Eishockey-Torhüter Genoni besucht die Schule Oberrüti
25.09.2026 OberrütiIm Rahmen der Schüleraktion «EVZ tscheggt dini Schuel» besuchte die Torhüterlegende Leonardo Genoni zwei Schulklassen. Nach seinen Erzählungen beantwortete er die brennenden Fragen der Kinder und hielt Autogrammstunde.
IRIS CAGLIONI
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Im Rahmen der Schüleraktion «EVZ tscheggt dini Schuel» besuchte die Torhüterlegende Leonardo Genoni zwei Schulklassen. Nach seinen Erzählungen beantwortete er die brennenden Fragen der Kinder und hielt Autogrammstunde.
IRIS CAGLIONI
Ein hektisches Treiben herrschte vergangenen Freitagnachmittag im Klassenzimmer der 5./6. Klasse von Severin Uttinger. Hockeyschläger lagen auf den Schreibtischen und EVZ-Leibchen von den unterschiedlichen EVZ-Spielern und weitere persönliche Gegenstände der Kinder lagen bereit, um Genonis Unterschrift zu empfangen. Die Aufregung war gross, denn: «Wir wissen erst seit zwei Tagen, dass Leonardo Genoni zu uns kommt. Seither sind die Schüler wie aus dem Häuschen», sagte der Klassenlehrer Uttinger.
Die Schülerinnen und Schüler wirbelten umher zwischen Türe und Fenster, immer auf der Suche nach ihrem Idol. «Ich habe ihn gesehen!» oder «Er ist da!» jubelten sie, noch bevor Genoni auch nur auf dem Pausenplatz angekommen war. Dann wurde es ruhiger, und jeder Schüler setzte sich an seinen Platz, bereit die vorbereiteten Fragen zu stellen, die er oder sie auf einem Blatt Papier vor sich hatte.
Der EVZ-Goalie kam ins Klassenzimmer. In einer Kiste waren Autogrammkarten und ein paar Fanartikel. Auch seinen aktuellen Helm, dessen Bemalung er selbst bestimmt hat, brachte er mit und liess ihn in der Klasse zirkulieren. «Ich habe jede Saison einen neuen Helm, dieser hier ist der aktuelle. Der Helm ist leicht und doch superstabil, gemacht aus Carbon.» Mit Schalk in den Augen meinte er dazu noch: «Das Wichtigste ist, dass er gut aussieht – und natürlich auch, dass er mich gut schützt.»
Fokus nur auf den Schülern
Ausgeglichen und mit einer eleganten Lässigkeit stellte sich Genoni vor. Er begann, aus seinem Leben zu erzählen, jedoch nicht als Vortrag, sondern als verbaler Austausch mit den Kindern. So stellte er immer wieder Fragen an die Schüler, an welche er dann seine Erzählungen weiter anknüpfen konnte. Da war dann auch die eine oder andere Rechenaufgabe mit inbegriffen. Im Alter von sechs Jahren begann er, Eishockey zu spielen und wusste schnell, dass er Profi werden wollte. Er wuchs in Kilchberg ZH auf und beendete seine schulische Laufbahn mit dem Sportgymnasium, wo sich sein Weg zum Profi-Eishockeyspieler abzeichnete. «Im Alter von 20 Jahren ging ich zum HC Davos, wo ich neun Jahre lang spielte, danach wechselte ich zum SC Bern. Das Berner Stadion ist das grösste Stadion der Schweiz.»
Seit acht Jahren spielt Genoni beim EVZ. In seiner Funktion als Nati-Goalie wurde er an der Weltmeisterschaft 2025 als Weltbester Hockey-Goalie gefeiert. Insgesamt ist er während seiner 20 Profispielersaisons bei 990 Spielen im Goal gestanden.
Interessante Schülerfragen
Nach rund zehn Minuten durften die Schüler ihre brennenden Fragen stellen und der Top-Goalie hörte diese geduldig und auf Augenhöhe an. Er beantwortete Fragen zu Gefühlen beim Spiel, zu Ängsten, und ob er schon mal ans Aufhören gedacht hat. «Es ist unbeschreiblich cool, wie viele Emotionen hochkommen, wenn man in einem so grossen Stadion spielt», erklärte er. Er erzählte, dass seine letzte längere Verletzung ihn drei Monate vom Eis ferngehalten, ihn aber nicht dazu bewogen hatte, ans Aufhören zu denken. Wie er dazu kam, Goalie zu werden, erklärte er so: «Das Goal hat mich schon immer fasziniert. Am Anfang muss ein Hockeyspieler alles ausprobieren, um seine Stärken kennenzulernen. Ich war ein besserer Goalie als Feldspieler – somit entschied ich mich, Goalie zu werden.» Weiter meinte er, dass es zwar aussehe, als ob es weniger anstrengend wäre, im Goal zu stehen. Doch die Beinarbeit und die Konzentration seien auch hier harte Arbeit.
Was er beruflich nach seiner Karriere tun wird, ist noch offen. Der dreifache Familienvater hat Wirtschaft studiert. «Da gibt es für mich viele Möglichkeiten. Als Trainer sehe ich mich heute nicht, auch wenn ich das vielleicht gut könnte.»
Sein Autogramm war begehrt
Die Schüler durften im Anschluss an die Fragerunde ihre mitgebrachten persönlichen Artikel signieren lassen. So sass der Profi am Pult, liess sich die T-Shirts, Schläger, Hefte und auch Schuhe und Caps vorlegen, wo er wunschgemäss seine Unterschrift platzierte. Mit jedem der Schüler hielt er Augenkontakt, tauschte sich kurz persönlich aus und zauberte so manches Lächeln auf die Gesichter der Schüler. Sie bekamen zusätzlich zu den Signaturen auch einen EVZ-Beutel mit einem Cap darin und eine Autogrammkarte.
Als Highlight teilte Genoni den Kindern mit, dass sie eingeladen sind, ein Spiel im Zuger Stadion zu besuchen. «Eine zweite Schulklasse darf heute den EVZ-Profi als Gast begrüssen. Den Hockeymatch werden beide Klassen zusammen besuchen. Das wird vermutlich im November stattfinden», teilte Uttinger mit.



