung war es ein geheimes Erkennungszeichen. Im Evangeliumstext hörten die Mitfeiernden, wie Jesus zu Simon Petrus sagt: «Du wirst jetzt ein Menschenfischer sein.» Damit gab Jesus Simon Petrus den Auftrag, den Menschen von Jesus zu erzählen, sodass auch sie glauben. Pfarrer Migacz forderte die Kinder auf, auch Menschenfischer zu werden und selbst Zeichen für den Glauben zu sein, wie der Fisch. Dies können die Kinder sein, in dem sie helfen, teilen, lieben und immer wieder von Jesus erzählen.
Unterschiedliche musikalische Umrahmungen
Musikalisch begleitet wurden die Gottesdienste in Abtwil und Mühlau durch Samuel Kreienbühl, Claudia Breitschmid unterstützte die Festgemeinde beim Gesang. In Oberrüti wirkte Lucia Amstutz am E-Piano mit. In Sins spielte Giuseppe Murena am Klavier sowie an der Orgel, und in Auw wurden die Kinder ebenfalls durch Giuseppe Murena an der Orgel und Michael Gnos an der Trompete begleitet.
Dank und Gemütlichkeit
Zum Schluss des Gottesdienstes bedanke sich Pfarrer Migacz sehr herzlich bei den Katechetinnen für die grosse Arbeit, welche das ganze Jahr hindurch geleistet wurde. Auch bedankte er sich für die wunderbare Gottesdienstvorbereitung. Dieses Dankeschön unterstrich er mit einer herzlichen Umarmung und dem Überreichen eines Blumenstrausses.
Ein spezieller Dank geht an die Elternteams, welche viele Stunden investiert haben in die Gestaltung der Vorbereitung sowie in die Dekoration der Pfarrkirchen. Ein grosses Danke auch an alle Familien und an die Kinder für die gemeinsame Vorbereitungszeit und den wunderschönen Festtag.
Nach dem Gottesdienst offerierten die fünf Kirchenpflegen einen Apero, welcher durch die jeweilige Musikgesellschaft begleitet wurde. Ein besonderer Dank der Trachtengruppe Mühlau für die Bereitstellung der Turnhalle in Mühlau.
Als Abschluss der Erstkommunion treffen sich die Familien Ende Mai bzw. Mitte Juni zu einer Dankesfeier mit anschliessendem Bräteln. Mit diesem Anlass werden nochmals Erinnerungen an die Erstkommunion wach, und die Gemeinschaft wird gefeiert.
Martina Suter, Pastoralraum Oberes Freiamt