Einwendungen zur Strassensanierung in Beinwil
07.08.2026 BeinwilIm Herbst 2025 wurde in Beinwil die Bevölkerung zum Projekt K350, Sanierung Ortsdurchfahrt – Feld, umfassend informiert. Der Kredit dafür wurde an der Gemeindeversammlung vom 21. November 2025 gutgeheissen. Nun gab es 13 Einwendungen zum Projekt.
MANUELA ...
Im Herbst 2025 wurde in Beinwil die Bevölkerung zum Projekt K350, Sanierung Ortsdurchfahrt – Feld, umfassend informiert. Der Kredit dafür wurde an der Gemeindeversammlung vom 21. November 2025 gutgeheissen. Nun gab es 13 Einwendungen zum Projekt.
MANUELA ROTH
In Beinwil soll die Strasse im Dorf saniert werden. Die Sanierung betrifft das Gebiet ab der Dorfeinfahrt aus der Richtung Brunnwil bis und mit Abzweiger nach Rüstenschwil, bis Feld. Die Planung für diese Sanierung ist bereits 2020 gestartet. Erarbeitet wurde der Plan durch eine neunköpfige Planungskommission. Das Projekt basiert auf einer Anpassung der Strasse und Infrastruktur an die aktuellen kantonalen Richtlinien und es verbindet technische Notwendigkeiten mit einer baulichen und ökologischen Aufwertung der Gemeinde. Die Strecke ist stattliche 1,5 Kilometer lang und die Sanierung umfangreich.
Das Budget wurde an der Gemeindeversammlung mehrheitlich angenommen. 8,3 Mio. Franken kostet das Projekt, 2,34 Mio. Franken davon beträgt der Gemeindeanteil von Beinwil. Die Projektpläne lagen bis zum 14. Juli bei der Gemeindekanzlei auf.
Zwei Jahre Bauzeit
Geplant ist der Baustart für den Sommer 2028. Entlang der Strecke wird der sanierungsbedürftige Belag erneuert und durch einen lärmmindernden ersetzt. Die Wasser-, Abwasser und Stromleitungen werden komplett erneuert. Die Bushaltestelle im Dorf wird behindertengerecht umgebaut. Es werden mehrere Bäume gepflanzt sowie die Beleuchtung erneuert. Die grosszügige Kreuzung mitten im Dorf (Wiggwilerstrassse/Oberdorf) wird verschmälert, damit der Verkehr ohne weitere Massnahmen abgebremst wird und der Fussgängerstreifen verkürzt werden kann. Generell wird viel Wert auf mehr Sicherheit für die Fussgänger und den Schulweg gelegt:
Mehrere hindernisfreie Querungsstellen werden ergänzt, um das Überqueren der Strasse zu erleichtern. Auch die Verbindung zwischen den Quartieren soll sichergestellt werden. Lücken im Trottoirnetz werden geschlossen. Es sind aber keine Tempo- 30-Zonen geplant.
Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, die beim Projekt K350 saniert wird, sind viele Vorschriften und Umsetzungsmöglichkeiten vom Kanton vorgeschrieben. Der Planungskommission war es wichtig, dass die Trennwirkung durch die Strasse minimiert wird und auch die neu geplanten Quartiere und das Bevölkerungswachstum der nächsten Jahre mitberücksichtigt wird. Das Dorf wird mit den Massnahmen sowohl optisch als auch funktional aufgewertet.
13 Einwendungen eingegangen
Gemäss Josef Korbonits, Projektleiter beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, sind bis zum Ende der öffentlichen Auflage des Projekts 13 Einwendungen eingegangen. Diese werden nun mit den Einwendern persönlich besprochen und einvernehmliche Lösungen gesucht. Man rechnet damit, dass die Einwendungen den Projektverlauf nicht verzögern und das Landerwerbsverfahren 2027 begonnen werden kann.
Einer der Hauptkritikpunkte ist die geplante Anpassung des Bachverlaufs. Bisher war der Wissenbach eingedolt, neu wird er entlang der Strasse offen gelegt. Dafür muss Kulturland erworben werden. Die Änderungen des Bachverlaufs basieren auf gesetzlichen Grundlagen, diese verbieten das erneute Eindolen des Baches. Die Kritiker des Projekts stört der Verlust des wertvollen Kulturlands. Die Kosten für die Verlegung des Bachs betragen zirka 11 Prozent der Gesamtkosten. Alternativen gibt es gemäss den Verantwortlichen aber keine. Für das Projekt muss von mehreren Landbesitzern Land erworben werden, nebst dem Bach auch für die weiteren Massnahmen. Insgesamt sind es 1’182 Quadratmeter, die erworben werden müssen.
Die Verwantwortlichen erwarten durch die Sanierung eine Erhöhung der Lebensqualität, einen besseren Lärmschutz, mehr Sicherheit für Fussgänger und Schulkinder sowie einen ökologischen Mehrwert. Wenn alles wie geplant läuft, sind die Bauarbeiten im Sommer 2030 fertig.




