Die 118. Generalversammlung der Elektra Genossenschaft Sins fand am Montagabend im Kultursaal Küngsmatt statt. Das letzte Geschäftsjahr schliesst mit einem Gewinn ab.
IRIS CAGLIONI
Zum 118. Mal tagte die Elektra mit ihren Genossenschaftern. Der ...
Die 118. Generalversammlung der Elektra Genossenschaft Sins fand am Montagabend im Kultursaal Küngsmatt statt. Das letzte Geschäftsjahr schliesst mit einem Gewinn ab.
IRIS CAGLIONI
Zum 118. Mal tagte die Elektra mit ihren Genossenschaftern. Der wachsenden Mitgliederzahl trugen die Vorstände Rechnung, darum verlegten sie den Versammlungsort vom Restaurantsaal in den Kultursaal Küngsmatt. Als erstes begrüsste Präsident Albert Amstutz die Gäste und Mitglieder mit seinen üblich einleitenden Gedanken zur Stromversorgung und den aktuellen Trends. Dabei zeigte er auf, wie sich die Realisierung der PV-Anlagen sowohl im technischen Bereich als auch in der Zukunftsorientierung auswirken.
Ordentliche Geschäfte
Aktuell zählt die Genossenschaft 474 Mitglieder. Albert Amstutz erklärte die GV als beschlussfähig mit einem absoluten Mehr vom 62 Stimmen bei 123 anwesenden Stimmberechtigten. Sämtliche Geschäfte wurden einstimmig angenommen.
Nach der Genehmigung des Protokolls schilderte Amstutz detailliert in seinem Jahresbericht, was die Elektra erreicht hat. So informierte er über die positiven Auswirkungen der Energieeinkäufe dank des Energie Pool Freiamt. «Wir können Synergien nutzen.
Im Energie Pool Freiamt sind aktuell 14 Energieversorger zusammengeschlossen.» Gemeinsam beschaffen sie die Energie in sieben Teiltranchen pro Jahr, und zwar bereits bis ins Jahr 2029. Mit diesem Model der Tranchenbeschaffung kann die Elektra besser auf die Marktpreise eingehen und Zerwürfnisse besser handhaben.
«Im Moment liegen bei uns die Beschaffungsverträge bis ins Jahr 2032 auf dem Tisch, was zeigt, dass es eine langfristige Strategie ist», informierte Amstutz.
Photovoltaikanlagen
Die Anzahl von Energieverbrauchern, die ihre eigene PV-Anlage haben und damit auch Strom ins Netz einspeisen, wächst stetig an. «Dies ist bei sehr schönem Wetter und speziell über die Mittagszeit für uns auch eine Herausforderung.» Weiter informierte er über das Projekt «Energiespeicher Reussegg». «Mit solchen Energiespeichern kann die Energie des Tages in die Nacht transportiert werden.» Die Kosten dafür prognostizierte er mit rund 60’000 bis 70’000 Franken. Amstutz ist überzeugt, dass der Fokus in Zukunft vermehrt auf der Beschaffung von Energiespeicher liegen wird.
Jahresrechnung und Energiepreise 2026
Roger Widmer stellte die Jahresrechnung vor und durfte über einen Gewinn von rund 335’000 Franken berichten. Die Bilanz zeigt eine gesunde Firma mit einem beachtlichen Eigenkapital von 5,7 Millionen Franken. «Das Eigenkapital ist höher als es aus betriebswirtschaftlicher Sicht benötigt wäre», informierte Widmer. «Wir möchten das Geschäftsvermögen in den nächsten Jahren stabilisieren oder gar reduzieren. Darum werden wir bei den Strompreisen sehr knapp kalkulieren. Damit wollen wir den Gewinn minimieren, das Wachstum des Eigenkapitals bremsen und gleichzeitig unseren Kunden einen attraktiven Strompreis anbieten. Er liegt im laufenden Jahr bei 23,3 Rappen pro Kilowattstunden und somit 16 Prozent unter dem durchschnittlichen Strompreis des Kantons Aargau.
Nicht nur Generalversammlung
In diversen Tranchen wird bei der Elektra nicht nur Strom eingekauft, sondern auch die GV und das Essen serviert. Wie üblich wurde den Mitgliedern nach der Einleitung ein Salatteller und nach den Finanztraktanden das Nachtessen serviert. Dafür waren die Leiter der Jungwacht im Dienst und wirbelten durch den Küngsmattsaal. Dazu informierte Amstutz: «Die Jungwacht will ein neues Materialzelt kaufen. Darum werden wir den Reinerlös aus dem Getränkeverkauf des heutigen Abends vollumfänglich der Jungwacht übergeben. Sie dürfen gerne mehrmals bestellen.» Der Kaffee nach dem offiziellen Teil wurde von der Elektra spendiert.