Auf dem Horben hat die Repla in der vergangenen Woche ihre Gold-, Silber- und Bronzepartner zu einem exklusiven Start-Event begrüsst. Thema war die fünfte Kampagne von «Freiamt.Mittendrin.», die Anfang Juni gestartet ist.
ANNETTE KNÜSEL
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Auf dem Horben hat die Repla in der vergangenen Woche ihre Gold-, Silber- und Bronzepartner zu einem exklusiven Start-Event begrüsst. Thema war die fünfte Kampagne von «Freiamt.Mittendrin.», die Anfang Juni gestartet ist.
ANNETTE KNÜSEL
Repla-Präsident Rainer Heggli und Gastgeber Stefan Zemp, Gemeindeammann von Beinwil, begrüssten viele vertraute Gesichter, nämlich Vertreter der Gründungspartner und Sponsoren von «Freiamt.Mittendrin». Anschliessend galt alle Aufmerksamkeit den beiden Themen des Tages: den aktuellen Massnahmen einerseits zur Weiterentwicklung der Marke «Freiamt.Mittendrin.» und andererseits zum Aufbau eines professionellen Areal- und Flächenmanagements (AFM) auf regionaler Ebene.
«Hinschauen lohnt sich»
Zunächst stellte Andreas Gnädinger die fünfte Phase der Werbekampagne für das Obere Freiamt vor. Im Zentrum steht ein Wettbewerb, der dazu einlädt, den Slogan «Hinschauen lohnt sich» aktiv umzusetzen. Bis Ende Jahr sollen in Zeitungsinseraten 19 verschiedene Bildmotive aus dem Oberen Freiamt gezeigt werden: markante Gebäude, auffällige Steine oder andere «Hingucker» aus den Gemeinden. Ein QR-Code führt auf eine Website, wo man aus drei Optionen die richtige auswählen und erraten kann, zu welcher Gemeinde das Motiv gehört.
Unter allen Teilnehmenden mit richtiger Antwort werden je ein regionaler Preis und ein Hauptpreis am Ende der Kampagne verlost. «Der Wettbewerb kommt gut an bei den Leuten», hielt Gnädinger fest. Die Teilnehmerzahlen seien im dreistelligen Bereich. Neben dem Wettbewerb laufen Aktionen auf Social Media. Ausserdem wird die Website regelmässig aktualisiert, und es finden zahlreiche Präsenzveranstaltungen für verschiedene Zielgruppen statt.
Standort: Möglichkeiten ausloten
Anschliessend ergriff Claudia Heger das Wort. Sie ist innerhalb der Repla für den Aufbau eines professionellen Areal- und Flächenmanagements zuständig. Das Obere Freiamt habe eine attraktive Lage zwischen den Wirtschaftszentren Zug, Luzern, Zürich und Aarau, erläuterte sie. Gleichzeitig sei es mit seiner schönen Landschaft und den intakten Dorfstrukturen ein Gebiet, in dem man gut wohnen und sich wohlfühlen kann. Da die räumliche Fläche aber begrenzt sei, könne es zu Konflikten zwischen den verschiedenen Nutzungsarten – Wohnen, Arbeiten, Landwirtschaft, Naturschutz und Verkehr – kommen.
Ein aktives Areal- und Flächenmanagement erarbeitet Strategien, um die verschiedenen Nutzungsarten optimal zu koordinieren und mögliche Konflikte vorausschauend zu lösen. Gleichzeitig beugt es der Abwanderung von ansässigen Firmen vor und bietet ansiedlungswilligen Firmen Planungssicherheit. Hegers Aufgabe ist es, eine Art Inventar zu erstellen: Gibt es innerhalb der Freiämter Industriezonen noch ungenutzte Grundstücke? Gibt es Brachflächen, die neu genutzt werden könnten? Wo gibt es im Siedlungsraum strategische Raumreserven? «Ich bin stolz, dass wir jetzt an diesem Punkt sind und bald mit der professionellen Standort- und Wirtschaftsförderung starten können», war Hegglis persönliches Fazit nach der Präsentation: «Wir wollen zusammen parat sein und weitergehen.»
Für 2027 ist Wachstum geplant
Es gab auch einen kurzen Ausblick auf das Arbeitsprogramm der Repla-Wirtschaftskommission der nächsten Monate. Bis Ende Jahr stehen gemäss Heggli die Markenpflege sowie die Konsolidierung der bestehenden Partnerschaften, die Vernetzung und das Areal- und Flächenmanagement im Fokus. Anfang 2027 soll dann die aktive Standort- und Wirtschaftsförderung starten.
Die Repla-Abgeordnetenversammlung hat kürzlich zusätzliche neunzig Stellenprozente genehmigt und auch das Geld dafür gesprochen. Mit dieser Ausweitung um den Faktor 2.6 können nun neue Mitarbeiter gesucht und die neuen Aufgaben in Angriff genommen werden. Das Team um Repla-Präsident Heggli und den Geschäftsstellenleiter Daniel Räber steht bereit, das Freiamt mit seinen Qualitäten und seinem Potenzial bestmöglich ins Gespräch zu bringen.
Beim anschliessenden Apéro, gesponsort von der Gemeinde Beinwil, wurde im Schatten der Bäume vor der Alpwirtschaft noch einige Zeit diskutiert und gelacht. Es lässt sich auch jetzt schon gut leben und arbeiten im Oberen Freiamt.