Der Sinser Lichterweg ist ein Rundweg, angelegt zwischen Kirche und Bohlwald. Er wird von rund 100 brennenden Kerzen in ihren Halterungen beleuchtet und lädt zu stimmigen Abendspaziergängen ein.
IRIS CAGLIONI
Die in diesem Jahr angelegte Eingangspforte ...
Der Sinser Lichterweg ist ein Rundweg, angelegt zwischen Kirche und Bohlwald. Er wird von rund 100 brennenden Kerzen in ihren Halterungen beleuchtet und lädt zu stimmigen Abendspaziergängen ein.
IRIS CAGLIONI
Die in diesem Jahr angelegte Eingangspforte des Weges lädt ein, um aufmerksam zu betrachten, welche schönen Fundstücke die Verantwortlichen des Lichterweges ergattern konnten. Nebst Laternen und alten Holzleitern fand sich eine einladende Trouvaille, ein phänomenal schöner Holzschlitten, welcher für den Lastentransport im Schnee genutzt wurde. Die drei kleinen Schlittenfahrer im Bild (rechts) genossen den Moment, bevor sie den Lichterweg mit ihren Eltern beschritten.
Vom 6. Dezember bis und mit dem 30. Dezember brennen die Kerzen. Fleissige Freiämter entfachen sie in der Dämmerung, damit die Besucher bei gedämpftem Lichterschein spazieren können. Die einen gehen langsam, still und besinnlich, die anderen sind plaudernd unterwegs.
An verschiedenen Abenden wird den Besuchern des Weges nicht nur die adventliche Atmosphäre geboten, sondern auch unterschiedliche Anlässe, um den Abend genussvoll abzurunden.
Bodenständiges Essen und Alphornklang
So boten die Mitarbeitenden des Werkhofs am letzten Freitag bei der Feuerstelle im Bohlwald ein herzhaftes Raclette zu einem moderaten Preis an. Für urchige und bodenständige Atmosphäre sorgte auch Urs Röthlisberger, der nicht nur im Werkhof tätig ist, sondern seit einigen Jahren als Hobby Alphorn spielt. So bot er den Besuchenden einen musikalischen Urschweizer Genuss. Paul Conrad, Leiter des Werkdienstes meinte: «Dieser Abend ist für uns wertvoll, denn so können wir mit den Menschen aus der Bevölkerung in Kontakt treten. Es war ein Erfolg für uns.» Einen Tag später schenkten die Landfrauen Reussegg-Sins Punsch aus und offerierten Lebkuchen dazu, ganz nach dem Motto: «es häd so langs häd.» Zusammen mit Nicole Villiger stellte Ramona Arnold den Anlass auf die Beine. Arnold meinte: «Viele unserer Landfrauen haben für den Abend gebacken. Dafür sind wir dankbar. Wir durften einen friedlichen, stimmungsvollen Abend geniessen.»
Singen nach Herzenslust konnten alle, die am Dienstag zum Lichterweganlass in die Kirche gingen. Die «Vocal Friends» organisierten ein offenes Singen von Adventsliedern.
Einiges ist noch zu erleben
Die letzten Tage vor Weihnachten sind meist vollgepackt mit Aktivitäten und Verpflichtungen. Das lässt nicht immer den nötigen Spielraum, um sich selbst eine kurze Auszeit zu nehmen und nächtliche Schummerspaziergänge mit speziellen Anlässen zu geniessen. Doch in den Rauhnächten zwischen den Jahren sind nochmals zwei genussreiche Abende organisiert. Am 26. Dezember wird es bei der Feuerstelle ein gemütliches Beisammensein geben, mit Getränken und einer Wurst vom Feuer. Mystisch und passend in diese Zeit werden am 28. Dezember Märchen für Erwachsene erzählt. Ein letztes Mal entfachen dann die Organisatoren die Kerzen am Abend des 30. Dezember.
Besinnlich unterwegs sein zu dürfen, sich über sich selbst Gedanken zu machen und dabei klare Luft einatmen und freundlichen Menschen begegnen, das ist ein Privileg unserer Zeit. Schön, sind die Besucher des Weges rücksichtsvoll unterwegs.