Einigkeit bei allen Beschlüssen
19.06.2026 BeinwilEine ruhige Gemeindeversammlung ohne spektakuläre Wendungen ging am Mittwochabend in rund 60 Minuten über die Bühne. Das neue Gremium zeigte sich äusserst aktiv.
IRIS CAGLIONI
Von den aktuell 880 Stimmberechtigten fanden sich 66 in der ...
Eine ruhige Gemeindeversammlung ohne spektakuläre Wendungen ging am Mittwochabend in rund 60 Minuten über die Bühne. Das neue Gremium zeigte sich äusserst aktiv.
IRIS CAGLIONI
Von den aktuell 880 Stimmberechtigten fanden sich 66 in der Turnhalle ein. Gemeindeammann Stefan Zemp begrüsste die Anwesenden und erklärte, dass sämtliche Beschlüsse dem fakultativen Referendum unterliegen, da das Quorum von 176 nicht erreicht wurde. Zwei Protokolle, das von der ausserordentlichen Einwohnergemeindeversammlung vom 29. Oktober und das von der ordentlichen Herbstgmeind vom 21. November wurden kommentarlos genehmigt. Genauso wurde der Rechenschaftsbericht genehmigt, auf welchen der Gemeindeammann nicht weiter einging. Er meinte: «Die spannenden Informationen aus dem Rechenschaftsbericht können Sie aus der Einladungsbroschüre entnehmen.»
Jahresrechnung
Die Erläuterung zum Ergebnis wurden ebenfalls von Zemp vorgetragen. In einfachen Worten erklärte er die Zahlen, die zum sehr guten operativen Ergebnis führten. Der Ertragsüberschuss ohne Spezialfinanzierungen liegt bei 427’834 Franken. Dieser Betrag wird als Einlage in die Vorfinanzierung für die Strassensanierung K350 verbucht. «Das haben wir bereits letztes Jahr so gemacht, und diese Einlagen in die Vorfinanzierung helfen uns, die Kosten, die bei dieser Strassensanierung auf uns zukommen werden, besser zu stemmen. Daher resultiert in der Jahresrechnung ein Gesamtergebnis von 0 Franken.»
Das aussergewöhnlich gute Ergebnis ist insbesondere auf die Steuereinnahmen in allen Steuerbereichen des Rechnungsjahres und der Vorjahre zurückzuführen. Ebenfalls merkte er an, dass auf der Ausgabenseite die Werte mehrheitlich unter dem budgetierten Betrag liegen.
Wasser, Abwasser und Abfall
Die Ergebnisse der Eigenwirtschaftsbetriebe schliessen wie folgt: Bei der Wasserversorgung zeigt sich ein Aufwandüberschuss von 55’232 Franken, welcher geringer ausfiel als budgetiert. Bei der Abwasserbeseitigung kann die Gemeinde einen Ertragsüberschuss von 50’560 Franken verbuchen. Dieser ist mit geringeren Aufwendungen im Unterhalt zu erklären. Die Abfallbewirtschaftung weist einen Ertragsüberschuss von 7’451 Franken aus. Auch dieser Betrag ist etwas tiefer als im Budget ausgewiesen.
Zemp relativierte das gute Ergebnis: «Die Zahlen sehen dieses Jahr sehr gut aus. Das wird sich jedoch ändern, sobald wir mit unseren grossen Projekten, dem Neubau der Mehrzweckhalle und der Sanierung der K350, beginnen werden. Dazu werden im letzten Traktandum die beiden zuständigen Gemeinderäte informieren.» Weiter informierte er über die Änderungen im Finanzausgleich, welche die Gemeinde vor allem im Bereich des räumlich strukturierten Lastenausgleichs empfindlich treffen wird. «Wir haben beschlossen, diese Veränderungen ab 2028 in unseren Finanzplan einzuarbeiten.» Genau wie alle anderen Traktanden wurde die Jahresrechnung einstimmig gutgeheissen.
Projekt Neubau Mehrzweckhalle
Dieses Projekt wird von Gemeinderat Josef Villiger betreut. Villiger informierte, dass seit Anfang 2026 diverse Planungsarbeiten laufen.
«Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet. Sie setzt sich aus je zwei Personen als Vereinsvertreter, Vertreter der Schule, der Gemeinde und dem planenden Fachbüro zusammen. Sie arbeiten das benötigte und gewünschte Raumprogramm aus. Damit wird dann das Wettbewerbsverfahren eingeleitet. Wir gehen davon aus, dass wir im August diese Ausschreibung machen können.»
Projekt Sanierung Kantonsstrasse K350
Lucas Beck stellt das Projekt vor und betonte mehr als einmal, dass es sich dabei nicht nur um eine Sanierung der Strasse handle, sondern um eine Aufwertung der Gemeinde. «Wir haben hier die Chance, unser Dorf sicherer, ruhiger und attraktiver zu machen», sagte Beck.
Er erläuterte die Schritte, die bereits erfolgt sind und diejenigen, welche nun anstehen. Es werde zwei Verfahren geben, die nacheinander laufen werden, erklärte er die Sachlage. «Aktuell geht es um die technische Ausgestaltung. Ist dieses Verfahren durch, folgt das zweite zum Landerwerb. Wenn alles gut läuft, können wir im Herbst 2028 mit dem Bau starten. Es ist uns ein Anliegen, dass diejenigen aus der Bevölkerung, die sich hier einbringen wollen, die Fragen und Anregungen haben, uns diese schriftlich mitteilen.»
Projekt Dorfeingangsgestaltung
Zemp erklärte kurz, dass der ausgewählte Standort aufgrund der kantonalen Auflagen nicht machbar ist. «Wir werden vonseiten der Gemeinde Zugeständnisse machen, damit wir einen geeigneten Platz für den Bau der Eingangspforte erhalten.»
Nachdem keine offenen Fragen aus der Bevölkerung gestellt wurden, lud der Gemeinderat dazu ein, etwas Feines vom Grill und dazu ein gekühltes Getränk zu geniessen, um den Abend mit guten Gesprächen ausklingen zu lassen.



