Am 1. Januar um 18.30 Uhr fand ein feierlicher Gottesdienst in der Kirche Mariä Geburt in Sins statt. Johannes Frank wurde als Pastoralraumleiter und Bartek Migacz als leitender Priester eingesetzt. Sie erhielten für ihre Funktionen die Missio Canonica.
IRIS ...
Am 1. Januar um 18.30 Uhr fand ein feierlicher Gottesdienst in der Kirche Mariä Geburt in Sins statt. Johannes Frank wurde als Pastoralraumleiter und Bartek Migacz als leitender Priester eingesetzt. Sie erhielten für ihre Funktionen die Missio Canonica.
IRIS CAGLIONI
Selten ist an einem Mittwochabend-Gottesdienst die Kirche bis auf wenige Plätze voll besetzt. Doch die erste Feier des Jahres lockte viele Menschen in die Kirche. In den vordersten Bänken nahmen die neun Jodlerinnen des Rüsstaler Jodelchörlis Platz. Sie umrahmten den Gottesdienst mit stimmigen und herzerwärmenden Liedern – wunderbar gewählte Stücke aus dem bodenständigen und urschweizerischen Liedgut. Begleitet wurden sie von Oskar Betschart auf dem Schwyzer Örgeli.
Viele Grussworte zur Einleitung
Die Regionalverantwortliche des Bistums Basel, Antonia Hasler, überbrachte die Botschaft des Bistums und erteilte die Missio Canonica. «Ich darf Ihnen die Grussworte von Bischof Felix überbringen.»
Tatjana Hofmann begrüsste die Anwesenden mit stimmigen Worten zum Thema Glück. So meinte sie: «Wir haben Glück, dass wir ab sofort zusammen mit Martina Suter ein Dreier-Team zur Leitung des Pastoralraumes haben und es im ganzen Pastoralraum keine Vakanz mehr gibt.» Abschliessend überreichte sie den drei Seelsorgenden ein Gewürz, welches das Glück symbolisieren sollte. Migacz stellte seinen Gewürzstreuer akkurat auf den Altar, wo er bis zum Ende des Gottesdienst stehen bleiben durfte.
Auch die Geschäftsführerin des Pastoralraums, Suter, richtete ihre Worte an die Gemeinde. «Wir feiern nicht nur das neue Jahr, sondern einen Neuanfang für alle unsere Pfarreien, für den ganzen Pastoralraum.» Suter hiess alle auf ihre ganz eigene, stimmungsvolle Art willkommen.
Ein spezieller Gottesdienst
An dieser Abendmesse nahmen alle Seelsorgenden des Pastoralraumes teil. Frank, der Ende letzten Jahres an den Kirchgemeindeversammlungen der sechs Gemeinden des Pastoralraumes gewählt wurde, hielt seine erste Predigt. «Nun bin ich bereits nervös, weil es meine erste Predigt am neuen Arbeitsort ist, und dann auch noch vor einer vollen Kirche», war sein Einstieg. Nach diesen Worten lachten die Kirchgänger, das Eis war gebrochen, und er hatte die Aufmerksamkeit aller.
Nach der Predigt
Hasler führte die Amtseinsetzung der beiden Seelsorger durch, Migacz wurde als leitender Priester eingesetzt und Frank als Pastoralraumleiter. Sie wurden von Hasler aufgefordert, ihr Versprechen vorzulesen und im Anschluss zu unterzeichnen. Suter und Hofmann unterzeichneten diese beiden Dokumente als Zeugen.
Mit Herz und Witz
Einerseits war der Gottesdienst eine feierliche Zeremonie mit grosser Tragweite. Andererseits liessen es die Protagonisten zu, dass die Kirchgänger schmunzeln oder gar lachen konnten. Da weder Migacz noch Frank einen Zentralschweizer Dialekt sprechen, scherzten sie sogar kurz darüber, dass es seine Zeit brauche, den Ortschaften Sins, Abtwil und Dietwil «Seis», «Abbu» oder «Düetu» zu sagen. Pfarrer Migacz meinte auch, dass er ausser der Osternacht noch keinen Gottesdienst leitete, der so lange ging wie dieser, und lachte danach herzlich. Eine angenehme Art von Mensch zu Mensch hatte ihren Raum.
Vor dem Segen bat der Pfarrer die Kirchgänger, den offerierten Apéro im Kulturhaus zu geniessen, man möge sich dort an der Wärme ein gutes neues Jahr wünschen.
Der Aufforderung folgten viele, und so entstanden interessante Gespräche.
Drei Persönlichkeiten, ein Ziel
Pfarrer Bigacz ist gebürtiger Pole, 38 Jahre alt und arbeitet seit dem 1. August 2023 im Pastoralraum. Pastoralraumleiter Frank ist gebürtiger Deutscher, 55 Jahre alt und seit dem 1. Januar 2025 angestellt. Sie werden im Team zusammen mit der Geschäftsführerin Martina Suter, die bereits seit 25 Jahren in der Kirchgemeinde Sins arbeitet, für die Seelsorge im Pastoralraum wirken. Sie legen grossen Wert darauf, die Gemeinschaften zu fördern, und freuen sich auf viele Begegnungen mit den Menschen aus der Region.