Am am 7. Mai um 17.30 Uhr trafen wir uns vor der Kirche in Dietwil und fuhren gemeinsam zur Kapelle St. Jost in Alikon. Der ursprünglich geplante Rundweg für einen Abendspaziergang musste spontan abgeändert werden, da Lucia und ich beim Rekognoszieren bei einem Weiler von mehreren ...
Am am 7. Mai um 17.30 Uhr trafen wir uns vor der Kirche in Dietwil und fuhren gemeinsam zur Kapelle St. Jost in Alikon. Der ursprünglich geplante Rundweg für einen Abendspaziergang musste spontan abgeändert werden, da Lucia und ich beim Rekognoszieren bei einem Weiler von mehreren Hunden unfreundlich begrüsst wurden. Dort wollten wir auf keinen Fall mehr durchlaufen. Durch diesen Umstand wurde der Spaziergang eher zu einer etwas wirren «Acht». Die Aussicht oberhalb Alikon über das Reusstals war hinreissend, doch der kühle Maiwind liess uns die Köpfe etwas einziehen. Übrigens: Nein, geregnet hat es nicht.
Zurück bei der Kapelle, stiessen weitere Frauen zu uns, die direkt zur Maiandacht gekommen waren. Vor Beginn der Andacht genossen wir den traditionellen Apéro. Dazu ein feines Stück selbstgebackene Nidelwähe und einen warmen Tee.
Seelsorgerin Martina Suter führte uns einfühlsam durch die Andacht. Sie erzählte uns die Geschichte eines Mädchens, das der kranken Mutter einen Blumenstrauss bringen wollte. Dazu entschied sich das Mädchen für einen Strauss aus Gänseblümchen, da die grossen imposanten Blumen sie entweder mit ihren Stacheln stachen, zu gross waren oder zu stark dufteten. Diese Geschichte zeigte uns, dass man auch als kleines Blümchen viel bewirken kann. Das Gänseblümchen – robust, anspruchslos und von Frühling bis Herbst blühend – sei ein Vorbild für unermüdlichen Lebensmut. Es würde mich nicht erstaunen, wenn in den nächsten Tagen in einigen Gärten in Dietwil plötzlich mit dem Rasenmäher im Andenken an die Maiandacht um die Gänseblümchen herum gefahren wird. Jedenfalls haben wir nach dem Verlassen der Kapelle sofort Ausschau nach dem nächsten Gänseblümchen gehalten. Abgerundet wurde die Feier mit schönen Marienliedern, bei denen wir um die kräftigen Stimmen aus dem Kirchenchor froh waren. Herzlichen Dank, Martina, für die schön gestaltete Andacht.
Im Anschluss begaben wir uns ins Restaurant Kaufmann, wo uns ein gemütliches Nachtessen erwartete, und liessen den Abend in herzlicher Runde ausklingen. Trotz kühler Frühlingstemperaturen konnten wir unsere Seelen an diesem Anlass erwärmen und freuen uns bereits auf das nächste Jahr.
Christina Diebold, Co-Präsidentin Frauenbund Dietwil